Das Ende einer Ära …

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Umbauten an der Stromverteilung zwangen zur Abschaltung. Auch schon wieder ein halbes Jahr her. Damals war’s wärmer …

Linux version 2.0.36 (root@gaspode) (gcc version 2.7.2.3) #6 Mon Jun 21 00:12:06 CEST 1999


Ja, der Kernel ist handgeklöppelt und seinerzeit nativ durchkompiliert. Ich weiß nicht mehr, ob es ein oder zwei Tage dauerte, bis der Motorola 68040 sich mit seinen 25 MHz durch den Wust an Codezeilen gekämpft hatte.

Amiga hardware found: [A4000T] A4000_SCSI A4000_IDE A3000_CLK VIDEO BLITTER AUDIO FLOPPY KEYBOARD MOUSE SERIAL PARALLEL CHIP_RAM PAULA LISA ALICE_PAL ZORRO


Paula. Lisa! ALICE!!! Und der Kollege Zorro! Hachja, wir hatten schon eine schöne Zeit …

Probing AutoConfig expansion device(s):
0x00e90000: Commodore A2060 Arcnet Card (Z2, 64K)
0x00200000: Village Tronic Picasso II Graphics Board (RAM) (Z2, 2M)
0x00ea0000: Village Tronic Picasso II Graphics Board (REG) (Z2, 64K)
0x00eb0000: BSC ISDN MasterCard (Z2, 64K)
0x00ec0000: Commodore A2065 Ethernet Card (Z2, 64K)
0x00ed0000: Hacker Test Board 0xe0 (Z2, 64K)


Da schau her, ‘ne Arcnet-, eine Ethernet- und eine ISDN-Karte — Goldstücke … im vergangenen Jahrtausend.

Memory: 15028k/16384k available (676k kernel code, 680k data)


16 MB. Das waren 1990 noch (fast) unvorstellbare Größen!

scsi0 : Amiga NCR53c710 SCSI
scsi : 1 host.
scsi0 : target 0 accepting period 200ns offset 8 5.00MHz synchronous SCSI
scsi0 : setting target 0 to period 200ns offset 8 5.00MHz synchronous SCSI
Vendor: FUJITSU Model: M1606S-512 Rev: 6234
Type: Direct-Access ANSI SCSI revision: 02
Detected scsi disk sda at scsi0, channel 0, id 0, lun 0
scsi0 : target 1 accepting period 200ns offset 8 5.00MHz synchronous SCSI
scsi0 : setting target 1 to period 200ns offset 8 5.00MHz synchronous SCSI
Vendor: FUJITSU Model: M1606S-512 Rev: 6220
Type: Direct-Access ANSI SCSI revision: 02
Detected scsi disk sdb at scsi0, channel 0, id 1, lun 0

1 GB. Und ich habe sogar zwei dieser Platten! (In keinem RAID-Verbund, aber dies einmal außer Acht gelassen.)
Hachja. Lieber Amiga 4000 Tower, Du hast mir, weit über die prognostizierte Lebensdauer hinweg, immer viel Freude bereitet. Die letzten rund neun Jahre Dauerbetrieb aber sind auch an Dir nicht spurlos vorbeigegangen, sodaß ich Dich in der nächsten Woche abschalten werde. Danke für all die CPU-Zyklen, die Du mir spendetest!
Neinneinnein, weder Dein Alter noch Deine morbide Leistungsfähigkeit hat etwas damit zu tun; ehrlich. Nein, auch nicht die simple Tatsache, daß heutzutage jedes Handy, ja fast jeder RFID-Chip, mehr Rechenleistung vorzuweisen hat.
Farewell …

Es kann nur Einen geben …

Ich behaupte mal, das Folgende aus einem heise online-Artikel ist bestenfalls uninformiert wiedergegeben?

Die Bundesregierung will das heimliche Aufspüren von Handys eindämmen. Das beschloss das Kabinett am Mittwoch in Berlin. Die Ortung von Mobiltelefonen soll künftig nur noch dann möglich sein, wenn der Betroffene “ausdrücklich, gesondert und schriftlich” zugestimmt hat, teilte Verbraucherstaatssekretär Gert Lindemann mit. “Einer heimlichen Ortung ohne Einwilligung des Betroffenen wird hiermit ein Riegel vorgeschoben.”

 
Oder heißt daß, da ich ja nie »ausdrücklich, gesondert« und schon gar nicht »schriftlich« zugestimmt habe, daß meine Daten nicht mehr vorratsdatengespeichert werden?
Ich meine, das hat er ja – lt. heise online – offensichtlich gesagt, der Herr Lindemann. (Und warum muß ich grade wieder an eine Herrenboutique in Wuppertal denken?)

Das 1G-iPhone …

Liebe Telekom,
wann habe ich Euch doch gleich erlaubt, mir Post mit einem dumm-dreisten iBrick-Flyer zu schicken? Lecken da schon wieder schon wieder Eure Datenmüllhalden, trotz des juristisch-netten neuen Datenschutzvorstands? Tststs.
Nur um es ein für alle mal zu sagen: ich will kein iPhone bei Euren Abzockertarifen, Sack Zement nochmal.
Aber toller – wenn auch uralter – Trick, die in riesigen Lettern gemachten, vollmundigen Versprechungen, je weiter man nach unten auf dem Flyer kommt, immer kleiner und augenfeindlicher zu setzen. Voll das neue Konzept der Nepper, Schlepper und Bauernfänger, welches Ihr da ausgrabt …
Ernsthaft, wieso sollte ich schlappe 69,– Euro im Monat dafür zahlen, daß aus »immer und überall spontan mit Highspeed surfen und mailen« nach einem mageren GByte im Monat ein Datentrampelpfad auf ISDN-Niveau wird? Warum mir ein trojanisches Pferd namens iTunes installieren, welches nach Microsoft- Gutsherrenart installiert, was Apple genehm ist, ohne, daß ich widersprechen, oder gar eingreifen, könnte?
Der Hammer an diesem Angebot ist aber für mich wirklich die Kopplung von UMTS- und WLAN-Verkehr: ein längerer Coffeeshop-Aufenthalt, und das erste Viertel des GBs ist weg?
Da bin ich doch lieber günstig im immer weiter ausgebauten o2-Netz per (5GB-) Flatrate für deutlich weniger als die Hälfte des Preises monatlich (25,– statt 69,–) unterwegs – auch wenn Genion S bei Neuverträgen leider teurer wird. Online mittels eines 3.5G-USB-Sticks, ‘ner 3.5G-PC-Card oder einfach via BT gekoppelt an mein N95 oder E71, welches parallel noch für Anrufe nutzbar bleibt.
Jaja, okok, das Problem stellt sich beim iBrick gar nicht, denn als Modem kann man es auch nicht einsetzen.