Vom Unsinn der USIM

cosinus griff das Märchen grade wieder auf: für die Nutzung von UMTS brauche man eine UMTS-fähige SIM-Karte — so ein Humbug.
Ich kann derlei – als D2 Privat-Kunde seit nunmehr elf Jahren – nicht bestätigen; und für einen Anbieter, der sein Netz mit UMTS planmäßig und großflächig ausgebaut hat, machte eine solche Unterscheidung auch keinen Sinn, möchte ich behaupten. Es mag mal angedacht gewesen sein, für die »Premiumservices« des UMTS auch Premium-Bezahlung von der Kundschaft verlangen zu wollen — aber, und ich sage das nach einem letzten Versuch im Dezember 2007 zwischen N95 (D2) und E90 (o2), bei der lausigen Qualität der Videotelefonie, wer würde dafür freiwillig regulär mehr zahlen als für ein qualitativ deutlich besseres Voice-only-Gespräch?
Für Voice stellt UMTS aber einfach eine Kapazitätserweiterung dar (sofern nicht GSM-Zellen zugunsten UMTS abgebaut wurden; dies wiederum macht zumindest bei GSM-900-Anbietern wegen der unterschiedlichen Reichweiten wohl eher keinen Sinn), dem Kunden den (Voice-only-) Zugang hierzu zu verwehren, erscheint wirtschaftlich wie technisch nicht zwingend sinnvoll.
Wie auch immer; ich konnte mit den auf meinen Namen laufenden D2-SIMs in meinem ersten UMTS-Handy sofort im UMTS-Netz der D2 Vodafone telefonieren (Randnotiz: mit dem subventionerten 6630 hatte ich natürlich auch einen UMTS-Tarif bei D2 abgeschlossen; ob UMTS schon vorher gegangen wäre, konnte ich schon mangels Endgerät nicht eruieren) als auch surfen (letztes für horrende by-call-Beträge, versteht sich), und diese SIMs sind zwischen neun und elf Jahren alt. Nix umständlicher SIM-Karten-Tausch. Keine zweckfreies Freischalten für UMTS — bei D2 jedenfalls ist UMTS »einfach da«.
Anfang des Monats ist es dann wohl auch Vodafone aufgefallen, daß ich noch gute, alte SIMs mein Eigen nenne – und hat mir kostenfrei »lesitungsfähigere« zugeschickt. Ich vermute mal, daß diese, ähnlich wie meine TIM-Prepaid-SIM, über einen deutlich größeren Speicher verfügen (in meine alte passen 10 SMS und dann ist Schulz, Telefonbuch ist auch nur rudimentär) — und wahrscheinlich werden auch diese dann ein »SIM Dienste«-Menü auf meinen Telefonen zum Vorschein bringen, auf welches ich mit meiner bisherigen SIM verzichten mußte — telefonieren und surfen geht allerdings, was will ich mehr?

One thought on “Vom Unsinn der USIM

  1. Was auch immer E-Plus da macht. Mit der alten SIM tat’s definitiv nicht. Ich hatte sie auch in der UMTS-Karte für das Firmen-Laptop getestet, um sicher zu gehen, daß es nicht am N81 (falsche Einstellungen) liegt.
    Ich vermute mal, daß das Online-Bestellen der Zusatz-Tarif-Option nicht gereicht hat um mich für UMTS “freizuschalten”. Erst nachdem ich die neue SIM eingelegt und aktiviert hatte, bekam ich Zugriff auf UMTS.
    Vermutlich bindet E-Plus es an die SIM-Karten-Nr. Only E-Plus knows.
    Immerhin die Karte war am nächsten Tag (gestern) da und ließ sich Ratz-Fatz aktivieren.
    Bei o2 hatte unser freeze meines Wissens damals das gleiche Problem als er sein erstes UMTS-Gimmick (N70 AFAIK) bekam.

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