N95: Lost in the City

Frustblogging …
Samstag in Rheda-Wiedenbrück, mein schniekes N95 sollte mal zeigen, was es kann, nämlich uns zurück zur Straße lotsen, wo ich mein Auto abgestellt hatte (wieso, weshalb, warum … ist eine längere Geschichte).
Nokias obercoole Kartenanwendung böte ja die Möglichkeit, vom per GPS lokalisierten Standort aus einen Weg, auch als Fußgänger, zum Zielort zu berechnen. Aber, der geneigte Leser ahnt es, dazu müßte dieses olle Stück Altmetall auch in endlicher Zeit mal einen GPS-fix zustande bringen. Aber dazu war mein RM-159 mit V 11.0.026 vom 17.04.07 über mehr als fünf Minuten nicht in der Lage!
Zur Ehrenrettung der prinzipiellen Funktion habe ich dann mein 2+ Jahre altes XAIOX BT-GPS (müßte ‘n Sirf II oder III drin haben, 12+ Satelliten trackt es jedenfalls, was nicht immer von Vorteil ist, aber normalerweise eine recht gute Positionsbestimmung zuläßt) als Orientierungsgeber verwendet — this worked like a charm.
Da fragt man sich natürlich schon, warum Nokia GPS-Hardware von vor dem Ersten Weltkrieg in ihr (Feature-) Flagschiff eingebaut hat. War’s der Preis? Oder einfach Unvermögen? Sollte doch die alte Redewendung – »Schuster, bleib bei Deinem Leisten«

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– zutreffen?
Warum es auch immer so ist: Im praktischen Einsatz sind die im N95 verbauten GPS-Schlachtabfälle jedenfalls – IMHO, versteht sich – schlicht unbrauchbar. Beruhigend ist es, dann zu erfahren, daß für das N95 8GB keine leistungsfähigere funktionalere Hardware verbaut wurde. So kann man sich weiterhin rühmen, daß beste GPS zu besitzen, welches Nokia in einem UMTS-Handy verbaut hat. (Navigieren geht damit zwar bei Bedarf eher selten, aber das Wissen gibt einem wenigstens ein warmes Gefühl im Schritt, während man orientierungslos Passanten nach dem Weg fragt — ein ob des fast leeren Akkus kläglich winselndes N95 schamhaft verstecken wollend.)
Ach so: das Auto haben wir dann anhand der großzügig verteilten Stadtpläne schneller gefunden als per Nokia-GPS-Anwendung … R0x0r.

[sup]*[/sup] Insofern mag der Verzicht auf aktuelle Gimmicks wie UMTS oder GPS beim iPhone durchaus einen sinnvollen Hintergrund haben. Aber UMTS ist in den Staaten ja wohl eh’ nicht so verbreitet wie in zivilisierteren anderen Teilen der Welt.