Formel 1 Farce

Wie war das jetzt? 100 Millionen Dollar Strafe für McLaren-Mercedes und keine Konstrukteurs-WM-Punkte mindestens in 2007. Aber die Fahrer (aktuelle Nr. 1 ist Hamilton, Nr. 2 Alonso) bleiben von Konsequenzen verschont — klar, die Informationen haben nur dem Team, wenn überhaupt gedient, die Fahrer sind davon ja völlig losgel… Äh.
Stimmt, da paßt wieder mal was nicht.
Mit Sport hat die Formel 1, wie ich finde, weniger und weniger zu tun; sie ist zum Geldverteilzirkus verkommen und die Ferraristi, die sich ja auch bestenfalls ungern in den Boxenfunk vom Publikum reinlauschen lassen wollen, sind bei fast allen Unstimmigkeiten irgendwie beteiligt — finde ich schon ziemlich auffällig.

Das Fahrer-Duo werde aufgrund „außergewöhnlicher Umstände“ nicht bestraft, meinte der gelernte Jurist [FIA-Präsident Max Mosley] und erläuterte: „Sie haben mit uns zusammengearbeitet und wertvolle Informationen gegeben. Deshalb dürfen sie ihre Punkte behalten.“

Quelle: FAZ.NET

 
Genau. Schummle und rede darüber — so also wird man im Jahre 2007 Formel-1-Weltmeister?
Für meinen Geschmack zuviel Schmuh á la Radsport und zuviel Taktik ob des Geldes Willen (wer guckt sich noch Formel 1 an, wenn kurz vor Saisonende die Führenden disqualifiziert würden?).
Schumachers Monaco-Kurvenparkverstoß. Alonsos Polesicherung durch verlängerte Boxenhaltezeit. Und, bis auf Hamilton im letzten Rennen gegen Raikönen, fast keine Überholmanöver auf der Piste. Für mich ist die Formel 1 primär noch spannend, wenn die Wolken brechen — aber auch dann fährt man heuer kein Rennen mehr, sondern schaut lieber dem Safetycar beim Wasserverdrängen zu.
Schade. Formel 1 war mal interessant. Jetzt reizt nur noch der von RTL verloste Ford, sich die 2 Stunden wrooom-wrooom anzusehen … (Ok, für die Pipifax-Fragen braucht man nicht einmal dies.)

Cyb^WEvonik

Hmm. Über den neuen Namen der RAG – Evonik – mag man ja geteilter Meinung sein; aber ob das Logo nun wirklich so intelligent gewählt wurde‽
In einer letztjährigen Episode der BBC-Serie »Doctor Who« jedenfalls wurde ein ziemlich ähnliches Logo, ein stilisiertes »c«, verwendet — und wer diese Folge gesehen hat, wird beim Evonik-»e« sicher ins Grübeln kommen, denn Cybus Industries ist nicht in erster Linie nett …
Zu viel sei nicht verraten, aber Logo und Firma in der Serie sind verbunden mit einer Organisation, die aus denkenden Menschen stumpfe Cybermonster bastelt — ob das wirklich die intendierte Message ist, also, ich zweifle daran ja …

Evonik-Bild via Pottblog.

»BlueKast«

Was es nicht alles für wilde Ideen gibt … Aber ein BT-aktiviertes Handy ist in Verbindung mit BT-Sendern schon praktisch — so schalte ich am Arbeitsplatz beim (VoIP-) Telefon automatisch die Weiterleitung auf das Mobiltelefon ein, sobald ich meinen Platz verlasse (lies: mein Rechner registriert, daß mein Handy sich nicht mehr im BT-Empfangsbereich befindet) und diese bei Rückkehr auch wieder aus (lies: sobald es wieder registriert wird).
Man kann sich natürlich noch weitere Anwendungsmöglichkeiten ausdenken …

Quelle: bluekast.ch, via aikon.ch.

1977

Quelle: TV-Bericht zum »Deutschen Herbst«, eins extra, 2007-09-10

Wäre es nicht schön, wenn Politiker heute wenigstens annähernd noch die Größe jener hätten, die vor 30 Jahren Entscheidungen zu treffen hatten?

„Wat den een sin Uhl …“

Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), hat mitgeteilt, der jüngste Fahndungserfolg gehe auf Online-Durchsuchungen der amerikanischen Geheimdienste zurück. „Die Erkenntnisse, die zu den Tätern geführt haben, stammen aus Computerüberwachungen der amerikanischen Nachrichtendienste“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. […]
Die US-Geheimdienste […] [haben nach] Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ […] auch auf Computer in Deutschland zugegriffen. […] Uhl kritisierte denn auch die Haltung der SPD in der Frage. „Die Position der SPD ist unhaltbar. Der Staat muss gerüstet sein. Jedes weitere Zuwarten ist schädlich und eigentlich nicht zu verantworten.“

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, Stand 07.09.07, 20:52h

 

Kölner Stadt-Anzeiger: Festnahmen von Terrorverdächtigungen gehen auf Online-Durchsuchungen von US-Geheimdiensten zurück
Köln (ots) – Die Festnahme der drei Terrorverdächtigen im Sauerland geht nach Angaben des innenpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestags-fraktion,Hans-Peter Uhl (CSU), auf Online-Durchsuchungen der amerikanischen Geheimdienste zurück. […] “Die ursprünglichen Impulse gingen von Pakistan aus. Dort wurden die Erkenntnisse durch nachrichtendienstliche Überwachung gewonnen. Glücklicherweise haben wir Informationen von amerikanischen Nachrichtendiensten bekommen, die uns geholfen haben, diese potenziellen Massenmörder rechtzeitig aus dem Verkehr zu ziehen. Die USA brauchen von uns nicht gebeten werden. Die machen das, was sie für sich richtig halten.” Nach Informationen der Zeitung haben die US-Geheimdienste auch auf Computer in Deutschland zugegriffen.

 
Schon starker Tobak, den MdB Uhl da verlauten läßt. Nicht nur, daß alle gefundenen Berichte sich auf diesem ominösen Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger und damit auf Uhl berufen; nein, MdB Uhl hält es demnach für legitim, daß die USA »machen […], was sie für sich richtig halten« (Guantanamo und Abu Ghuraib sowie den eher völkerrechtswidrigen Irak-Krieg schließt dies ein). Daß er hierbei zum Verstoß gegen geltendes deutsches Recht fast applaudiert, läßt tief blicken; von einem Anwalt mit so variabler Rechtsauffassung fühle ich mich nicht wirklich gut volks-vertreten — aber Uhl repräsentiert ja auch nicht meinen Wahlkreis.

„… is den annern sin Nachtigall“

Ich hoffe jedenfalls noch, daß die SPD nicht, wie es Uhl orakelt, demnächst einknicken wird.

“Und Deutschland wird es auch machen, weil die SPD noch vordem Verfassungsgerichtsurteil beidrehen wird. Sie kann gar nicht anders.”
Quelle: Juraforum

 
Ich denke nicht nur, daß sie anders kann, sondern daß sie auch anders muß, will sie nicht – dann zu Recht – als konturloses, nichtunterscheidbares schwarz-rotes Etwas in die Bedeutungslosigkeit absacken. Ich denke zwar nicht, daß mit Beck ein Blumentopf gegen die sich – wie ich neidvoll anerkennen muß – gut plaziert habende Merkel zu holen sein wird; aber da muß die SPD dann halt durch. Während CDU und FDP schon mal Gemeinsamkeiten sondieren (von denen man in der Interview-Propaganda zu aktuellen Themen der Inneren Sicherheit eher nicht einmal etwas ahnt), sollte sich die SPD mit der zukünftigen Oppositionsrolle abfinden und heute die Weichen stellen, daß aus der Bundesrepublik nicht ein Repressalienstaat nach Gusto Schäuble wird.
Natürlich habe ich keine Lust, Körperteile oder die komplette Lebensfunktion durch Bombenleger, gleich welcher Gesinnung oder welchen Glaubens, zu verlieren. Sicher erwarte ich, daß dieser Staat sein Möglichstes – im rechtstaatlichen Rahmen – tut, derlei zu verhindern.
Ich würde es auch begrüßen, wieder ohne Angst vor Einbruchdiebstahl mein Auto abstellen zu können – aber vollständige Sicherheit setzte totale Kontrolle jedes Einzelnen voraus — und die Abwesenheit jeglicher Freiheit …
Insofern halte ich Schäuble als Innenminister leider für eine Fehlbesetzung; er strebt nach totaler Kontrolle eines jeden Bürgers. Vielleicht tatsächlich nur zum hehren Zwecke des Schutzes vor Terroranschlägen, aber eine maßvolle Abwägung vermag ich seinen Äußerungen nicht zu entnehmen. Und anders, als Parteifreund Uhl es in Schäubles Sinne kommuniziert: grade der jüngste Fahndungserfolg beweist die Nichtnotwendigkeit der elektronisch-softwaretechnischen Verwanzung von Computern. Traditionelle Abhörtechniken, Telefonüberwachungen und nicht zuletzt die schon heute weitreichenden Befugnisse zur Ausleitung des Internetverkehrs geben Ermittlungsmöglichkeiten »satt« — und eben diese haben hier auch zum Erfolg geführt.

Spaß mit Wasserstoffperoxid

Leider ist mir das Lachen mittlerweile vergangen, wenn ich sehe, wie die unheilige Union um Schäuble und Merkel den Fahndungserfolg instrumentalisiert, um dem Schäuble sein neues Sandkastenförmchen »Online-Durchsuchungen« aka Bundestrojaner zu beschaffen.
Vielleicht bleibt wirklich nur, es der Titanic gleichzutun und mit neuen Fritzchenwitzen zu kontern – wie zum Beispiel mit diesem hier:

“Geben Sie mir bitte 730 Kilo Wasserstoffperoxid”, sagt das kleine Fritzchen zum Händler. “Wasserstoffperoxid wird nicht gewogen, sondern gemessen”, berichtigt ihn der Mann hinter dem Ladentisch. “Schön, dann geben Sie mir eben 730 Meter Wasserstoffperoxid!”

 
Ich finde es jedenfalls bezeichnend, daß Merkel am Vortag des Zugriffs den Koalitionspartner SPD »ermahnt«, endlich umzufallen und Schäuble gewähren zu lassen. Wenn, wie mittlerweile u. a. Spiegel Online berichtet, schon in Heiligendamm »US-Präsident George W. Bush Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die laufenden Ermittlungen angesprochen« haben sollte, kann das Timing nicht mehr als Zufall angesehen werden.
»Die Terrorgefahren seien vorhanden, deshalb könne man nicht viel Zeit vergehen lassen« wird Merkel in der tagesschau vom 04.09.07 wiedergeben. Und einen Tag später berichtet die tagesschau über die Verhaftung von drei mutmaßlichen Terroranschlagsplanern.
Schön bereitet tagesschau.de die beginnende Legendenbildung auf (Hervorhebung durch blogdoch.net):

Abgeordnete der CDU und der CSU wollen den Druck auf den Koalitionspartner erhöhen und führen die nun aufgedeckten Anschlagspläne ins Feld. “Computerüberwachungen” hätten den Ermittlern die entscheidenden Hinweise auf die nun in Haft sitzenden Verdächtigen geliefert, sagte der CSU-Innenpolitiker Hans-Peter Uhl. Medienberichten zufolge fing der US-Geheimdienst E-Mails der Verdächtigen ab und durchsuchte keinesfalls deren Rechner. Dennoch wurden in der politischen Diskussion in den Medien aus den “Computerüberwachungen” alsbald “Online-Durch- suchungen”.

 
Ist das nicht super? Da zeigen sich die bestehenden Mittel als vollkommen ausreichend – Kommunikation über das Internet ist schon seit Jahren staatlich abhörbar, in Analogie zur guten alten Telefonie – und was machen die Unionspolitiker draus? Dringende Mahnungen, daß man auch die Computer der Verdächtigen untersuchen können muß. Weil das ja so wichtig sei und nur durch dieses Mittel befreundeter Dienste die Ermittlungen so weit gekommen seien — oder so.
Stimmt zwar nicht, aber wer kann das schon nachprüfen? Auch klingen in dem Kontext natürlich 49 weitere Verdächtige viel dramatischer als profane zehn Verdächtige, die schon Verhafteten eingeschlossen. Details wieder bei Spiegel Online:

Indes geht die Bundesanwaltschaft im Fall der mutmaßlich geplanten Anschläge weiterhin von insgesamt zehn Verdächtigen aus. Dies bekräftige eine Sprecherin der Behörde heute in Karlsruhe. Sie relativierte damit einen Bericht der “Welt”, wonach BKA-Chef Jörg Ziercke von insgesamt 49 Verdächtigen gesprochen habe.
“Einschließlich der drei Verhafteten führen wir insgesamt zehn Ermittlungsverfahren, mehr nicht”, sagte die Bundesanwältin auf Anfrage.

 
Auch Unions-Fraktionschef Volker Kauder vermischt munter Internet und lokalen Computer:

“Keine freie Hand für Terroristen im Internet”
Unterstützung bekam Uhl dagegen vom hessischen Innenminister Volker Bouffier. Der CDU-Politiker sagte, er sei überzeugt, dass mit Online-Durchsuchungen Erkenntnisse, die zur Verhaftung der drei Terrorverdächtigen aus dem Sauerland führten, bereits zu einem früheren Zeitpunkt hätten gewonnen werden können. Unions-Fraktionschef Volker Kauder kündigte ein Gespräch mit seinem SPD-Amtskollegen Peter Struck über Online-Durchsuchungen an. “Niemand kann ein Interesse daran haben, dass wir die Botschaft versenden, Terroristen hätten bei uns im Internet freie Hand”, sagte Kauder der “Stuttgarter Zeitung”.

 
Lieber Volker Kauder, im Internet könnt Ihr schon heute überwachen, bis die Platte platzt. Das ist auch fast nirgends ein Thema. Nur als kleiner Tipp am Rande: Wer keine Ahnung hat, darf auch gerne mal die Futterluke halten … Das, was hier stattfindet, ist Demagogie und gezielte Desinformation des Wahlvolkes — wieder einmal nimmt man es nicht »soooo« genau.
Wie auch immer: Ich stelle nochmals die Frage, was noch alles passieren muß, um die Union als verfassungsfeindlich verbieten lassen zu können. (Die Strafen wegen der unrechtmäßigen Spendenpraxis waren ja leider nicht ausreichend, dieser Organisation den Garaus zu machen …)

Becoming (united) mobile

Nach einem teltarif.de-Bericht war klar: so eine SIM-Karte muß her. Die UM+ genannte SIM von united mobile bucht sich nämlich in alle deutschen Netze (derzeit leider nur GSM, nicht UMTS) ein — eine ideale Karte für meine GPS-GSM-Meßreihen.
Der Selbstversuch startete am 04.09.07 (Bestellung nach 20 Uhr), heute schon war die Karte da — dank Payment per PayPal wurde die SIM am 05.09.07 in der Schweiz aufgegeben und war zwei Tage später in Ostwestfalen.
Tja, hätte ich mich früher informiert bzw. davon früher gehört, hätte ich mir meinen handgeklöppelten Callback-Dienst auf Asterisk-Basis schenken können: angerufen werden ist kostenlos(!) in vielen Ländern, anrufen teils noch günstiger als mein VoIP-basierter Callbackdienst. United Mobile basiert im übrigen auch auf Callback, nur professionell: Hier wählt man die Zielrufnummer wie gewohnt, um dann zurückgerufen zu werden — bei meiner Lösung muß ich meinen Asterisk anrufen, auf den Rückruf warten und dann die Zielnummer eintasten. Aber was tut man nicht alles gegen die Roamingfalle ;)
Zurück zur UM+ — eingesetzt in mein Nokia 6630 hagelte es »SIM-Registrierung fehlgeschlagen«-Meldungen, mehr war nicht drin. Einmal war die SIM kurz bei o2 und einmal kurz bei Vodafone drin, gefolgt von »SIM Registrierung fehlgeschlagen«.
Ich schob dies erst auf die fehlende SIM-Aktivierung (vorzunehmen per Web), dann auf die fehlende RFC-Konformität des united mobile-Auftritts (während meine plussed-Addresse weitgehend akzeptiert wurde, ergab der Aufruf der Verifikations-URL nur in etwa »nicht verifiziert, bitte klicken Sie auf den Link«).
Aus schierer Verzweifelung steckte ich die Karte dann nicht mehr ins (UMTS-fähige) 6630 sondern ins arg ramponierte 6310i — ein voller Erfolg, D1 und E-Plus funktionieren, D2 und o2 wahrscheinlich dann auch.
Tja. Bleibt nur noch die Frage, wie man eine united mobile-SIM in einem modernen, d. h. UMTS-fähigen, Mobiltelefon nutzen können soll? Mein N95 kann man umstellen — mein Nokia 6630 (V 2.39.15 vom 11-11-04 ⇒ early adopter …) ist in der Netzwahl bzgl. GSM bzw. UMTS nicht begrenzbar.
Damit ist die Aussage von teltarif.de,

Legt man die SIM in ein Handy ein, so bucht sich dieses nach der PIN-Eingabe sofort in eines der vier deutschen Mobilfunknetze ein. Neben dem jeweiligen Netzbetreiber-Namen wird zusätzlich die Provider-Kennung United Mobile angezeigt.
Quelle: teltarif.de

 
so nicht haltbar: es muß ein GSM-only-Gerät sein … Aber UMTS-Unterstützung ist ja geplant, schau’n mer mal.

[Update, 2007-09-08] Nach einem Update auf V 6.03.08 vom 13-02-06 kann ich mein 6630 auf GSM-only zwingen – und somit nun alle deutschen GSM-Netze mit einer SIM kartographieren. [/Update]

Warum sollte es iPhone-Käufern …

… besser gehen als denen von Nokias N95, zum Beispiel? Gut, im direkten Vergleich mag das iPhone in der Akkulaufzeit punkten, so ziemlich jede andere Disziplin, die mit etwas anderem als Coolness und eben Akkulaufzeit zu tun hat, dürfte das Featurewunder N95 das HighTech-S10 aka iPhone locker abhängen.
Immerhin, die abgezockten Early-Adopters und Shop-Becamper bekommen nun einen Rabatt von 100 USD bei einem zukünftigen Einkauft bei Apple. Na, dann mal noch viel Spaß am – überteuerten – Gerät ;)

Linux++

Boah. Was bin ich froh, daß ich dieses [censored] [censored] aus Redmond privat nicht nutzen muß. Grade wieder 30+ Minuten Zeter-und-Mordio- Telefonat mit Verwandten hinter mich gebracht, »es ist ein Laufzeitfehler aufgetreten« beim Runterladen von Firefox und Thunderbird war dann der vorläufige Höhepunkt — nun soll Avira das fragliche Kistchen mal unter die Lupe nehmen …
Wie formulierte es jüngst ein Kollege so trefflich?

Windows kotzt gerade ein wenig ins Essen…
zum Spielen ganz witzig, aber zum Arbeiten…

 
Gut, ich fasse es eigentlich nur wg. M$ Offiz und Lokus Nodes oder sonstiger Kacksoftware an, die nicht für funktionalere Betriebssysteme verfügbar ist; ansonsten würde ich dem allerdings zustimmen. (Und mein letzter Versuch, es zum Spielen zu verwenden, endete nach rd. 1 Monat im dringenden Bedürfnis, den Mist neu zu installieren, da, nach sporadischen Windows-Updates, die Instabilität anstieg; mag mehr an der sonstigen Software als am Fensterkern gelegen zu haben, aber Windows & Spielen setzt für mich mittlerweile eine Xbox voraus. Ich habe keinen Bock, wenn ich zum abreagieren mal zocken will, mich erst durch Windowsunbill kasteien zu lassen … Ja, es ist durchaus möglich, daß ich und dieser ehemaliger Grafikaufsatz auf DOS generell inkompatibel sind. Soll es ja geben, sowas.)

Ins Aus gebarred?

Und noch einmal teltarif.de: »Sind Bahnfahrer für o2 Kunden 2. Klasse?«. Liest sich nicht gut und läßt für die Zukunft nichts Gutes ahnen.
Ohne Repeater ist das mobile Telefonieren im fahrenden ICE schon mit GSM 900 das reinste Glücksspiel (nicht zuletzt dank der zahlreichen Tunnelstrecken zwischen Hamburg und Würzburg, der ICE-Route, die ich seinerzeit per Monatsticket mehrfach befahren habe) — die gute Abschirmung, gepaart mit den Eigenschaften von GSM 1800 und einem nicht auf kurzfristige Flächendeckung gerichteten Netzausbau …
Tschibofonieren im ICE muß mittlerweile wohl ähnlich spaßig sein wie meine Versuche 1996, auf der Strecke Hamburg-Würzburg im fahrenden ICE 1 auf dem dort installierten Fax ein solches zu empfangen … (Nein, es hat bei den etlichen Anläufen meiner Erinnerung nach nicht eine vollständige Seite gegeben; von »fehlerfrei« gar nicht zu reden, aber das menschliche Hirn ist da doch ziemlich tolerant. War jedenfalls eine interessante Erfahrung, Endzwanziger im Tramperoutfit läßt sich zu horrenden Gebühren über wohl rd. eine Stunde immer und immer wieder ein mehrseitiges Fax in den ICE schicken — das Zugpersonal hat aber Klasse mitgespielt damals. Nur die Vorbereitung auf die bevorstehenden Verhandlungen, die sind dann doch mangels funktionierender Technik kürzer als geplant ausgefallen ;))
Schon krass, da wird einerseits mit »National Roaming«, immerhin einem Alleinstellungsmerkmal des o2-Netzes – und offensichtlich auch der einziger Option auf Telefonate mit o2-SIM im ICE –, für FONIC geworben, und dann sperrt man die mühsam angelockten Kunde in der Bahn gleich wieder aus?