HP Mini-Note 2133 & Ubuntu 8.10 BETA

Tja. Hätte ich mal gewartet … Aber gut, keines der genannten, nun fast im freien Preisfall befindlich scheinenden, Netbooks bietet mir die Features, weswegen ich das 2133 wollte: eine Auflösung wenigstens in der Größe des Notebook-Standards zur Jahrtausendwende (1024+ mal 768+) in einem Gehäuse nicht größer als der MSI Wind U100 (bzw. Medion akoya Mini), Bluetooth und WLAN an Board, eine echte Festplatte für Parallelbetrieb von Windows und Linux sowie ein Express-Card-Erweiterungsslot. Und das für, vorzugsweise deutlich, unter 1000,– Euro.
Über den Cardslot liesse ich mit mir reden, aber das 1024x600er Display der gängigen Netbooks ist mir persönlich zu wenig; war schon bei den 800x480er-Gucklöchern der ersten Generation keine sinnvolle Webnutzung möglich, so ist diese meiner Meinung nach auch bei den 600 Zeilen der aktuellen Generation mehr eine Scrollorgie denn angenehmes Tun.
Gut, nun ich mein Prachtstück da, samt Spiegeldisplay mit 1280×768 Pixeln, 2 GB RAM, 120er Platte – und Windows Vista Business Basic auf einem VIA C7-M Processor 1600MHz … Das gesehene Windows ist vorinstalliert und voraktiviert — dennoch vergehen bis zur ersten Inbetriebnahme unsäglich viele, lange Minuten. Im Lieferzustand belegt eine NTFS-Partition rd. 32 GB und die Recovery-Partition 9 GB …

Disk /dev/sda: 120.0 GB, 120034123776 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 14593 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
Disk identifier: 0x80d2f3ee
Device Boot Start End Blocks Id System
/dev/sda1 * 1 4179 33567786 7 HPFS/NTFS
/dev/sda2 13419 14594 9439232 7 HPFS/NTFS

Nachdem Vista fertig ist, hat es sich auch breit gemacht — sda1 belegte sämtlichen Platz, den sda2 nicht belegte :( Das wird für Otto-Normaluser das sinnvollste Setup sein, für mich bedeutete dies, daß ich erstmal rausfinden mußte, wie man unter Vista – dies war meine erste Vista-Erfahrung, und ich muß sagen, der Aha-Effekt blieb aus, der GUI-Wechsel von NT4 zu XP war ungleich größer – NTFS-Partitionen verkleinert, um Platz für das designierte Haupt-OS zu schaffen: Ubuntu. Dankenswerterweise kann Vista derlei schon von Haus aus, sodaß es danach an die Installation von Ubuntu 8.10 BETA gehen sollte …
Nach einem nicht ganz erfolgreichen Versuch mit Ubuntu 8.10 auf einem USB-Stick, wieder mit UNetbootin wie schon bei meinem akoya Mini, habe ich es dann mit einem Ubuntu 8.04.1-Image per PXE probiert und konnte das Rescue-Image anstarten, um den initialen Platteninhalt zu sichern — man weiß ja nie ;)
Hier zeigte sich die HP2133-Plattform von ihrer flinken Seite, bis etwas über 30 MByte/sec zeigte xnetload auf dem empfangenden Rechner (Athlon X2, 750er SATA-Platte) an — das GBit-Interface und die Platte scheinen nicht ganz langsam zu sein.
Die PXE-Installation von Ubuntu 8.10 BETA lief durch, aber das neu installierte System crashte beim Start des gdm; totaler Hänger, auch auf CAPSLOCK kam keine Reaktion mehr.
Ich habe dann Ubuntu 8.04.1, was auch schon auf dem akoya läuft, installiert — per PXE. Worked like a charm, hinreichend flott dank durchgängig GBit hier zu Hause zu den beteiligten Rechnern (PXE-Server ist ein Dual-P3 1 GHz – kein Rennpferd mehr, aber munterer Ackergaul für bis zu 200 MBit/sec auf dem GBit-Link) ;)
WLAN tat out-of-the-box nicht, wie nicht anders zu erwarten; die ndiswrapper-Lösung läuft aber auch hier, wie auf dem akoya Mini unter 8.04.1, schön mit NetworkManager. Auch habe ich den xforcevesa-Hack angewendet und habe nun X in 1280×768:

When the language menu comes up, select your preferred tongue and hit enter. At the Ubuntu install menu hit F6, which will bring up the Boot Options line. Add the word xforcevesa at the end of the line and hit enter. The installer will then load the kernel and begin the installation process. It is normal for the progress bar to freeze for a short period of time. Have patience.

 
Ok, ich hab’s nachträglich in grubs menu.lst gepackt.
Was derzeit noch nicht funktioniert, trotz – oder wegen? – neuestem ucvcideo-Treiber (scheinbar schon bei Ubuntu 8.10 BETA dabei?), das ist die eingebaute Webcam; Audio hingegen ging schon bei 8.04.1 aus Anhieb …
Soweit erst einmal zum HP 2133 mit Ubuntu; zur Usability kommen im Laufe der nächsten Woche(n) noch Beiträge, bislang bin ich aber sehr vom Keyboad angetan, für mich als 3-bis-4-Tasten-Tipper ist die Tatstatur exterm angenehm zu nutzen, zumal bei der Größe des Gerätes. Erstaunlich finde ich auch, daß ich hier, anders als beim akoya Mini, noch nicht auf das Touchpad beim Surfen oder Tippen (dieser Text wird schon auf dem HP geschrieben) gekommen bin.
Ach so, die neckische Taste zur Deaktivierung des Touchpads ist unter Ubuntu offensichlich ohne Funktion. Lustig ist, daß die LED in der Taste, die eigentlich das Touchpad und die Tasten deaktivieren soll, scheinbar willkürlich gelegentlich sich einschaltet. Ob hier der gleiche Speicherbeschreibungsbug werkelt, der etlichen Intel-Gigabit-Karten das NVRAM zerschrieben hat?

To gPhone or to not gPhone …

Irgendwie juckt es mir ja in den Fingern; so ein »echtes« Telefon, wo ich ohne den Signierungsunsinn z. B. bei Nokias Series 60, 3rd Edition – das sind die interessanten Mobiltelefone vom (Funktions-) Kaliber eines N95, E90 oder E71 mit oftmals Multimegapixel-wegkomprimier-Autofokus-Kamera und GPS – eigene Programme drauf laufen lassen könnte, z. B. einen GSM-Zellen-Logger mit GPS-Anbindung, wie ich ihn für das 6630 (Series 60, 2nd Edition — mit Python, ohne Signaturgedöns) schon zusammengetippt habe, das wäre schon was.
Wobei – das gebietet schon die vermeintliche Hacker-Ehre – natürlich einer der ersten Eingriffe der Entfernung der Fremdkontrolle dienen müßte — schließlich ist es meine Hardware, da bestimme ich, was damit geschieht. Nicht Apple (k. o. für das iBrick) und auch nicht Google.
Mist; eigentlich ist der Gadget-Etat für dieses Jahr aufgebraucht, habe ich mir doch grade erst ein HP Mini-Note 2133 gegönnt (dazu später mehr hier im Blog) … Bleibt mir eigentlich nur zu hoffen, daß es das erste Android-Gerät nicht so bald nach Deutschland schafft. Aber selbst wenn, das hatte bestimmt auch noch kein 3.5G, nicht wahr? *hoff* ;)

Rechtsfalle Blog

Herzallerliebst.
Via IM-Hinweis auf einen Artikel erfahre ich heute, daß der Abmahnwahn nun auch die – in meinen Augen sinnvolle – Funktion, sich bei weiteren Kommentaren zu bestimmten Blogeinträgen per eMail benachrichtigen zu lassen, erreicht hat (Full Story).
Nun frage ich mich natürlich, ob meine ins SPHPBLOG gehäkelte Blogkommentarfreischaltungsfunktion denn rechtskonform ist; da ich weder Zeit noch Lust auf das Moderieren von Kommentaren habe, habe ich vor die Veröffentlichung eines hier hinterlassenen Kommentars den Aufruf eines Links gesetzt, welcher dynamisch generiert wird und an die beim Verfassen des Kommentars angegebene eMail-Adresse geschickt. Solange dieser Link nicht aufgerufen wurde, bleibt der fragliche Kommentar nur im Filesystem lesbar, nicht aber im Web.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage was – rechtlich – passiert, wenn ein Honk hergeht und zig Mal einen Kommentar absetzt, mit der Absenderadresse eines berühmt-berüchtigten Anwaltes zum Beispiel. Würde ich eine Opt-Out-Liste anbieten müssen, in der sich jemand in einem Opt-In-Verfahren gegen Mails von diesem System/dieser Domain verwahren kann?
Narf. Irgendwie war das vor 15 Jahren alles noch einfacher. Vielleicht hätte man die Massen nicht ins Netz der Netze lassen, geschweige denn holen, sollen?