Hotlinking — why not?

Hmm. Hotlinking tötet also kleine Muschis Kätzchen? Gut, besser als das althergebrachte Ertränken wahrscheinlich, Kittenkilling2.0 quasi.
Doch unter dem 2.0‐Aspekt — kann man da noch gegen Hotlinking sein, gar dies aktiv zu unterbinden versuchen? Sind wir nicht alle ein bißchen Bl*na?
Ist nicht willenlose sinnlose quasi-chaotische Verknüpfung von allem mit jedem grade das, was »Web 2.0« ausmacht?

(Und schreibt man »von Allem mit Jedem«? Diese neue Mittelinkschreibung treibt mich irgendwann noch in den Wahn.)

Studivz: Down für 5 Tage — Zeit genug für eine Renovierung?

Montag morgen, kurzer Rückblick: seit Donnerstag ist unsere aller Blogliebling, das Produkt der Gruschel‐WGLtd. aus Birmingham Berlin der Hauptstadt namens »Studiverzeichnis«, platt. Stecker gezogen, nichts geht mehr.
Derweil die Site down ist und das hastig aufgesetzte Testsystem der vorsichtigen Betastung durch kostengünstige Nachwuchssicherheitsspezialisten harrt, ist nun auch nicht mehr sicher, ob Einträge von »studiVZ Team« im Firmenblog wirklich vom vermeintlichen Absender stammen. Wie lautet die Steigerung von »GAU«, dem größten anzunehmenden Unfall?
Zunehmend lästig für die Blog‐Berichterstattung wird die mangelhafte Haltbarkeit von Seiteninhalten; nachdem in der Vergangenheit schon Google & Co. bemüht werden mußten, hastig gelöschten Content per Screenshot zu konservieren, bin (wohl nicht nur) ich zum generellen Screenshoting übergegangen — wieder mal zu recht, wie das Blog von Mark E Seremet beweist.
Mark hatte am 30. November 2006 sich nochmal zu Ehssan Darianis Praktikantendasein bei spreadshirt USA geäußert, Tenor »I would not have bet on Ehssan at the time because I thought he was too much of a loose cannon – he reminds me of the dude running American Apparel.«
Mark hat sein Update vom 30.11.06 mittlerweile geändert und die negativen Kommentare zu Ehssan Dariani, dem vielzitierten Gründer von Studivz, entfernt. Grund:

UPDATE: I HAVE RECEIVED NUMEROUS EMAILS ABOUT MY DECISION TO EDIT THIS POST – REMOVING MY PERSONAL RECOLLECTIONS OF ED. FRANKLY, I AM NOT TRYING TO PROTECT ANYONE BUT I ALSO DON’T WANT TO PARTICIPATE IN A FEEDING FRENZY (NO 2 ON ALEXA? – FOR THIS). IT SEEMS TO ME THAT ED HAS HUNG HIMSELF AND MY REMARKS ONLY ADD TO A FIRE THAT IS ALREADY ABLAZE. MY KEY OPINION IS FOUND IN MY LAST PARAGRAPH HERE.

 
Nice try ;) Die ursprüngliche Fassung von Marks Blog-Artikel namens looks‐like‐i‐was‐right‐about‐studivz kann von dieser Seite abgerufen werden …
Wie geht’s nun weiter? Studivz hat sich allem Anschein nach endlich fähige Coder hinzugezogen. Arash Yalpani kann zwar auch nicht schneller Coden als die Sonne sich um die Erde dreht, aber wenigstens kennt er sich (nach Selbsteinschätzung) mit vielen latent relevanten Themen aus — lies: Praktiker (Yalpani) vs. Theoretiker (Bemmann) nun an der Tastatur?
Wie auch immer, die nun mindestens fünftägige Downtime nötigt mir einigen Respekt ab; die von Don Alphonso und anderen, mich eingeschlossen, gerne konstatierte »Beratungsresistenz« scheint passé — wobei natürlich die Frage offen bleibt, welches Kraut sie rauchten welcher Teufel Manfred, »Datenschutzbeauftragter von studiVZ«, geritten hat, die Wirksysteme zum Abschuß freizugeben …
Lassen wir uns überraschen; ich denke, auch unter der Führung von Yalpani wird man in fünf Tagen keine Wunder vollbringen können — aber vielleicht werden ja die gröbsten Lecks der mit schwerer Schlagseite willentlich in einen Orkan dirigierten Jolle abgedichtet? Wobei, nach Offenlegung des »Verschlüsselungsmechanismus« der IDs — was, außer einem Austausch dieses Mechanismus, wäre mehr als das Kleben eines Heftpflasters auf einen Trümmerbruch?