Tippbrett für's N95: Freedom Keyboard I (BK600)

Auf der Suche nach einer komfortableren Eingabemöglichkeit für längere Texte (oder als immer-dabei-ssh-Client) beim N95 fiel mir mein Freedom Keyboard in die Hände, welches ich seinerzeit auf dem Münchner Flughafen mir für’s 6630 kaufte — als, dank kongenialer Termin- und Reiseplanung, mehrere Stunden dort totzuschlagen waren und zum Nabel der Welt, Paderborn, kein früherer Flug ging (das muß so ca. 2005 gewesen sein). Zeitlich ist Hannover auch nicht schlimmer als Paderborn zu erreichen, dafür aber besser (hier: häufiger) angebunden. Aber Arbeitszeit sind ja eh-da-Kosten … Egal, Geschichte ;)
Gut, also: dieses Bluetooth-Keyboard benötigt einen speziellen Treiber, da es nicht über HID-Profil verfügt, sondern – zwecks größerem Einsatzbereich und besserer Anpaßbarkeit – über, ich glaube, ein serielles BT-Profil plus Software angebunden wird. Leider hat sich Freedom Input dazu entschlossen, lieber Windows Mobile 06-Treiber für das Universal Keyboard (eine Art Nachfolgemodell, welches HID- und SP-Profil spricht) zu stricken als das N95 mit einem eigenen Treiber zu supporten. Bezügliche des N95 (als auch anderen N-Series-Geräten lt. Forum) ist die Treiberküche leider lauwarm bis kalt :(
Zum Glück gibt es die allwissende Müllhalde – Google –, welche basierend auf der Bezeichnung »BK600« zum einen enthüllt, daß der orginale Hersteller Chainpus ist und selbst Treiber anbietet (Seite war zum Zeitpunkt des Verfassens nicht erreichbar (Timeout)), und zum anderen einen Artikel kennt, in dem auf Treiber bei einem anderen Anbieter dieses Keyboards verwiesen wird.
Kurzum: mit Hilfe der Treiber von ids.hk konnte ich auch an mein N95 eine komfortable Tastatur anbinden, welche ich z. B. auch mit dem 6630 oder 3650 (oder Windows-Geräten) nutzen kann.
Wie man sehen kann, trägt die faltbare Tastatur natürlich schon etwas auf (ca. 2,5fache N95-Breite hat die im Leder-Etui verstaute Tastatur, sie ist dann etwas höher als das N95, die Tiefe entspricht ebenfalls etwa dem N95). Aber sie hat mir schon mit putty auf dem 6630 gute Dienste geleistet — tragbarer als selbst ein 12″-Laptop sind N95 und Freedom Keyboard allemal, in der Kneipe unauffälliger einzusetzen und mit dem höher auflösenden Display des N95 sollten erstmals auch »ls«-Ausgaben mehr sein als ein Bandwurm, der durchs Fensterchen rauscht ;)
An ein E90 kommt die Kombo natürlich nicht ran, schon, weil das E90 ein deutlich besseres Innendisplay bietet. Andererseits sind die Zeiten der pure-ascii-Bereitschaft auch schon länger vorbei; bei den neureren iLO2s von HP hat man die echte REMCONS durch den faden Abklatsch VSP ersetzt, Firmwarefehler bedingen zunehmend häufiger Eingriffe via (Drecks-) Java-GUI via Webbrowser – nicht Proxy-kompatibel –, rdesktiop/VNC für Windows-Administration … Naja, im Zweifel wird’s dann halt primär zum Bloggen verwenden — war ja eh-da, das Keyboard ;)

No VoIP today?

(Testing.) Entwarnung: Mein (IAX2- und SIP-basiertes-) VoIP tut, wie erwartet, wie geschnitten Brot, sogar vom N95 aus ;)
Aber Skype scheint’s zerlegt zu haben — und als Seiteneffekt, wohl bedingt durch die »neuartige«, auf P2P-Ideen fußende, Verbindungstechnik, auch kleinere Firmennetze.
Wobei ich zu letzteren schon etwas irritiert bin: »So when it fails to connect, it will try contacting these 200 peers instead. Now if you have multiple users sharing your connection, let’s say 10 and a cheap router with limited memory, 2000 connections is a lot to keep track of. It might start losing other connections. Such as your mail an web connections.«
Ich dachte bis jetzt wirklich, einen WRT als Internetgateway (inkl. NAT und Connection Tracking) würde man heute nicht mehr wirklich einsetzen, schon gar nicht im »corporate environment with a large number of users«. So kann man sich irren.
Aber zurück zum einst schwer gehypten Skype; mangels a) aktueller Linux-Versionen seinerzeit (und die, die ich letztes Jahr mal ausprobierte, kam mit meiner A/V-Umgebung nicht klar) und b) fehlender Möglichkeiten zur Integration in Asterisk (Stand 2006) war Skype für mich nie ein Thema.
Interessant finde ich allerdings, daß Skype scheinbar Opfer einer DOS-Attacke wurde:

Valery Marchuk of SecurityLab.ru may have an explanation for this world wide outage for Skype. Marchuk posted the following message on the full disclosure mailing list:
Valery Marchuk: On SecurityLab.ru forum an exploit code was published by an anonymous user. Reportedly it must have caused Skype massive disconnections today.
The PoC uses standard Skype client to call to a specific number. This call causes denial of service of current Skype server and forces Skype to reconnect to another server. The new server also “freezes” and so on … the entire network.

 

Quelle: ZDNet-Blog

 
Klingt stark nach einem Domino-Effekt; und auch wenn Skype einen Angriff dementiert (»The Skype system has not [...] been victim of a cyber attack.«), die Beschreibungen des Exploits passen schon zu dem, was Skype verlautbaren läßt:

Apologies for the delay, but we can now update you on the Skype sign-on issue. [...] The Skype system has not crashed or been victim of a cyber attack. We love our customers too much to let that happen. This problem occurred because of a deficiency in an algorithm within Skype networking software. This controls the interaction between the user’s own Skype client and the rest of the Skype network.

 
Nun, eine »deficiency in an algorithm within Skype networking software« alleine macht ja nun noch keinen Blackout, eigentlich. Dennoch, auch um 11:00 GMT verneint man »any form of attack«:

We’re on the road to recovery. Skype is stabilizing, but this process may continue throughout the day. [...]
Finally, we’d like to dispel a couple of theories that we are still hearing. Neither Wednesday’s planned maintenance of our web-based payment services nor any form of attack was related to the current sign-on issues in any way.
We’ll update you again as soon as we can. Thanks for hanging tight.

 
Ich bin gespannt — und telefoniere weiter über’s Intenet, mit SIP und IAX2 ;) Eine Migration zu Gizmo und SIPphone scheint für nicht wenige ausgesperrte Skyper plötzlich eine Alternative darzustellen — als Freund offener Standards finde ich das begrüßenswert. Allerdings hoffe ich auch, das Skype sein Problem RSN in den Griff bekommt, und sei es nur, damit man die neuen Kommunikations-Koordinaten austauschen kann …