Eines muß man den Amis ja lassen, …

… ihre Gesetze klingen oftmals einfach geil:

Derartige Aktivitäten verbietet in den USA das Ende 2003 verabschiedete Antispam-Gesetz, der CAN-SPAM Act (Controlling the Assault of Non-Solicited Pornography and Marketing Act).
Quelle: heise online

 
»Can SPAM«, auch wenn in der Übersetzung zweideutig, dürfte wohl »verklappe SPAM in eine Dose« die indentierte Bedeutung sein.
»CAN-SPAM Act«, das klingt ungleich geiler als »UWG«. Und anders als im letzteren kann bei den Amis das Opfer klagen; in der Verbänderepublik Bundesrepublik Deutschland könnte das ja zur Überlastung der unabhängigen (auch unabhängig von festen Arbeitszeiten oder derlei Lasten) Richter führen und ist damit nur für »direkte Mitbewerber, Verbraucherverbände sowie die Industrie- und Handelskammern« zulässig.
Warum übernehmen wir immer nur die negativen Dinge, wie z. B. die panische Einschränkung von Bürgerrechten als Antwort auf den internationalen Terrorismus (und, natürlich, auf die Millionen von Raubkopierern, die die Musikindustrie durch unerwünschte Kopien kanibalisieren)? *seufz*

Pownced

Hmm. Also … Meine ersten Eindrücke von Pownce sind ernüchternd.

Vorwegschicken möchte ich, daß der Test unter Fedora Core 6 mit Firefox 1.5.0.10, as distributed by Fedora, vorgenommen wurde — FC mochte Firefox’ 2er-Release seinerzeit nicht, das Passwort-im-Klartext-Problem mag auf die FF-Version zurückzuführen sein …

Anyway, dank Pierro, der in seinem Blog anbot, einzuladen, durfte ich mich nun auch bei Pownce anmelden — und darf auch 6 Einladungen vergeben: wer hat noch nicht, wer will noch mal? ;)
Latent lustig finde ich die Geschlechtswahl[/url] bei der Anmeldung — ob das für Jugendliche ab 13 Jahren (Mindestalter für Pownce-Beitritt) wo richtig sinnvoll ist? Nunja, ich habe mein Geschlecht dann einfach mal vor allen verborgen — nicht, daß mich jemand unsittlich zu berühren trachtet ;)
Nun habe ich mir MySpace und Konsorten noch nicht angetan – ich hoste meinen Content ja lieber selbst, da weiß ich wenigstens, wem ich an die Cochones die Unbill zu verdanken habe. Insofern reißt mich – und augenscheinlich auch Blog-Kollege corona aka El Burro nicht – nun keine der offensichtlichen Funktionen – Profil anpassen, öffentlich und privat Nachrichten, Links, Files austauschen, Ausloggen – wirklich vom Hocker. Das Design ist ansprechender, aus meiner Sicht, als das doch arg psychadelische von Twitter, aber anders als Twitter ist Pownce augenscheinlich eine gewollt geschlossene Kiste. Email-Benachrichtigung ja, Anbindung an SMS (oder gar MMS!) nein.
Hinzu kommt, zumindest bei meinem Testsetup (s. o.), daß im Browser gespeicherte Credentials auf der Einstiegsseite von Pownce vom Firefox im Klartext eingefügt werden und somit das Password sichtbar wird.
Sicherlich kein Beinbuch, im Internet-Café wird man das sicherlich nicht speichern und wenn man das Passwort selbst eintippt, landen da brav die bekannten Sternchen statt der eigentlichen Zeichen – aber vielleicht möchte ich ja auch zu Hause nicht, daß jeder mein Passwort sehen kann?
As time permits werde ich mir Pownce weiter ansehen; aber als »Freiluftblogger« bringt es mir derzeit glaube ich nichts — anders als bei Twitter scheint es mir keinen wirklichen Mehrwert dem Web2.0 hinzuzufügen? YMMV, die Diskussion sei eröffnet; und Twitter stand ich ja erst auch arg skeptisch gegenüber ;) In Anlenung an Frank Helmschrotts Aktion »Pownce-Einladung gegen Meinung« würde ich mich über die Zeit auch über Links zu Pownce-, Twitter- etc. -Beiträgen im eigenen Blog freuen — grade beim Thema Dateiaustausch ist mir irgendwie gar nicht klar, wieso dies jene Dienste so interessant macht, mag aber an meiner Do-it-yourself-Neigung (und den Mitteln dazu) liegen …