Vor rd. 4 Jahren habe ich angefangen zu versuchen, das Internet mobil zu nutzen. Die ersten Schritte fanden mit Pocket PC 2002- bzw Windows Mobile 2003-getriebenen PDAs statt — Acer N20W und FSC Pocke Look 610.
Schon damals war mit Hausmitteln – Pocket Internet Exploder – kein Blumentopf zu gewinnen; ich habe dann Access’ NetFront-Browser verwendet, mit dem Ergebnis, daß bei komplexeren Seiten der Hauptspeicher den PDAs ausging und wieder nichts mehr ging. Das Experiment habe ich mithin erst einmal wieder ad acta gelegt; auch die Windows Mobile 5-Geräte, mit teils größerem Display aber nur selten mit mehr Hauptspeicher, erschienen nicht der große Wurf zu sein als mobiles Surfterminal.![]()
Den nächsten Anlauf, von kurzen ssh-Eskapaden mit dem 6630 abgesehen, habe ich dann mit dem als »Multimedia-Computer« angepriesenen Nokia N95 unternommen. Vom »echten Internet unterwegs« kann auch beim N95 keine Rede sein: zu klein der Bildschirm, zu klein der Hauptspeicher — und moderne Seiten lassen sich mangels Plugins oft nicht darstellen.
Die komplexeren Seiten, die sich aufbauen lassen, brauchen auch per WLAN relativ lange — was hier nicht mehr an zu schmaler Anbindung liegen kann. Das größere Display – verglichen mit S60 2nd Edition – ist zwar hilfreich, insbesondere ssh-Sessions machen nun deutlich mehr Sinn als aus Spaß; aber so richtig Freude kommt bei Surfen nicht auf. Es ist und bleibt eben ein Notbehelf, kein Ersatz für ein Notbuch oder gar den Desktop.
Durch das größere Display – und erwartet auch größere Rechenleistung – der Sony PlayStation Portable (PSP) erhoffte ich mir in der PSP, neben einem formidablen Spielsystem, ein mobiles Surfbrett — Nokia wollte ja mir und anderen das N810 nicht vor Weihnachtenzukommen lassen.
Die Grundlegenden Probleme allerdings teilt leider auch die PSP — noradtrackssanta.org war auch hier mangels aktuellem Flash-Plugin nicht darstellbar, viel mehr habe ich damit dann, surfend, auch nicht unternommen.
Da Nokia Deutschland derzeit mit mir nicht reden möchte, wird’s wohl kein N810 mehr für mich geben — und auch bei den Amerikanern wird man ungeduldig, mehr und mehr bekommt diese Aktion »500 subventionierte N810 für’s Entwicklervolk« einen ziemlich faden Verarschungs-Beigeschmack, die fraglichen 500 Leute warten nun seit zwei Monaten auf das funktionieren ihrer Codes in Nokias Onlineshops. Was schade ist, denn an sich ist das N810 mit 128 MB RAM, 800x480er Display, integriertem Keyboard und dem Ansatz, eben kein Mobiltelefon zu sein, ein potentieller Kandidat für ein gutes mobiles Surfbrett.
Bleibt der Asus Eee-PC; hier stellt sich die Frage, inwiefern ein 800x480er Display bei einem laptopartigen Gerät im Jahre 2008 sinnvoll ist; bei einem Internet-Tablett mag dies ja ausreichend sein, als Kompromiß zwischen Auflösung und Gerätegröße. Bei einem Laptop, mit dem man nicht nur, aber auch, surfen können soll — also, ich habe bei einem 1024x786er Display heute oftmals schon Probleme, aktuelle Seiten sinnvoll zu nutzen. Ähnlich äußerte sich auch schon neuerdings.com:
Wichtiger als ein richtig grosses Display ist denn auch die erhöhte Auflösung: In unserem Test erwiesen sich die 800 mal 480 Bildpunkte als ungenügend. Der Bildschirm selber müsste demnach nicht grösser, sondern lediglich mit mehr Pixeln gesegnet sein – und das wird er, hat Golem der China-Times entnommen: 1024 mal 600 Bildpunkte werden es angeblich sein, an denen sich Käufer des neuen EEE erfreuen können. Das ist zwar noch immer keine Kinoleinwand, aber wenigstens hat der EEE PC damit eine Darstellungshöhe, auf der auch die Konfigurationsfenster der Linux Anwendungen und beispielsweise die Werkzeugpalette des Grafikprogramms Gimp Platz finden.
Es wird mithin spannend, di eweitere Entwicklung im Bereich der UMPCs als auch der speziellen Kästchen wie N810 oder Eee-PC zu beobachten. Preislich wäre der Eee zumindest geeignet, viele Wohnzimmer zu bereichen — als Internet-Gadget bzw. -Tablett.