Anfangsverdacht einer Beleidigung?

Jetzt geht’s wohl los. In Bayern – wo auch sonst? – zumindest:

Auch Thomas K. hatte sich die Schäublone ausgedruckt – „aus stillem Protest“, wie er sagt. Seit April 2007, als er das Bild in sein Auto klebte, hatte er nie Probleme. […] Das Schäublekonterfei weckt das Interesse der Polizisten, vier Beamte im Ganzen. Es ging ihnen „um den Anfangsverdacht auf Beleidigung“, wie Markus Dengler, Mitarbeiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums, erklärt. Durch einen Anruf beim diensthabenden Staatsanwalt versicherten sich die Polizisten, dass dieser Tatbestand zumindest der Überprüfung bedürfe, es wird Anzeige erstattet, das Bild beschlagnahmt. Einen Beleg erhält er nicht. […] mittlerweile harrt die Anzeige, wie Polizeisprecher Markus Dengler bestätigt, bei der Münchner Staatsanwaltschaft ihrer Bearbeitung.
Quelle: jetzt.de

 
Fragt sich nur, ob die bayerischen Sheriffs denn genauso konsequent gegen jemanden, der wiederholt den Auftrag zur Tötung ggf. hunderter Menschen zu geben bereit zu sein öffentlich artikuliert, vorgehen wie gegen einen 22-jährigen Informatikstudenten mit STASI-2.0-Protagonisten Schäuble hinter der Windschutzscheibe.
In meiner kleinen Welt wäre der Aufruf zur bzw. die Ankündigung der Anweisung zur Tötung – unschuldiger – Menschen schlimmer als ein unvorteilhaftes Innenminister-Konterfei plus Text »STASI 2.0«; aber in der »Hauptstadt der Bewegung« glaube ich nicht, daß auch nur annähernd mit gleicherlei Maß gemessen wird …