Zufälle gibt's …

…, die gibt’s gar nicht. Wie Spiegel Online berichtet, gibt es Verzögerungen bei der Zustellung von Briefpost — das Wachstum ist sicher jahreszeitlich vollkommen unvorhersehbar gewesen.
Reiner Zufall ist es denn wohl auch, daß grade jetzt, während Springer seinen Ableger pin u. U. in die Insolvenz zu schicken überlegt, also ein potentieller Konkurrent die Segel zu streichen beginnt, die der Noch-Monopolist mal wieder sich als wenig leistungsfähig präsentiert.

GAU abgewendet

Ich habe nicht mitgemacht; und offensichtlich dann auch sonst nicht soviele, wie von Energieversorgern befürchtet — und diesmal fürchteten jene sich vorgeblich nicht einmal um die eigene Kasse sondern um nichts geringeres als die Stabilität der europäischen Stromnetze.
Ob diese Warnung zu geringerer oder eher sogar mehr Teilnahme geführt hat — wir werden es nie erfahren.
Aber fest steht wohl, daß es nicht zu den befürchteten »größeren Störungen im Netz« gekommen ist. Und was hat die Aktion nun gebracht? Friert das Eis an den Polen jetzt wieder?
Vielleicht ein nettes Symbol; aber wie auch beim Autofahren, ohne Verbot hilft nur die Kostenschraube, und an der drehen, zu primär ihrem Wohle, die Konzerne ja schon länger.
Back to the Steinzeit? Energiebezugsscheine für Hartz-IV-Empfänger? Computerverbot für Minderjährige? Oder verdrängt demnächst Weihnachten das Thema wieder von dem medialen Mittelpunkt?

Schmales Brett, Verzeihung, Breitband

Wirklichkeitsfern finde ich diese Einstellung:

Laut der jüngsten Ausgabe des Breitbandverzeichnisses könnten theoretisch schon heute 97 Prozent der deutschen Haushalte mit schnellen Netzanschlüssen versorgt werden. Zum Breitband werden derzeit alle Verbindungsformen gezählt, die Übertragungsraten von mehr als 128 kbit/s erreichen und somit auch durch eine ISDN-Kanalbündelung nicht erreichbar sind. Eine Anhebung dieser Maximalbestimmung und eine damit einhergehende Änderung der Breitbanddefinition plant das Wirtschaftsministerium “frühestens mit der nächsten Veröffentlichung” des Atlasses im kommenden Jahr.
Quelle: heise online

 
128 kBit/sec, was ist denn das heute noch? Wenn das obligatorische Windows-Update im dreistelligen MByte-Bereich anzusiedeln ist? Mit Verlaub, unter 1 MBit/sec von »Breitband« zu reden, finde ich irre-, nicht zielführend.