blogdoch TV

Ging ja nun nicht anders, auch ich brauchte nun einen Mogulus-Account — und er wurde mir tatsächlich gewährt ;)
Therefore blogdoch.net proudly presents it’s very own and rather special broadcast channel:



Für die absehbare Zeit wird es dort viel Spielkram – as time permits – geben, final soll es ein Livestream einer das Terrarium beobachtenden Cam werden.
Erste Tests ergaben, daß unter Linux v4l-Cams als Quellmedium funktionieren, der Nachteil ist nur, daß man zumindest derzeit einen Rechner mit grafischer Oberfläche braucht, um im Brauser die Mogulus-Producer-URL anzusurfen und darin das Streaming zu starten. Aber immerhin — es tut auch unter Linux.
Derzeit läuft in den Sendepausen das unvergleichlich coole »The Day the Router died«-Video der Secret Working Group anläßlich RIPE 55.
Have fun! (And don’t forget to upgrade to V6 ;))

Ubuntu 7.10: Hrmft Hrmpffft

Bislang war ich mit Ubuntu für den/die Desktop(s) und Debian (Etch) für Server ja recht angetan, aber das – natürlich am ersten Tag vollzogene – Ubuntu-Upgrade von 7.04 (»Feiger Fussel« oder so) auf 7.10 (»Grundgütiger Gammel« würde ich es umschreiben wollen) hat mich wieder gelehrt, daß Upgrades generell Kacke sind.
Laptop 1: User hat keinen Windowmanager mehr (und ohne den stacken sich alle Fenster ab oben links übereinander) – ohne »Failsafe Gnome«-Session nicht mehr nutzbar. Auch sehr schön:

root@brick:~# apt-get install compiz-gnome compiz-plugins compiz-compcomm-plugins-main compiz compiz-core compizconfig-settings-manager computertemp
Reading package lists... Done
Building dependency tree
Reading state information... Done
compiz-plugins is already the newest version.
compiz-plugins set to manual installed.
compiz-compcomm-plugins-main is already the newest version.
compiz-core is already the newest version.
compiz-core set to manual installed.
Some packages could not be installed. This may mean that you have
requested an impossible situation or if you are using the unstable
distribution that some required packages have not yet been created
or been moved out of Incoming.
The following information may help to resolve the situation:
The following packages have unmet dependencies:
compiz: Depends: compiz-fusion-plugins-main (>= 0.5.2+git20070917) but it is not going to be installed
E: Broken packages

Added man compiz-fusion-plugins-main manuell, bekomme ich:

The following packages have unmet dependencies:
compiz-fusion-plugins-main: Conflicts: compiz-compcomm-plugins-main (< 0.0.0+git20070622-0ubuntu1) but 0.0.0+git20070612-0ubuntu1 is to be installed

Packetmanglement at it’s worst :(
Ferner macht NetworkManager massive Probleme, kabelgebundenes Ethernet führt schnell zur DHCP-konfigurierten Verbindung; nach Verlust der Kabelanbindung klappt die Suche nach WLANs nicht oder nicht mehr richtig. Oft soll ich einen schon bekannten SSID-Schlüssel angeben, bis ich das tue. blockt NetworkManager natürlich alles — somit gebe ich die (NetworkManager bekannte) Passphrase ggf. erst im Büro ein, 15 km reicht aber zumindest mein hiemisches WLAN nicht …
Laptop 2: Aktualisierung auf 7.10 schmeißt die restricted-Treiber raus — schade, schade, schade, denn: ath0 (madwifi-Treiber, der die proprietäre HAL benötigt) war der Link zur Welt (Wireless-Umgebung, kein Ethernet).
Nun denn, ich kann nicht ausschließen, daß dies alles tragische Einzelschicksale sind; generell bin ich noch immer sehr angetan davon, wie einfach insbesondere die Laptopnutzung auch unter Linux sein kann. Vieles davon verdankt Ubuntu sicherlich dem Gnome Desktop (mein Fedora-7-Rechner zu Hause bietet ähnliche Features), und ohne die Arbeit der Debian-Community hätte Ubuntu keinen Unterbau gehabt, auf dem man hätte aufbauen können.
Dennoch: soviele Probleme wie mit dem Upgrade auf Ubuntu 7.10 hatte ich bislang noch nie.

Der Auftrag ist im System!

Zeichen und Wunder — der VDSL-Auftrag hat es ins System geschafft! Immerhin schon im dritten Anlauf — man kann nur hoffen, daß T-Com T-Home andere Kunden einfacher VDSL bestellen läßt …
Etwas skeptisch bin ich nach dem Blick in den detailierten Auftrag: Meine zusätzlichen ISDN-Rufnummern werden gekündigt und – brav inkl. dem »Produkt: Einmaliges Entgelt« – neu angelegt, sodaß der Auftrag es auf satte 18(!) Positionen bringt; nicht auszudenken, welchen Spaß das geben kann, wenn nur ein Teil der Posten nicht oder nicht richtig bearbeitet werden …
Und wieso bin ich Geschäftskunde? Naja, solange bei gleichem Preis der Service besser ist, bin ich gerne Geschäftskunde ;)

T-Home Entertain VDSL zum Dritten

Letzten Dienstag bestellte ich telefonisch VDSL, da es über das Internet nicht ging — man könne meinen Anschluß nicht eindeutig zuordnen.
Da ich weder Post von der T-Com bekam noch der Auftrag im T-Home-Portal zu sehen war, machte ich mich gestern auf, auf zur Odysse durch die T-Hotlines.
Die 0800-Hotline, die auf der Website abgegeben wurde und wo ich bestellte, konnte leider nur buchen, nicht aber nach dem Buchungsstand sehen.
Aber es gäbe eine spezielle Entertain-Hotline, ebenfalls 0800.
Dort erfuhr ich nur, daß eine Woche nach Auftragsstellung es nicht zwingend »schon« im Portal sichtbar sein mußte. Aber meine Gesprächspartnerin konnte auch keinen Auftrag finden; um ganz sicher zu gehen, könnte ich aber eine 01803-Hotline anrufen, um auf Nummer sicher zu gehen.
Bei der 01803-Auftragshotline fand man auch keinen Auftrag vor, war aber durchaus gewillt, einen solchen zu erfassen. Bestellung Nummer zwei also …
Heute nachmittag, T-Home-Portal: »Es liegen keine Aufträge vor.« Hat schon eine komische Art von Humor, diese Telekom …
Nachdem ich nun nicht länger warten wollte, opferte ich heute abend eine Stunde meines Lebens, stellte mich ans Ende der Schlange im T-Punkt und kam als Letzter des Abends, quasi das Highlight ;), um kurz nach 19 Uhr dann doch noch an einen »Entertain(er)«, wie die T-Punktler ausweislich ihres Ansteckers derzeit bezeichnet werden. Um es kurz zu machen: kein Auftrag im System zu finden. Was mit den anderen Aufträgen passiert ist: nicht zu ergründen. Aber da keiner im System sei, könne er einen neuen eingeben.
Und so bestellte ich im T-Punkt – und absolut gesehen zum 3. Mal – also wieder einmal T-Home Entertain VDSL. Leider bekomme ich nur VDSL 25, die Upstreamgeschwindigkeit konnte man mir nicht nennen. Und mein Entertain(er) ruft mich morgen gegen Mittag an, ob der Vertrag »durchgegangen« sei.
Denn, wie ich erfahren durfte, die Aufträge werden nachts (Batch? Großrechner?) »in ein anderes System übertragen« und Aufträge, die »liegengeblieben sind, werden nicht weiter bearbeitet«.
Auch habe ich erfahren, daß ich zwei T-Online-Accounts habe: meinen regulären, jetzt an Call & Surf gebundenen sowie einmal T-Online-by-Call. Kenne ich zwar keine Daten dazu, aber das dürfte der Account sein, den man zwangsweise mit T-ISDN zumindest vor Jahren bekam …
Nunja, die Spannung steigt: werde ich noch VDSL bekommen? Wird der Titel »Dr.«, den lt. Aussage meines Entertain(er)s nur T-Online bei meinen Daten hat (nicht von mir …), den Auftrag vereiteln? War meine vormalige Adresse, die als Lieferanschrift angeblich im System war, vielleicht der Grund, warum die ersten beiden Aufträge versackten? Werde ich hat drei Mal VDSL 25 auf meine Kupferdoppelader geschaltet bekommen? Oder nur drei Settop-Boxen, VDSL-Splitter und -Modems? Ist das Bundesliga-Paket, trotz der ausgewiesenen monatlichen Gebühr, wirklich das erste Jahr kostenlos, wie mein Entertain(er) mir mehrfach versicherte? (Er erwähnte übrigens keine 20.000 ersten Besteller, sondern sprach nur von »Bundesliga, 12 Monate kostenlos aus der Aktion«.)
VDSL — das letzte Abenteuer?

«Warum»?

Kann mir jemand erklären, warum einige Publikationen, darunter die Netzzeitung und eben auch die WAZ-Titel unter DerWesten.de die französische Form der Anführungszeichen verwenden?
Hat sich zwischen 1995 (nebenstehender Scan stammt aus dem DUDEN, Band 1, Ausgabe 1995) und heute gravierend in dieser Hinsicht etwas getan? Zwischen 1967 und 1995 jedenfalls hat sich an den »Richtlinen für den Schriftsatz« diesbezüglich meines Wissens nichts geändert; wobei ich ad hoc nur 1967, 1986 und eben 1995 direkt nachsehen kann.

DerWesten: Doubletten

Ich kenne zwar nicht den Hintergrund, warum es zum Thema VDSL in Langendreer gleich zwei WAZ-Artikel gibt, die nach einem schnellen visual grep auch noch bis auf’s Datum (06.08.07 vs. 16.08.07) identisch zu sein scheinen — aber daß beide von der Suche angezeigt werden könnte noch spannend werden. Ich weiß nicht, inwiefern in der WAZ-Gruppe heute schon Artikel recycled werden (lies: wort- und teils auch satztechnisch identisch in mehreren Zeitungen auftauchen); in meiner alten Heimat geschieht das bei den Lokalblättern seit langem.
Interessant finde ich denn auch die (marginalen) Unterschiede zwischen der bebilderten DerWesten-Fassung (in »Start > Nachrichten > Technik«) und der, bis auf die fehlenden Zwischenüberschriften und die fehlende Grafik, identischen »Von Christoph Dernbach«-Fassung in »Start > Nachrichten > Technik > Computer u. Multimedia« des »Leopard«-Artikels. Es sieht fast so aus, als sei die »DerWesten«-Variante für das Web aufgehübscht worden?

DerWesten, Tag 1

Nach ersten nachgeburtlichen Komplikationen läuft das ehemals WestEins titulierte Nachrichtenportal relativ rund.
Leider ist es mir verwehrt, an der Community teilzunehmen, da das Portal fälschlicherweise korrekte Mailadressen[sup]1[/sup] abweist; ist natürlich ein bißchen schade, aber wahrscheinlich hat man gute Gründe — oder vielleicht auch einfach weniger kompetente Coder.
Allerdings nützt selbst eine für WestEins DerWesten zurechtgeklöppelte Mailadresse wenig, wenn auch nur ein Mailer auf Weg zum Empfänger aktuelle Spamvermeidungstechniken einsetzt. Denn leider versendet DerWesten Mails mit einer ungültigen Absenderkennung:

Oct 29 20:42:35 mx smf-sav[5080]: sender check failed: <apache2@westeins.de>, 80.77.216.125, mail-out.derwesten.de, [00:00:01]
Oct 29 20:42:35 mx sendmail[6423]: l9TJgShv006423: Milter: from=<apache2@westeins.de>, reject=550 5.1.8 Sender address verification failed
Oct 29 20:42:35 mx sendmail[6423]: l9TJgShv006423: from=<apache2@westeins.de>, size=4059, class=0, nrcpts=0, proto=ESMTP, daemon=MTA, relay=mail-out.derwesten.de [80.77.216.125]

Eigentlich ein Treppenwitz, wenn man bedenkt, wie man im Portal die Nutzer gängelt …
Diese Fehlkonfiguration hat man immerhin mit Massenhostern gemein — besser macht es dies allerdings nicht.
Natürlich ist es nachvollziehbar, daß die Administratoren nicht in Fehlermeldungen versinken wollen; allerdings hat RFC 2821 hierfür den leeren Absender vorgesehen. Wenn dies technisch nicht umsetzbar sein sollte – die zu präferierende Lösung ist es, da sie Bounces gänzlich unterbindet –, ist lokal eine (z. B. nach /dev/null ausliefernde) Adresse einzurichten, die die Bounces, die nach RFC 2821 die SMTP-Server im Falle des Falles nun einmal zu senden haben, entgegennimmt und entsorgt; diese Adresse ist als Absenderadresse zu verwenden. Tut man derlei nicht, passieren die eigenen Mails keinen Mailserver, der Sender Address Verification oder ähnliche Mechanismen einsetzt. Aber vielleicht möchte man im Westen ja auch gar nicht jeden erreichen?
____

[sup]1[/sup] Insbesondere ‘+’ ist ein gültiges Zeichen im ‘local-part’ der Mailadresse, vgl. RFC 2822, Abschnitt 3.2 ff.:
3.2.4. Atom
Several productions in structured header field bodies are simply
strings of certain basic characters. Such productions are called
atoms.
Some of the structured header field bodies also allow the period
character (".", ASCII value 46) within runs of atext. An additional
"dot-atom" token is defined for those purposes.
atext = ALPHA / DIGIT / ; Any character except controls,
"!" / "#" / ; SP, and specials.
"$" / "%" / ; Used for atoms
"&" / "'" /
"*" / "+" /
"-" / "/" /
"=" / "?" /
"^" / "_" /
"`" / "{" /
"|" / "}" /
"~"
atom = [CFWS] 1*atext [CFWS]
dot-atom = [CFWS] dot-atom-text [CFWS]
dot-atom-text = 1*atext *("." 1*atext)
[...]
addr-spec = local-part "@" domain
local-part = dot-atom / quoted-string / obs-local-part
[...]

Gut Ding will Weile haben

Im Nachhinein ist man natürlich immer klüger, aber andererseits sind die grade bei DerWesten zu sehenden Probleme nun so neu auch nicht bei Portalen für eine breite Öffentlichkeit. Ohne den Machern jetzt allzunahe treten zu wollen, aber: anstelle eines fulminanten Frühstarts wäre es vielleicht besser gewessen, zum 01.11.07 zu starten und die Tage zwischen heute und dem 01.11.07 für Lasttests zu nutzen.
Hohe Ladezeiten (deutlich über 1 Sekunde, gemessen aus einem Datacenter) gepaart mit Stylesheetproblemen — ich bin jedenfalls gespannt, was mein Smokeping heute abend gemessen haben wird (aktuell: 77% Packetloss avg. für http://DerWesten.de/).

DerWesten: AAL-Zeitung?

Hmm, so kann man das natürlich auch machen: anstatt selbst zu recherchieren, wo konkrent $NACHRICHT geschehen ist, setzt man einfach einen Platzhalter und läßt die Leserschaft diese Info beisteuern.
Gut, kost’ ja nix, dies DerWesten.de; insofern ist gegen die Umsetzung des Web2.0-Prinzips – Aandere arbeiten lassen – nichts einzuwenden. Aber ob es wirklich sachdienlich ist, Todesnachrichten Prominenter zu geotaggen?
Ich freue mich schon auf den »DerWesten-Jahresrückblick: Nachrichten aus Ihrer Nachbarschaft«, sortierbar nach Nachrichtenart und Entfernung zu einer wählbaren Koordinate …