Also 26 °C in der Sonne, das ist doch schon mal ein Wort für einen 20. November, oder?
Daily Archives: 2009-11-20
#140conf – ein Rückblick
£ 425.00 – war es das wert? Dank eines Sponsorcodes (via Kodak) muß ich mir diese Frage nicht stellen, wobei der selbstbezahlte Flug (unter € 100,– »dank« easyjet.com) und Hotel (£ 150,–) plus Transfer und so weiter auch gehörig Löcher in die Reisekassen schossen.
Gut, ich gehe, vielleicht anders als z. B. @ifranz es tut, anders an solche Events heran. Ich bin, woran ich jedes Jahr im Frühjahr erinnert werde, keine 25 Lenze mehr, aber als ich in etwa 25 – plus/minus ‘n paar – war, waren die sog. »[IRC] Relay-Parties« – später abgelöst durch »Channel-Parties« – en vouge. Ich krieg’s jetzt grade zeitlich nicht mehr zusammen, aber irgendwann in dem Zeitrahmen waren auch die – von Netzbekannten bis -freunden organisierten – »Amiga-Treffen« ein steter Bestandteil meiner jährlichen Aktivitäten. »Meka«, das »Meeting Karlsruhe« hat es mehr oder minder in die Jetztzeit überlebt, glaube ich; persönlich war ich mit meinem Schlafsack IIRC nur einmal dort.
Letztlich hatte ich wohl einfach Glück; von den von mir besuchten RPs gibt es augenscheinlich keine Bilder mehr online, die mich in, äh, alkoholisiert-entspannter Pose zeigen würden. Dieses Glück haben heutige Kids (schülervz) oder Studis (studivz) eher nicht — ich nenne es auch gerne die »Gnade der frühen Geburt«, bevor Google & Co erschaffen wurden und das Netz ein Gedächtnis (durch entsprechende Dienste) hatte …
Insofern: Für mich wäre die #140conf weniger ein Quell spannender Informationen gewesen sondern die Reinkarnation einer RP in Zeiten von twitter: traf ich seinerzeit (endlich) mal Leute wie {insert_famous_gal_or_guy_here}, würde ich jetzt vielleicht Leute wie @spreeblick
oder den Sascha Lobo in freier Wildbahn erleben (evtl. sogar inkognito beobachten können) … Ja, insofern war meine Motivation, die Eintritts-Sponsorschaft anzunehen, vielleicht untypisch; andererseits: so ganz taufrisch waren die meisten Anwesenden auch nicht … Dank @Kodak_DE hat sich meine Erwartung mit sowohl @spreeblick als auch @tknuewer beim gemeinsamen Mittagessen erfüllt. Mehr Connections hätte ggf. noch die After-Show-Party gebracht,
zu der wir ( @_refugee_ und @ifranz sowie ich, @wusel aus Gründen der Erschöpfung und der vorgerückten Stunde nach extensiver experimenteller Photographie der Tower Bridge nicht mehr gingen.
Ich denke, ich habe viel gelernt über meine TZ7 an diesem Abend, außerdem viel über die aktuellen digitalen Spiegelreflex-Kameras (die gar nicht mehr immer einen Spiegel reflexen) … Über twitter, nunja, ich habe viel gehört von $company, die aus $diesen oder $jenen Gründen twitter einsetzt …
Well; I don’t neither own nor run a multi-million dollar company — aber ich als, vielleicht untypischer, Endkunde stellte doch eher schnell fest, ob ein @corp-Account bei twitter »ernst gemeint« ist oder Bullenscheiße aus dem Berater-Dunstkreis. So hat sich die ach-so-»Generation Now«-affine Vodafone bis heute nicht bei mir gemeldet, obwohl sie a) twitter nutzen und ich b) teils massiv über sie geläster-twittert habe (bewust, btw). Bei @Kodak_DE ist das evtl. etwas anderes, da wir uns seit dem #floatingcast auch face2face kennen (früher hätte man »persönlich« geschrieben; klingt heute komisch, oder?); aber ein anderes (Negativ-) Beispiel sei o2: als ich #pre vor dem Launch verwendete, folgte mir ein o2-Bot und ich bekamt teils sogar zielgerichtete Nachrichten von ihm (/ihr/wasauchimmer). Heute, d. h. seit knapp ‘ner Woche, twittere ich über den #Megafail von o2 bzgl. des Motorola Milestones, und was passiert: nixe. Das Schweigen im Walde ist LAUT, verglichen mit dem, was o2 zu deren Unwilligkeit, das Motorola Milestone auch zu verkaufen, schweigt …
Quintessenz: vielleicht war ich schlicht nicht $Zielgruppe. Was ich aber immer wieder wahrgenommen habe: das Unverständnis über die Tatsache, daß eine »Konferenz über twitter« ohne twitter-Nutzung gestattende Infrastruktur abgehalten wird. Klartext: es gab kein für die #140conf-Teilnehmer kostenlos nutzbares WLAN! o2 Indigo, der Tagungsort, wird »bewirtschaftet«, augenscheinlich auch auf den 802.11-Frequenzen; auf Anfrage gab es für eines der to-be-paid-for-WLANs Credentials für »Blogger«; wie der »offizielle« Ablauf sein sollte weiß ich nicht, da ich ein Gespräch mit @JeffreyHayzlett und einem mir unbekannten Blogger mitbekam. Letztlich habe ich für @ifranz einen Zugang gesichert – Papierzettel, aber sowas von 1.0 … –, da sein Mac nicht mit den von @Kodak_DE unter der Hand kommunizierten Zugängen spielen wollte. Mein Ubuntu wollte weder-noch, was ich leider erst gegen Ende des Tages realisierte — und den noch immer benutzten Windows-Treiber (via ndiswrapper) als Schuldigen ausmachte; mit »b43.ko«, dem nativen, nachprogrammierten Linux-Treiber für das Broadcom-WLAN-Chipset meines HP 2133 klappte die Verbindung zu allem WLAN-Netzen auf Anhieb …
Ich war auf keiner #140conf vorher — und werde freiwillig wohl auch keine mehr besuchen. Ich war auch noch niemals in New York oder San Francisco; sofern die #140conf dort ebenso stümperhaft abgehalten wurde, würde es mich wundern, falls dieses Format 2009 überlebt. Ich hege Mitgefühl für @Kodak_DE wo glaubhaft versichert wurde, daß derlei Dinge außerhalb dessen lagen, was ein Sponsor beeinflussen konnte (daher auch die »geheimen« Zugänge zum »Kodak-WLAN«) — was nur bedeuten kann, daß auch Kodak als großer Sponsor sich ggf. 2010 mehr einbringt in (oder konsequent aussteigt aus) diese Jeff-Pulver-Story …
Schade, letztlich. Die Idee an sich war ok: »You will find individual talks set to: 10 minutes; “Featured talks” 15 and 20 minutes and the various panel discussions are set for 15 and 20 minutes.«
Mindestens bei @spreeblick Session wurde aber der Zeitkorrekturstift angesetzt und ein Zeitziel von 5 Minuten angefragt; ich schätze einfach mal, daß das andern auch nicht gutgetan hat?
