Tcha. Nachdem mich Christian angefixt hat, habe ich am Wochenende mich weiter mit OpenShot 1.1.0 für Ubuntu 9.10 beschäftigt. Leider sind nicht alle Elaborate veröffentlichungsfähig, da mit teils fremdem Content versehen — einerseits habe ich mit dem »Chroma Key«-Effekt rumgespielt, in dem ich ein einfarbiges GIMP-Fenster mit meiner TZ7 abgefilmt habe und dann den (grünen) Bereich per Chroma-Key-Effekt freigestellt und darin dann einen Zusammenschnitt aus den drei Darbietungen von »Satellite« der »Unser-Star-für-Oslo«-Siegerin ablaufen lassen; hierbei wurden zwei DVB-S-Mitschnitte (Aufführung 2 und 3) sowie interessehalber ein WMV3-Extract des Clips vom NDR (Aufführung 1) verwendet, der (qualitativ minderwertige) NDR-Clip wurde per Effekt auf alt getrimmt (Grayscale und 3 Old-whatever-Effekte). Sieht ganz nett aus, zeigt aber auch gleich die Probleme: es gibt – oder ich finde nur – keine Hilfe zur Sound-/Bildsynchronisierung über verschiedene Tracks. Und da OpenShot auf meinem aktuell dafür genutzten Pentium-DualCore-Laptop Ton und auch Bild nur abgehackt in der Vorschau abzuspielen in der Lage ist, ist ein Zusammenschniit mehrerer unsynchroniserter Schnipsel eine ziemlich undankbare Aufgabe :(
Aber schlußendlich fiel mir dann der floatingcast-Event wieder ein, von dem ich ja auch noch Material auf Platte liegen habe; kurzerhand habe ich also den ifranznation-Betrag runtergeladen (ja, ich bin nun auch vimeo-Teilnehmer — und werde wohl eine Karteileiche bleiben, einerseits wegen der fehlenden Untersützung für Android (keine App; Bereitstellung für mobile Geräte nur als Pro-Mitglied), andererseits wegen der fehlenden Einbindbarkeit von HD Content für nicht-Pro-Mitglieder), in OpenShot importiert, meine eigenen Schnipsel dazugepackt – und mir dabei die Finger beim Synchronisieren der Schnipsel gebrochen – und noch ein paar »Titel« als Untertitel hinzugefügt:
Also, Hut ab! Das, was man – funktional, ohne Absturz – mit OpenShot machen kann, ist schon richtig Klasse für ein nicht-kommerzielles Produkt! Leider zeigt sich hier ein komisches Verhalten bei – mindestens – einem Clip: nach wenigen Sekkunen Laufzeit verändert sich die Abspielgeschwindigkeit in OpenShot in Richtung Zeitlupe; selbst das manuelle Umrendern per ffmpeg ändert daran nichts. Der/die fraglichen Dateien sind aber unauffällig beim Abspielen mit mplayer, lies: sie spielen ohne Probleme und durchgehend in der korrekten Geschwindigkeit … Ich habe nicht rausbekommen, wo das Problem liegt :( Anders als initial vermutet, liegt es jedenfalls nicht an unterschiedlichen Frameraten der Clips; damit kommt OpenShot gut klar. Ich rendere im Regelfall auf 1280x720p25, also das »(europäische) kleine HD-Format«, welches auch die meisten Rundfunkanstalten in Europa präferieren (wobei das sicherlich nicht mein Grund ist; jener ist weitaus simpler: ich haben nur 2 Systeme, die 1920×1080 nativ verarbeiten, konkret: anzeigen, können, 1280×720 ist außerdem das Format, welches sowohl die TZ7 als auch die Zi8 erzeigen können — und gegenüber 640×480 ist es mir hinreichend »High-Def« genug …). Diese Probleme traten auch nicht bei meinen eingangs geschilderten Versuchen mit DVB-S und dem NDR-WMV auf; vielleicht werde ich die Dateien später noch einmal genauer mir in OpenShot ansehen. Kurzum: OpenShot ist sicherlich kein professionelles Videoschnit- und -effektprogramm, aber für den Heimbereich unter Linux ein richtig nettes – und gut funktionierendes – Tool.