»it's just a game«

Aus dem Opener wurde ein piss-off: »J*J« mochte einen Link auf seinen Blogeintrag WG-Party Clubgame ohne Targets nicht, wie auf fimpern.de (noch?) nachzulesen ist:

Samstag, 24 Februar, 2007, 15:28

die Länge deines Beitrags zeigt schon dass du nicht viel damit anfangen kannst. Dann musst du es auch nicht verlinken. Ein recherchierter Beitrag ists wohl nicht. Ich sehe es eher als Persönlichen Angriff auf meine Person. Wenn der Beitrag nicht gelöscht wird werde ich rechtliche Schritte einleiten.

 
Gleich die große Keule also? Worum geht’s? fimpern.de hatte, IIRC unter der Überschrift »Es gibt Leben …« auf den Artikel von »J*J« verlinkt, ich glaube mit den Worten »… auf dem Boden den Tümpels.« (FTR: Interessanterweise ist das ein Stil, den corona selbst vor gar nicht allzulanger Zeit erst thematisierte.)
Aber wieso regt sich »J*J« so auf?

Samstag, 24 Februar, 2007, 18:48

Ich finde die Bezeichnung am “Boden des Tümepls” nicht gerade nett. Außerdem verstehe ich nicht was dein Blog mit PickUp zu tun hat. Insofern ist mein Blog unrelated material.
Ich weiß nicht ob man meinen Post witzig finden sollte.. aber das ist wohl dem Leser überlassen.
Wenns dir nichts ausmacht würde ich dich bitten den Post zu entfernen, zwingen kann ich dich natürlich nicht. Ich sehe aber nicht viel Sinn einen FieldReport von mir der Öffentlichkeit zugänglich zu machen die nichts von PU versteht

 
PickUp? Die amerikanische Version des Pritschenwagens? Der olle Keks mit Schokolade? Let’s Google — siehe da, unter Link Nr. 8 ist Jeans*Joes Blog » Yet another PickUp-Artist Blog zu finden.
Wir lernen also: Jeans*Joe ist ein sog. PickUp-Artist oder PUA, nicht zu verwechseln mit Science-Fiction‐Figuren. Auf einer anderen Seite warnt J*J vor Mißverständnissen beim Besuch der Site durch Unwissende:

Dies ist ein Blog übe PickUp. Wen du nicht weiß was das ist ist es besser du verlässt diese Seite sofort, da sie nicht für dich gedacht ist und du alle geführten Posts und Inhalte höchstwahrscheinlich falsch verstehst. Du kannst ohnehin nur die Hälfte verstehen das viele Fachbegriffe verwendet werden.
Es werden einige Vorurteile Aufkommen da, so schön der Prozess auch ist, Verführung in Deutschlnd wie im Ausland sehr verrufen ist

 
Fürwar, steht doch bei Wikipedia: »Verführung bedeutet im allgemeinen Sprachgebrauch, eine Person so zu “manipulieren”, dass sie etwas tut, was sie eigentlich nicht wollte (z.B. etwas kaufen). Im Speziellen bedeutet Verführung eine Form der gewaltfreien Überwindung von Widerständen zum Erreichen sexueller Befriedigung, z.B. durch das Herstellen einer erotischen Atmosphäre.«
PickUp-Artist. Sarging. Hä? Ok, das Blog wurde mit »A hedonistic Worldpicture« untertitelt; hedonistisch ist aber nicht das Wort, welches mir zuerst in den Sinn kommt bei den Erzählungen bzw. »Field Reports«, bei denen es um »Sets« (so wie beim Kartenspiel?), verschiedenste »C« (»Closes«: »FC« für »fuck close«, »#C« für »(phone-)number close«, »KC« für »kiss close« usw.) geht …

[…] Ich ging zu einem meiner Bekannten, und er war gerade mit einem anderen in einem Set. […] 2 AFCs, irgendwo Naturals aber voll bis obenhin so dass sie sich am Tresen festhalten müssen “gamen” eine Blonde die auch voll bis oben hin ist. Ich verderbe erstmal meinem Freund das Set: “Boah lass die Finger von der, die is dicht bis obenhin. Irgendwo hab ich auch meine Skrupel, die kannste doch nicht ficken. […] Sie hat sich dann umgedreht und ich hab gesehn dass es eine 7,5 ist und damit fast das heißeste im Club. ab dem Moment war mein freund vergessen und vorallem das was ich gesagt hatte. “Hey!, wie heißt du?” Die beiden Jungs waren aus dem Set, und ich war drin. […] Ich biete ihr #C an und sie meint StudiVZ Close. Also schreibt sie mir ihren Namen auf. Zum Abschied lass ich mir ein Küsschen auf die Backe geben, es werden zwei. Und wieder lasse ich mir nichts anmerken von der Freude die ich Innerlich gerade habe. […]
Ich hätte gerne einen Lay gehabt, aber das Publikum war nicht ganz dafür geeignet. Alles Studenten, meist Frauen und Männer gemischt da (sprich, die Mädels waren nicht gerade auf Männersuche), eine 7,5 war das höchste im Club – nach internationalen Maßstäben wäre das eine 5 gewesen… Aber egal.

 
Oder als Kurzfassung: Joe, unser Jeansliebhaber, hält betrunkene Freunde vom »gamen« mit einer ebenfalls strandhaubitzigen Blonden ab, stellt dann fest, daß sie das schärfste Gerät im Haus verkörpert und schmeißt nun seine Skrupel über Bord, neues Ziel: vielleicht ein FC?
Nun gut, ich weiß nichts über den »Club« und seine Klientel; ich kann auch derzeit mit dem Begriff des »Game« nichts anfangen. In dubio pro reo denke ich mal, daß das alles »Gamer« waren und alle die Regeln kannten — es also sich nicht um eine, meines Erachtens eher fragwürdige, generelle Reduzierung des weiblichen Geschlechts auf FBs oder reine Objekte für FCs handelt? Wobei mich die codereiche »Fachsprache« schon an spätpubertäre Unterhaltungen aus schlechten TV‐Filmen erinnert; dank Internet hat »Eis am Stil« ausgedient, in Textform kann man sich nun entsprechende Stories aka »Lay Reports« zu Gemüte führen. (Warum komme ich grade immer wieder auf den »Eis am Stil«‐Titel »Hasenjagd«?)
Aber hey, ob J*J nun der größte Aufreißer oder nur Aufschneider unter der Sonne ist — interessiert das irgendwen? Warum macht jemand ein Blog auf — und droht Leuten, die auf ihn verlinken, gleich mit »rechtlichen Schritten«?
Lieber Joe, der Du Deinen richtigen Namen nicht auf der Site angibst (liege ich mit »Joh

[EDIT: unkenntlich gemacht]

*« und der Hausnummer 7 richtig?), es ist relativ einfach mit den Blogs und dem Internet als solchen: sage, schreibe, veröffentliche nichts, was Dir vielleicht peinlich sein könnte. Wenn Du es aber tust, wenn Du öffentlich über Deine Essgewohnheiten, Deinen Stuhlgang, Deine soziale Situation und/oder Deine Sexualkontakte in Deinem Blog schreibst, wirst Du damit leben müssen, daß a) andere das lesen (und für sich bewerten) und b), grade weil es ein Blog ist, andere Blogs darauf verlinken. In diesem Sinne freue ich mich also auf Deinen ersten LR.

Ein guter Grund …

… für mich, erst einmal kein Actimel mehr zu kaufen, ist dieser hirnrissig und packungsaufreißend aufgebrachte Aufkleber, der irgend was über »5 gute Gründe« mir erzählen wollte. Da beim Auseinanderbrechen der 4er‐Packung dieser blöde Aufkleber die Folie eines der Becher mit abriß, sodaß sich dessen Inhalt über Kühlschrank und Küchenfußboden verteilte, bin ich bedient und werde derlei Mist von Danone zukünftig meiden. Ganz an Danone-Produkten vorbei allerdings kommt man ja leider nur schwer …