Whow. Wie schon getwittert, kam gestern morgen das Android-Tablet aus China an.
Technisch ist das ein platt- und groß gebügeltes Nokia N810, sprich resistiver Touchscreen von 800×480 Pixeln, WLAN, Linux. (Ok, das N810 war damals schon ausgereifter, verfügte über Bluetooth – aber es kam als »mobile Internet Device« vor dem Pad-Hype auf den Markt …)
Für einen Gerätepreis von 59,– EUR (zzgl. 29,– EUR Expressversand per DHL, in der Summe also 88,– EUR — zzgl. 47,– EUR Zoll und Einfuhrumsatzsteuer) habe ich nicht viel erwartet, und ich wurde auch nicht bezüglich der Nichtfunktion entttäuscht:
Die YouTube-Anwendung aus dem »AppMarket« kann irgendwie nur eines: abstürzen. Es ist mir jedenfalls weder gelungen, über diese »YouTube-App« YouTube-Videos anzusehen noch ist diese, wie bei allen »echten« Androiden seit jeher, integriert in den Browser und somit jener in der
Lage, bzw. hier eben nicht in der Lage, YouTube-Videos abzuspielen.
Gut, hinsichtlich YouTube – von Flash braucht man bei der Hardware sowieso nicht und bei dem Softwarestand erst techt nicht zu träumen – also mehr so Flaute — leider trifft das auch auf die Anwendungen zu, die auf die eingebaute – augenscheinlich wie befürchtet grottenschlechte – Winz-Cam zugreifen: Kamera & Camcorder. Der erste Nutzungsversuch führte zum Totalabsturz, und bislang ist es mir nicht gelungen, ein Foto zu schießen (bzw. die gespeicherte Datei zu
Daß es keinen echten Zugang zu Googles Android Market geben würde, hatte ich ja befürchtet erwartet; der »App Market« ist aber bestenfalls ein lahmer Ersatz hierfür. Apps, die per Downloadlink zum .apk verfügbar sind, kann man zwar per Browser runterladen; dies schließt aber faktisch derzeit alle Anwendungen aus, die kostenpflichtig sind im Android Market …
Leider scheint die Hardware auch so knapp bemessen, daß der Startbildschirm chronisch »nicht antwortet«; die Rückkehr auf den initialen Screen jedenfalls ist immer wieder ein »Abenteuer«. Daß letztlich die »Bilder«-Anwendung den vorhandenen Bildschirm nicht ausnutzt, mag schlicht daran liegen, daß bei Android 1.6 Bildschirmgrößen ungleich, IIRC, 320×240, nicht vorgesehen waren … was man auch klar bei der Benachrichtigungszeile erkennen kann …
Zwischenfazit also: die rd. 60,– EUR für die Hardware sind für einen »Bastler« voll ok; die »logistischen Kosten« von rd. 80,– EUR »on top« stehen imho – und da unterscheide ich mich von anderen Bloggern – in keinem Verhältnis zur Nützlichkeit des »Tablets«.