Goldene Bits

Wie freakig muß man eigentlich sein, um für ein 1,5m langes Kabel zur digitalen elektrischen Audiodatenübertragung einen dreistelligen Eurobetrag auch nur auszugeben erwägen zu können? Anders gefragt, was zahlte er/sie/es für einseitig benutztes Klopapier?
Dieses konkrete Stück Hardware gefällt mir allerdings viel besser als ein Siemens-Lufthaken oder das universelle WLAN-Kabel. Ob sich mit einem Cat.X-Kabel für 400 Euro auch 96 kBIt/sec-MP3-Files wieder anhöhren wie feinstes DDD?

Via Mailingliste (»plonk«).

Mobilfunk: o2 baut aus; Vodefone nimmt die Roamingsaison 2008 noch mit

Daß ich derlei noch einmal sagen würde, habe ich mir ja auch nicht träumen lassen: o2++. Gestern, mal wieder familiär begründet in Olderdissen unterwegs, hatte ich zum ersten Mal seit Jahren eine weitgehend funktionierende Netzabdeckung. Aber nicht mit meinem – noch – präferierten Anbieter D2 privat Vodafone D2, sondern mit meiner, aufgrund der indiskutablen Datenangebote Vodafones – entweder lange Mindeslaufzeit oder deutlich höherer Preis als o2/e+ – angeschafften o2 Genion-SIM mit 5 GB-»Flatrate«.
Und mit »Netzabdeckung« meine ich nicht nur Sprache via GSM, sondern Daten — zwar leider noch nur GPRS, aber lieber 56k statt 0 Bit/sec wie bei Vodafone an gleicher Stelle. Sofern o2 also die Ansage wahr macht, daß EDGE im gesamten GSM-Netz bis Ende 2009 nachgerüstet sein wird, wäre o2 tatsächlich eine valide (Daten-)Alternative zu T-Mobile (die, dem rückständigen iBrick sei Dank, EDGE flächendeckend schon eingeführt haben) oder Vodafone D2 — zu, zumindest aktuell, deutlich attraktiveren Konditionen.
Und nachdem o2 Germany endlich Anfang des Jahres erkannt hat, daß lückenhafte Versorgung mit rückständiger Technik kaum tauglich ist, den Nachteil des Spätstarters (VIAG Interkom, heute Telefónica o2 Germany, startete als bislang letzer bundesdeutscher Netzbetreiber ins Rennen um die güldenen GSM-Minuten) auszumerzen, die Trennung der Frequenzen zwischen den initialen D-Netz- (D1, D2) und den folgenden E-Netzbetreibern (e+, o2) nicht mehr vollständig ist und damit Reichweite (D- besser als E-Frequenzen im ländlichen Raum) und Sprachqualität (EFR-Codecs sind in D- wie E-Netz einsetzbar) mittlerweile nicht mehr das alleinige technische Unterscheidungsmerkmal hergeben (alle Betreiber haben Frequenzbänder in sowohl D- als auch E-Netzbereichen), könnte sich o2 vielleicht wirklich noch zu einem gewichtigeren Player im deutschen Markt aufschwingen, als die derzeitige Nummer Vier (von 4 Netzbetreibern insgesamt).
Jetzt würde es einer Telefónica o2 Germany natürlich gut zu Gesicht stehen, böte man seine nationalen Tarife dem Spanien-Urlauber bei Nutzung des spanischen Telefónica-Netzes z. B. mit einem mehr symbolischen Aufschlag von z. B. 5 Euro/Monat an — leider überlassen die Platzhirsche dies innovativeren Anbietern und befördern so den Erwerb von weiteren SIMs, die nur kurzzeitig genutzt werden. (Fährt jemand nach Italien? Ich hätte da noch die TIM-SIM vom letzten Jahr …) Ich jedenfalls finde die Summe von 50 Euro [für] ein Datenvolumen von 100 Megabyte pro Monat jetzt nicht so das tolle Urlaubsschnäppchen, für welches ich meine o2-SIM auch im Urlaub im Handy lassen würde; aber es läuft ja auch unter »Business«, da mag sich das rechnen.
Apropros Konzerne und ihre so roamingkostenträchtige Parzellierung in Europa: Vodafone hält wenig von Preissenkungen für SMS und startet neue Datentarife pünktlich zum Ende der diesjährigen Urlaubssaison zum 20. Juli — zur Halbzeit der Sommerferien in NRW, dem bevölkerungsreichsten Bundesland. Ein Schelm, der da an einen Zufall glaubt — mal ganz abgesehen davon, daß auch »19 Cent pro 50 Kilobyte im gesamten EU-Ausland«, also rd. 4 EUR pro MB, nun nicht schnäppchenverdächtig sind.
Liebe EU-Kommissare, was ist denn so schwierig? Wenn die großen multinationalen Konzerne meinen, wie im Mittelalter an den Grenzen Zölle und Abgaben (hier: Rominggebühren plus Bearbeitungsaufschlag für Roaming) von einem Konzernkunden, der Dienste bei einer Konzerntocher im EU-Ausland nutzt, kassieren zu können, so, als wäre das noch immer ein horrender Aufwand und die Konzerntöchter im Kundenheimatland und im Kundendienstenutzungsland wären sich spinnefeind und die schärfsten Konkurrenten — gut, dann behandelt das doch auch finanztechnisch einfach so: Keine Anrechnung von Gewinnen, Verlusten und Umsatz der Konzerntöchter beim Konzern. Keine Listung einer Vodafone, T-Mobile, Telefónica, KPN, France Telecom und wie sie alle heißen an den internationalen Börsen mit den Ergebnissen aller Konzerngesellschaften; jede Landesgesellschaft rechnet für sich ab (und geht für sich an die Börse, ober eben auch nicht), der Konzern kann keine Verluste aus Landesgesellschaft A ergebnismindernd mit Gewinnen aus Landesgesellschaft B verrechnen …
Ich bin mir sicher, daß hätte einen massiven Effekt. Vielleicht die Reduktion auf weniger als drei Anbieter pro Land, weil Subventionszahlungen der Konzerne entfielen, aber gut; Schwund ist überall, wenn sich ein Unternehmen nicht trägt, warum sollten das Kunden/Steuerzahler in anderen Ländern mitfinanzieren? Bei vollkommen getrennten Entitäten sind diese horrenden Aufschläge ja durchaus in Maßen nachvollziehbar; warum ein Telefónica-Kunde im Land A aber viel höhere Kosten verursachen soll als in Land B, das leuchtet nicht wirklich ein. Zumal, IIRC, zumindest (bei Vodafone) der Internetverkehr nicht ins Heimatnetz getunnelt wird … Und die Sprachtelefonie läuft auch technisch über das Netz des Betreibers, in dem das Telefon eingebucht ist. Bandbreite eines GSM-Telefonats lag bei horrenden 9,6 kBit/sec, richtig? 160 Zeichen pro SMS, unglaubliche Datenmengen. Man kann förmlich die Datenleitungen erkalten hören …

Ubuntu 8.04 LTS && Lifebook E8110

So, es reicht.

  • iwl3945 kotzt ins Essen — Atheros- oder Prism54 via PC-Card rockt weiterhin das Haus (und ich bin nicht alleine …)

  • kein Dateiempfang mehr via Bluetooth — another pain in the ass brought to you by the second LTS release
  • synergy ausgebremst mit Ubuntu 8.04 LTS
  • Daß suspend nicht immer funktioniert, ist leider nicht neu; außer, daß es zuletzt in 7.10 endlich stabil funktionierte, unter 8.04 will er mal nicht runterfahren und mal ist WLAN und/oder Ethernet hernach b0rked. Perfide ist das Problem beim Ethernet (sky2.ko): das Device ist da, ich glaube, sogar Link up/Link down wird erkannt. Nur: auch bei Link up kommen keine Pakete an. »rmmod sky2« und »modprobe sky2« umgehen zwar einen Reboot, aber partielle Nichtfunktion ist für mich nun einmal schlicht Nichtfunktion.
  • Trotz – oder grade wegen? – laufendem ntpd weicht die Systemzeit schon mal im Tagesverlauf 15 Minuten und mehr von der Realzeit ab, dieser hinterherhinkend. Das kann natürlich durch den Netzwerkverlust beim Transport bedingt sein (da Suspend nicht tut, ist das, was »uptime« meldet, die wirkliche Uptime, wie bei einem Desktop mit USV; und da Network Manager keinen Failover von WLAN zu UMTS-via-BT kennt, ist die Kiste mehrere Stunden am Tag nicht wirklich am Netz, was aber durch den Einsatz von openvpn für die lokalen Anwendungen sich nur in Timeouts äußert).

Awesome!
Nun ja, stand ja groß drauf auf der Verpackung: »Finger weg! Bastelversion!« — »LTS« steht doch für »Leave This alone! It suxx!«, oder?
Richtig blöd ist nur eines: gehe ich jetzt zum unentropischen Debian-Projekt, werde ich garantiert in 6 bis 12 Monaten heulen, daß Debian Stable einfach zuuu alt für alles aktuell Interessante an HW ist. Und bei den komischen Hüten, Fedora 9 ist aktuell?, muß ich mir erst einmal die Finger brechen, damit MP3 und MPEG2-Video überhaupt was anzeigt außer »geht nicht« …
*sigh* Ja, ich kann schon verstehen, warum Windows XP so beliebt ist. Es ist zwar[sup]

¹

[/sup] auch Kacke, aber auf einem viel höheren, abstrahierenden Niveau.
Jedenfalls scheint Ubuntu 8.04 LTS durchaus unterschiedliche Erfahrungen hervorzubringen …
____

[sup]¹[/sup] – nach meiner ganz unwesentlichen Ansicht —

Sponate Erkenntnis

Heissa!

Quelle: YouTube

Ganz spontan weiß ich wieder, welche grundlegenden kulturellen Unterschiede es in einer inhabergeführten Butze gibt, verglichen zu z. B. einem, von angestellten Geschäftsführern – dem Shareholdervalue verpflichtet und ihrem Salär verbunden – geleiteten Konzern(-teil) …

World Domination

Ja, ich bin linux-affin.
Vielleicht nicht aus der Überzeugung, mit der man sich eine Linux-Monokultur, die ihr Windows-Vorbild ersetzte, wünschen würde. Eher mehr so aus praktisch-pragmatischer Sicht. Andererseits ist meine Sturn- und Drangzeit passé und auch der unstillbare Wille, alles und jedes selbst fixen zu wollen. Es scheint fast, als käme mit dem Alter auch der Wunsch nach Bequemlichkeit — nach einfach fehlerfrei laufender und sinnvoll reagierender IT …
Auf der Suche nach einer Abspielmöglichkeit für ogg-Files auf dem Sanso e200 stolperte ich zuerst über eine Linux-Portierung auf den e200 — und danach über rockbox.
Ohne mir eine der beiden alternativen Firmwares angesehen zu haben, symphatisiere ich doch direkt mit rockbox — weil es ein Weg an einer Linux-Monokultur vorbei ist und weil ich generell glaube, daß nicht jedes Gerät durch Linux – samt *ix-Ballast wie Benutzerverwaltung, Framebuffer-Abstraktionslayer, … – per se profitiert. Gut, Größe sagt nichts mehr aus, der e200 mag es von der Rechenleistung mit dem Nokia IT N810 aufnehmen können; ich habe nicht den Hauch einer Ahnung. Aber rein vom gedanklichen Ansatz finde ich eine aus OSS-Teilen zusammengedengelte spezialisierte Firmware zielführender als ein generische Linux-Port auf das nächste arme, fingernagelgroße SoC …

.oO( Brauche ich eigentlich wirklich ogg (Vorbis) auf dem Sansa? Warum doch gleich? )

War da nicht was …

… mit der Trennung verschiedener Busse bei einem Flugzuigbauer? Das hackable Car kommt jedenfalls näher, ich freu’ mich schon drauf:

Viele Funktionen wie das Einstellen der Sitzposition, der Klimaanlage oder der Standheizung sollen laut Delphi schon vor Fahrtantritt per Fernbedienung einstellbar sein. Dazu wird ein WLAN-fähiges Mobiltelefon benötigt um direkt auf den Datenbus des Fahrzeugs zuzugreifen. Das Konzeptfahrzeug wird zurzeit europäischen Automobilherstellern präsentiert. Der Marktstart könnte laut Delphi in vier bis fünf Jahren erfolgen.

 

Die zwei Geschwindigkeiten bei der Formel 1 …

Beim sichern ihrer Rechte – hier: Löschung eines Videos eines eher peinlichen Formel-1-Auffahrunfalls vor einer roten Ampel – ist die Fornel 1 offensichtlich schnell. Flink im eigenen Dachverband aufzuräumen allerdings scheint nicht im Fokus zu liegen.
Moral:

Wie erkläre ich das doch gleich meinen Kindern? Nicht nur die sexuell-menschlichen Abgründe des Max Mosley, sondern auch, daß »so einer« weiter machen kann, daß zwar Teams abgestraft werden (die beteiligten Fahrer übrigens nicht), der greise Vorsitzende des Automobil-Weltverbandes aber tun und lassen kann, was er möchte.

(Mobil) Online in Spanien

- ¿Hablá Español?
– Ah, no. Un poco, no más.
Und Google mochte die URL auch nicht übersetzen. Aber nach meinem Oberstufen-Spanisch (long story) scheint es zu stimmen, was schon geschrieben wurde: SIMYO Spanien bietet 100 MB für 0,99 EUR am Tag. Für knapp 20 Tage Spanien ist das wohl das Äquivalent dessen, was ich letztes Jahr mit TIM nutzte.
Schade, weder bei Telefónica O[sub]2[/sub] Germany noch bei Telefónicas Heimatfunker Movistar scheint es attraktive Angebote für Spanien-Urlauber zu geben. (Vodafone bietet seinen Standard: Websessions-or-bust …)
[Update]Yoigo bietet – lt. Teltarif, die grafischen Elemente übersetzen sich nicht gut – einen Tarif zu 1,39 EUR/Tag flat(?) für UMTS im Yoigo- und GPRS im spanischen Vodafone-Netz an. [/Update]