Provider und ihre vermeintlichen Pfründe

Als ich noch Angestellter bei Telefónica (O2 gehörte da schon zum Konzern) war, freute es mich, daß »mein Arbeitgeber« mal mit gutem Beispiel voranging und diesem ganzen Blödsinn mit »Internet Flatrate*«, sprich den Sternchen-Tarifen, mutig den Kampf ansagte, indem man VoIP, Instant Messaging u. dgl. mehr eben nicht mehr explizit vom »Internet« ausklammerte.
Vorbei diese Zeit ist es den Anschein hat:

Hallo zusammen,
hier einmal unsere internen Definitionen (aus der besagten Wissensdatenbank, auf die alle Mitarbeiter Zugang haben) zu dem Thema.
Big-Screen (Tethering nur mit Internet-Pack-L und Alttarifen)
Alle internetfähigen Geräte, die keine Möglichkeit bieten eine leitungsvermittelte Telefonieverbindung (also nicht VoIP) herzustellen. Hierzu gehören bspw. alle Surfsticks, Modems, Router, Huawei E5, etc.
Auch Tablet PCs ohne Telefoniefunktion gehören in diese Kategorie (z.B. Samsung Galaxy Tab Wifi)
Ausname: Das Apple iPad zählt zu den Small-Screen-Geräten obwohl keine Telefoniemöglichkeit besteht.
Small-Screen (Tethering mit allen Tarifen erlaubt)
Alle internetfähigen Geräte mit denen man über das Mobilfunknetz (leitungsvermittelt – nicht VoIP) telefonieren kann und das iPad. Es gehören also bspw. alle normalen Mobiltelefone und Smartphones dazu.
Tablet PCs wie das Samsung Galaxy Tab (mit dem man ja auch telefonieren kann…) gehören auch in diese Kategorie.
Noch Fragen?

 
Schon coole Leute da im O2-Marketing, oder? Statt konsequent zu sein: Sonderlocke für das iPad. Und da man über UMTS-Sticks ja durchaus auch telefonieren kann, fallen jene aus »alle Surfsticks« wieder raus. Hat sich auf dem Golfplatz wahrscheinlich noch nicht rumgesprochen ;)
Aber zum Glück kann mir diese Kleinkariertheit egal sein (und ist es mir ehrlich gesagt auch – wenn da »Internet« draufsteht, ist »Internet« drin, egal, was die Sterne sagen), denn ich mache i. d. R. nur VPN-Traffic zwischen meiner »Heimatbasis« und dem mobile Endgerät über die 3G-Verbindung. VoIP o. ä. mache ich mit meinen eigenen IPs, das ach-so-wertvolle Providernetz wird nur als Datentrampelpfad zwischen A und B eingesetzt — mithin so, wie gerade die Mobilfunker sich nie sehen woll(t)en, als reiner IP-Transport-Dienst. You get what you * for …

Fritz!OS: Stick-based telephony …

So, nachdem AVM die 7270 noch mit einer Labor-Firmware von »Fritz!OS« bedenkt – die nahezu baugleiche 7570 aber zum Alteisen stempelt (und alle so: »Schämt Euch!«) –, habe ich mal meine 3,6/0,38-Sticks (Huawei E210, E160, E1550) durch 7,2/5,8 MBit-fähige Sticks (E1750C) ersetzt und mit der Voice-Option rumgespielt.
Ja. Schon cool. Ich könnte jetzt mein Fritz!Box-Netzwerk so konfigurieren, daß Mobilfunkanrufe über diese Box mit FONIC-SIM rausgehen bzw. in GT als auch in B einen solchen stecken — erst nach dem Bucht-Kauf weiterer 7270er allerdings, denn AVM unterstützt die jüngere 7570, von der ich drei Boxen habe, ja nicht mehr.
9 Cent pro Minute ist günstiger als die deutlich über 10 Cent/Minute liegenden Tarife von sowohl Telekom als auch Alice. (Und bevor wieder jemand mosert: einen AGB-Verstoß (»unentgeltliche Überlassung an Dritte«) sehe ich nicht – der ganze Kram wird von einem, meinem, Konto gespeist, insofern ist meine Familie kein »Dritter« im rechtlichen Sinn; es sind (legitime) Nutzer meines Telefoniesetups.)
Allerdings sind 9 Cent/Minute brutto 155% der 5,8 Cent/Minute (inkl. Schäuble-Abgabe MwSt), die localphone.com verlangt (siehe Kommentare). Ich denke, ich werde den Anbieter mal parallel austesten …