Fax2k8

Fax … Wann stribt dieser Dienst endlich aus? Ich sollte heute einen Fahrzeugschein gefaxt bekommen, um für jenes Fahrzeug im Netz ein Ersatzteil aufzutun, »Dir fällt das doch bestimmt leicht« … Und was kam – wie zu erwarten – an? Ein unleserlicher Pixelteppich, mehr nicht.
Nun finde ich es immer schwer, jemanden am anderen Ende der Leitung, zumal jemanden, der nicht ganz so technikaffin wie vielleicht ich es bin ist, anzuleiten, z. B. den Kontrast beim Scan zu erhöhen. Ich sagte statt dessen: »Ach komm, scan’ das eben ein und schick’ mir das Bild.«
Wenn es denn so leicht wär, dem Vernehmen nach wollte die Software irgendwas neu- oder nachinstallieren und hätte gerne eine CD gehabt, die aber nur als Image auf der Platte lag — oder so; jeder hat so seine Philosophie, mit Windows-Crap umzugehen, die meine ist es, nicht mehr als unbedingt nötig mir daran die Hände zu entsäubern. Während dort also gewirbelt wurde, entsann ich mich, daß ich das Netz in meinem Elternhaus adoch aufgebaut habe und per OpenVPN auch mit meinem gekoppelt.
Ein Trace bestätigt die Funktion der Verbindung, eine Suchanfrage bei der allwissenden Müllhalde förderte »hp-makeuri« zu Tage und »man xsane« ergab, daß man xsane auch einen URI auf der Kommandozeile übergeben kann. Also:

root@home:~ # hp-makeuri 192.168.43.32
[...]
CUPS URI: hp:/net/Photosmart_2600_series?ip=192.168.43.32
SANE URI: hpaio:/net/Photosmart_2600_series?ip=192.168.43.32
HP Fax URI: hpfax:/net/Photosmart_2600_series?ip=192.168.43.32

Soweit, so gut, aber wird es funktionieren? Ein

wusel@home:~ $ xsane hpaio:/net/Photosmart_2600_series?ip=192.168.43.32

bringt das bekannte SANE-Interface hervor, ein Preview-Scan das Objekt der Begierde in geringer Auflösung auf meinen Schirm. Flugs den Weiß- und Schwarzpunkt bestimmt, DPI auf 300 gestellt und … ab dafür.
Dank DSL 6000/576 auf Sende- und VDSL 25000/25000 auf Empfängerseite flutschen die gescannten MBs nur so über die IP-Verbindung, und während dort noch nach dem Speicherort des nun auch lokal geglückten Scans gefahndet wurde, konnte ich den Schein der Begierde schon lokal – natürlich über’s Netz – ausdrucken.
R0x0r! Mein Dank gilt den Entwicklern vom »HP Linux Imaging and Printing System« und HP für die offensichtliche Unterstützung ihrer Produkte auch unter Linux! (Daß die sauteure HP-Tinte in meinem HP OfficeJet 5605z nach wie vor nach ~1 Tag Nichtbenutzung eintrocknet – die des Canon Pixma iP4300 tut dies, 1 m Distanz auf dem Schreibtisch, nicht –, ist nach wie vor aber eine ziemliche Abzocke. Dafür gibt’s weiterhin fette Abzüge in der B-Note, HP!)