Motorola: Bestandskunden == arme Säue?

Wie unfähig kann ein Handyhersteller eigentlich sein? Bei Motorola stellt sich mir diese Frage nicht mehr, nachdem nun endgültig das Vertrauen in jenes Unternehmen verloren ging. Das hochpreisige Motorola Milestone wird faktisch vom Hersteller nicht mehr supportet; erst nach über einem Jahr bequemt man sich – vielleicht, denn Termine ankündigen und sie später nicht einzuhalten ist das Einzige, das Motorola bislang hinsichtlich einer aktiuellen Android-Version für das Milestone zustande gebracht hat –, die schon jetzt veraltete Android-Version 2.2 auf das Milestone zu bringen. Aktuell ist heute leider schon 2.3, mit 3.0 (zumindest für Tablets) anklopfend, wenn Motorola – vielleicht, vielleicht auch nicht – endlich 2.2 zu liefern sich willig zeigt.
Ein Armutszeugnis — und gewiß eine Warnung an alle potentiellen Interessenten des Motorola Xoom-Tablets, welches aktuell als erstes Android-3.0-Gerät am Markt am Markt erwartet wird, nicht auf Produkt- oder Kundenpflege nach dem Kauf zu setzen. Denn das, so lehrt die Erfahrung, bieten chinesische Nachbauer noch eher als Motorola. Und anders als Motorola unterbinden jene nicht die Selbsthlfe; Motorola hingegen sperrt den Kunden auch noch von der gekaufenten Hardware durch kryptographische Verfahren aus.
Mein Milestone mit Android 2.1 Update 1 hat jedenfalls nach wie vor Probleme mit dem Autofokus, der Blitz löst, scheinbar tagesformabhängig, mal nur Sekundenbruchteile aus und die QUalität der Videos ist nach wie vor unterirdisch. Die Fotoprobleme bestehen wohlgemerkt mit der Android-eigenen Kamera-Anwendung als auch mit Vignette, Camera 360 und Co.

Hardwarefreak

Ich gestehe, ich bin ein bißchen verrückt.
Verrückt nach »hackable Hardware«, was aber primär der lausigen Firmware ansonsten potenter Hardware geschuldet ist.
Ich weiß nicht, was ich in einer Welt machen würde, die nicht dank BSD-Lizenz, GPL und Linux den Weg genommen hätte, den diese, in der ich existiere, genommen hat; vielleicht wäre ich tatsächlich Gärtner geworden … In dieser Welt allerdings reizt es mich, meine Vorstellung davon, wie Gadgets funktionieren sollten, auch umzusetzen. Auch im Rahmen von Trial and Error wie jüngst beim InfoFrame; nicht jedes geekige Gadget paßt in jede Lebensituation ;-)
Nun denn, auf der Suche nach sinnvollerer Hardware für »meinen« Infoframe bin ich einerseits auf den Insignia Infocast 8″ gestoßen, quasi ein »Chumby on Speed« (schnelle ARM-CPU, 800x480er Display) – über einen Bekannten, der mir auch schon meinen Pink PogoPlug besorgte, sollte ein Testmuster diese Woche in D erscheinen –, sowie jüngst auf den leider schon ausverkauften O2 Joggler – ein grade aus der Bucht gefischtes Exemplar bringt ein (Ex-) Kollege hoffentlich nächste Woche nach Berlin. Denn, bei aller Liebe, ein interaktionsloser Bilderrahmen an der Wand ist doch eher lame.
Das mit der Diashow und der permanenten Zeitanzeige ist schon mal nett. Hinweise per Einblendung, wie z. B. das das Terrarium wieder der täglichen kurzen Aufmerksamkeit bedarf, sind praktisch. Aber einen Kalender möchte man ggf. jetzt einsehen und nicht Minuten auf die vorgefertigte Grafik warten. Die Schaltzeiten der Terrariumswärmequellen möchte man direkt beeinflussen könne und nicht erst den Webbrowser auf dem Netbook starten. Die Squeeze Center-Infrastruktur möchte man ggf. an einem festen Ort bedienen können und nicht nur von grade abwesenden/leeren Androiden oder eben dem Netbook (via Web-UI).
Mal sehen, was sich davon auf Joggler (Atom-, also x86-based) und Infocast (ARM-based) wird umsetzen lassen; insbesondere hoffe ich ja, daß der Joggler sich als VDR-Frontend bewähjren könnte, das hätte definitiv was …
Und in der Zwischenzeit, wärend ich mit jener Hardware rumspiele, mag bitte das gemeine Android-Tablet mit jenseits 800 MHz, HW-Beschleunigung für Grafik und Android >2.1 auf um die 100 EUR sinken, dann kann man sowas auch guten Gewissens in der Küche liegen lassen (wo es ggf. verwechselt wird mit einem hitzebständigen Untersetzer :->) ….