WLAN-Dichte

Da ich schon gefragt wurde, warum es in den letzten Tagen kaum Blogeinträge gab, hier der Ansatz einer Rechtfertigung ;)
Es ist schlicht ein Zeitproblem. Abgesehen von der Vorbereitung des alljährlichen Kampfes mit der Hydra namens Finanzamt (dieses Jahr mit neuem Konfliktpotential), den ich dieses Mal deutlich vor der Jahresmitte abschließen möchte (da dieser Stasi‐Staat keine zinslosen Darlehen von mir mehr verdient), spiele ich derzeit verstärkt wieder mit Kismet und gpsmap herum.
Leider funktioniert Kismet derzeit auf dem N810 derzeit mehr so gar nicht:

[...]
NOTICE: Opened associated network xml file './n810/media/mmc1/kismet//Kismet-Feb-05-2008-3.xml'
WARNING: Skipping file 'n810/media/mmc1/kismet/Kismet-Feb-05-2008-3.gps', too few sample points to get valid data.
NOTICE: Processing gps file 'n810/media/mmc1/kismet/Kismet-Feb-05-2008-4.gps'
WARNING: Parse error at line 8: no element found
NOTICE: Opened associated network xml file './n810/media/mmc1/kismet//Kismet-Feb-05-2008-4.xml'
WARNING: No sample points found in 'n810/media/mmc1/kismet/Kismet-Feb-05-2008-4.gps'.
NOTICE: Processing gps file 'n810/media/mmc1/kismet/Kismet-Feb-05-2008-5.gps'
WARNING: Parse error at line 1: no element found
WARNING: No sample points found in 'n810/media/mmc1/kismet/Kismet-Feb-05-2008-5.gps'.
NOTICE: Processing gps file 'n810/media/mmc1/kismet/Kismet-Feb-05-2008-8.gps'
NOTICE: Opened associated network xml file './n810/media/mmc1/kismet//Kismet-Feb-05-2008-8.xml'
WARNING: Skipping file 'n810/media/mmc1/kismet/Kismet-Feb-05-2008-8.gps', too few sample points to get valid data.
Processing 66573 sample points.
[...]

SSHFS zum N810 rulez, BTW ;) Kismet an sich funktioniert, aber die Anbindung an den gpsd scheint rottig, kein Vergleich zu ausgewachsenen Linux-Systemen :( Übrigens: eine beherzte rmmod-insmod-Kombination reanimierte das nach Kismet-Läufen auf dem N810 gerne unglückliche WLAN bei mir bislang ohne Reboot-Notwendigkeit. Ein Wort der Warnung allerdings: wiederholt hatte ich hiernach später Crashes des N810, ggf. ist derzeit ein säubernder Reboot die bessere Wahl.
Mich interessiert ja schon länger die Verbreitung von WLANs, u. a. sehe ich jene auch als Indikator für die Durchsetzung der DSL-Technik. Getriggert durch eine Anbindung von gpsmap an Google Maps habe ich also meinen alten Scan-Laptop ausgegraben und wieder ein paar Touren unternommen. Das Resultat ist zwar noch nicht so umfassend wie anderswo, kann sich aber auch durchaus sehen lassen. Super wäre jetzt natürlich eine funktionierende Kismet-Installation auf dem N810, die man somit auch auf Spaziergängen usw. dabei haben könnte — grade in der Innenstadt wäre das bestimmt interessant ;)
Der nächste Schritt wäre jetzt eine RO.B.IN-like Firmware (also was mit Meshbildungsoption) für die üblichen Verdächtigen unter den WLAN-Routern, sprich Fritzboxen, Speedports und Netgears … Die mittlerweile vielerorts erreichte WLAN-Dichte würe sogar über die unterschiedlichen Kanäle wahrscheinlich schon nette Meshes erlauben und damit weite Bereiche einer Straße, wenn nichdt gar eines Stadtteils, abdecken. Und dank Meshing wäre es nicht einmal notwenig, daß viele ihren DSL-Anschluß öffneten — das reine Weiterleiten eines Meshsignals würde schon viel helfen und infrastrukturelle Arbeiten überflüssig machen. RO.B.IN. auf Foneras (die »La Fonera« ist derzeit für ca. 25,— Euro bei Fon zu bekommen) rockt jedenfalls — echtes Plug-and-Play, deutlich weniger Aufwand als bei den bisherigen Freifunk-Ansätzen dank MAC-basierter IP-Adressvergabe.
Aber dazu folgt bei Gelegenheit mal ein anderer Blogeintrag ;)

Nachtrag: »Warum ich Gütersloh mag …«

Am vergangenen Wochenende war’s mal wieder so weit, Großkampftag am Recyclingcontainer. Die sich über die Feiertage angesammelt habenden papiernen und gläsernen Wertstoffe wollte ich vorschriftsgemäß der Wiederverwertung zuführen, bevorzugtes Ziel hierfür sind die hierzu bei großen Warenhäusern zahlreich aufgestellten Container, da die singuläre in der Nachbarschaft verteilten oftmals schon voll sind.
Dieses Mal allerdings war ich offensichtlich zu spät dran (Samstag Nachmittag), sowohl die Container für Papier als auch die der Altkleidersammlung quollen über — was offensichtlich die entsorgungsnotleidenden Bürger nicht von der Verrichtung der Entsorgung abhielt. Ich jedenfalls traute mich nicht weiter als auf den Fotos zu sehen ran, befürchtend, daß die Stapel mich begraben könnten.
Mal ehrlich: natürlich ist es ärgerlich, wenn die Container voll sind, offensichtlich die Leerungsfrequenz mit der Nachfrage nicht Schritt hält (solche Bilder gibt’s regelmäßig am Wochenende bei real oder Marktkauf zu bestaunen). Aber deshalb gleich neapolitanische Zustände herbeiführen und seinen Müll seine Wertstoffe einfach oben drauf schmeißen‽ Kommt jetzt die Videoüberwachung auch von Recyclingcontainern, um die durch derlei Verhalten entstehenden Mehrkosten den Verursachern auferlegen zu können? Irgendwie bin ich geneigt, das zu begrüßen — und das ärgert mich noch mehr als dieses asoziale Verhalten bei der Müllentsorgung …
Anderes Thema: Daran, daß in Gütersloh sonntags die Bürgersteige hochgeklappt und die Parkhäuser geschlossen werden, werde ich mich wohl nicht mehr gewöhnen. Ja, richtig: selbst die Parkgarage unter dem Gütersloher Kino, welche zu dessen Bau seinerzeit massiv umgebaut wurde (dicke zusätzliche Stützpfeiler wurden zu Lasten von Parkflächen eingezogen), ist sonntags geschlossen (für Ortskundige: ja, ich habe beide Einfahrten überprüft). Äh, Hallo? Das Parkleitsystem zeigte immerhin über hundert freie Plätze unter dem Kolbeplatz an (und korrekt, daß die unter dem Kino gelegene und damit eigentlich prädestinierte Parkgarage geschlossen war) — doch die Realität des ersten Bildes spricht eine deutlich andere Sprache: Gütersloher – und erst recht Gütersloh-Besucher – mögen entweder das ausgedünnte ÖPNV-Angebot am Wochenende wahrnehmen oder gefälligst gleich ganz da bleiben, wo, vielleicht, der Pfeffer wächst; die Kreisstadt jedenfalls empfängt sonntags keinen Besuch, Punkt.
Hätte ich nicht meiner jüngsten Tochter den Kinobesuch versprochen, wäre ich dem dringenden Appell der Stadtoberen nur zu gerne gefolgt … Un-faß-bar.

Facebook, the Application Slayer

Viel hört man dieser Tage ob des angeblich geplanten Deutschlandstarts von facebook — insbesondere, folgt man auf twitter dem Gezwitscher über StudiVZ …
Wahrscheinlich bin ich einfach zu alt dafür; schon die wenigen Funktionen bei StudiVZ habe mich nicht zu einem eigenen Account animieren können. Vielleicht liegt es aber auch schlicht daran, daß ich für mein »Online-Leben« weniger auf die Hilfe anderer angewiesen bin — meine Peinlichkeiten verbreite ich seit über 10 Jahren weitgehend in Eigenregie.
Gestern abend war es also mal wieder Zeit, nach meinem Account bei facebook zu schauen[sup]¹[/sup]. (Bei der Gelegenheit gleich das Auffinden dieses Profils in Suchmaschinen deaktivieren — check.) Oh, toll, ein Kontakt hat eine der viel gepriesenen Applikationen auf mich losgelassen. »Slayer«, klingt doch vielversprechend … Ah. Man kann sich gegen den Zugriff auf »my information« aussprechen — ohne allerdings »this application« nicht hinzufügen. Großartig, das sind doch mal Wahlmöglichkeiten …
Nungut. Mit »Slayer« kann man also – schein’s zufallsgenerator-gesteuert – Kontakte virtuell angreifen und, getreu dem Motto mal verliert man und mal gewinnen die Anderen, Gummipunkte kassieren, die man dann im zugehörigen Shop in Waffen oder Schutz wandeln kann. Großes Kino — ok, bevor das wer in den Kommentaren rausposaunt ;), ja, 5 Minuten war das schon witzig … Aber der Mördermehrwert gegenüber den Pinwänden, die die meisten Community-Portale eh’ haben, erschloß sich mir jetzt gestern abend nicht. Aber vielleicht bin ich einfach nicht in der Zielgruppe; IM ist für mich noch immer IRC (ok, dank N810 & relativ günstigem o2-Data-Vertrag (D2 ist leider noch immer inakzeptabel teuer für wirkliche Nutzung) bin ich nun auch via Jabber, Yahoo und AIM fast immer präsent) und das zentrale Medium für mich ist weiterhin eMail …
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[sup]¹[/sup] Das Management der diversen Online-Präsenzen wird zunehmend zeitfressend. Mental note to myself: die VZ²-Idee – one portal to bind them all – doch mal ernsthaft verfolgen? Mal ‘nen Sponsor suchen, der mir jemand ein Sabbatical dafür finanzieren würde ;-)