SPIEGEL ONLINE zu Studivz ..

In einem englischsprachigen Artikel auf SPIEGEL Online gibt es augenscheinlich erstmals Aussagen des Hosters von Studivz:

The problem is that as many as two-thirds of all registered users may be logged on at the same time, according to Dariani. The servers and the site itself simply cannot keep up with the traffic. The problem, of course, is one many Internet start-ups run into. The solution? Buy more equipment.
Yet what sounds easy enough, isn’t in the case of StudiVZ. Dariani’s host, Telefónica/O2 has so far refused – and he is furious. He says that Telefónica wants cash upfront before it will deliver the new servers – despite an original installment agreement. A breach of contract, says Dariani.
Telefónica, not surprisingly, sees things differently. “It is true that there were delays in the provision of servers to StudiVZ,” Telefónica spokesman Nadine Kleinert concedes. But “in our view, the performance problems on the StudiVZ Internet pages are not caused by a lack of servers, but rather by their own Web applications, which are the sole responsibility of StudiVZ,” she told SPIEGEL ONLINE.
Meanwhile, the real losers are the thousands of frustrated students who can no longer access their accounts. “Awesome idea, awesome implementation. With a few servers and a little patience, the whole thing will soon be running without problems,” writes Mohammad Al-Bayati from the University of Duisburg-Essen on the site’s notice board.

 
Weitere interessante Informationen hat auch blogbar parat, insbesondere über die eher laienhaft umgesetzt scheinenden internationalen Auftritte.

Komisch. In der einzigen Meldung im Handelsregister finde ich dagegen:
Vertretungsregelung: Ist ein Director bestellt, vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Directors bestellt, wird die Gesellschaft durch sämtliche Directors gemeinschaftlich vertreten. Einzelvertretungsbefugnis kann erteilt werden. Director:; Bemmann, Dennis, *28.07.1978, Berlin; mit der Befugnis die Gesellschaft allein zu vertreten; Director:; Dariani, Ehssan, *15.07.1980, Berlin; mit der Befugnis die Gesellschaft allein zu vertreten

 
Kein Michael Brehm. Könnte es sein, dass StudiVZ Ltd. vielleicht noch einen Termin beim Amtsgericht beantragen sollte, um Michael Brehm nachtragen zu lassen? Und wäre es nicht klug, den Firmennamen zu nennen, der eben nicht StudiLN, StudiQG.fr ist, sondern in jedem Fall StudiVZ Ltd.? Vielleicht ist es für manche ja wichtig zu wissen, dass ihr Vertragspartner formal kein Projekt dreier Studenten oder eine echte Firma im jeweiligen Heimatland, sondern eine deutsche Zweigniederlassung einer englischen Brieflkastenfirma mit sehr beschränkter Haftung im, grob gesagt, Gegenwert einiger Abmahnung in diesem Geschäftsbereich ist.

 
Als Service für neue Leser dieses Blogs sei auf Studivz – Eine Zusammenfassung der Ereignisse verwiesen; so spart man sich extrem-link-verfolging durch die diversen Blogs zum Thema.
Auch Kritik an StudiVZ nicht erwünscht? faßt die Ereignisse bis Ende Oktober 2006 noch mal zusammen. Und da noch aktuell, nochmal der Verweis auf eine weitere Site, die um die Gunst der Studis buhlen möchte.
Es bleibt spannend im Social-Networking-Bereich …

Social Networks, die Nächste

mmyNews hat mich auf eine spannende Entwicklung aufmerksam gemacht: www.campusfriends.de — das nächste StudiNetzwerk aus Berlin (verantwortlich lt. Impressum: »Campusfriends.de, Sabine Drill, Lerbacher Weg 47, 12249 Berlin«).
Kinners, wenn das so weitergeht, gibt’s in 5 Jahren mehr StudentenNetzwerkButzen als Studenten in Berlin … Wie auch immer, erst einmal ist mir das ein Blase2.0-Symbol wert, schaun’ wir mal, wie das so weitergeht … Zumindest stapeln sie nicht tief; man scheint von der Dariani-Truppe gelernt zu haben:

CAMPUSFRIENDS wird mittel- und langfristig das bedeutendste Alumni-Netzwerk darstellen, da CAMPUSFRIENDS die künftigen Alumni in großer Zahl bereits als Studenten gewinnt. CAMPUSFRIENDS kann hier die Bemühungen einzelner Hochschulen unterstützen, den Kontakt zu den Alumni zu intensivieren.

 
Lt. Alexa hat www.pennervz.de schon www.unister.de überholt — und wenn Ihr alle brav weiter blogdoch.net lest, dann holt blogdoch unister auch noch. studivz.de ist, noch?, weit in Führung, aber was nicht ist …
Apropros, pennerStudivz: es könnte der Eindruck entstande sein, ich hätte was gegen Studivz oder ähnliche Dienste. Dem ist nicht so; mir persönlich fehlt zwar diesen Netzwerken der finale Netzwerk-Kick, da ich nur innerhalb einer Umgebung meine Konkakte knüpfen kann.
Über openBC aber habe ich schon viele liebe, alte ;) Bekannte wiedergefunden; dem Jungvolk wird es bei hinreichend gut mit Teilnehmern ausstaffierten anderen Verzeichnissen ähnlich gehen. Und da, stehe man dazu wie man will, schießt Studivz, das muß man neidlos anerkennen, einfach den Vogel ab.
Was mich aber ankotzt ist das Took-Over-Everything-Gehabe, was grade bei öffentlichen Äußerungen der Studivzler um sich greift; auch deshalb halte ich den BOO nach dem Online Star für gerechtfertigt.
Gut, jetzt greift noch mit Westeins die WAZ-Gruppe nach Ruhm und Ähre — es wird nicht der letzte OldEconomy-Tanker sein, der Bubbles im Blase2.0-See machen will.
Es bleibt also spannend ;)

La Fonera — jetzt auch freizügig

Wie unter anderem bei Golem und heise online berichtet wird, haben zwei Studenten einen Weg gefunden, den subventionierten WLAN-Router von FON »zu öffnen« — auch dieses Mal wieder, wie seinerzeit bei den ersten Linksys WRT54G-Hacks, über nicht 100%ig korrekt bereinigte Usereingaben (damals über das »ping«-Kommando, heute mit Hilfe von Perls WWW::Mechanize via FON-Webfrontend).
Was bringt’s? Neue Firmware aufzuspielen ist keine Option:

So exchanging the firmware is out of option, since there is no way of uploading a working firmware image without posession of the correct cryptographic key: This has also been an issue with the TiVo digital video recorder.

 
Was man aber tun kann ist, die Möglichkeiten FONs, den Router (um-) zu konfigurieren, unterbinden oder zumindest kontrollieren. Hmm. Aus Sicht von FON nicht nett, aber damit war eigentlich zu rechnen; andererseits kosten mit Linux laufende WLAN-Router heute nicht mehr signifikant über 40,– EUR (RTL8186-basierte Kistchen wie etliche von Edimax z. B.) …