Von wegen »don't be evil«.

Wie unter anderem Golem.de berichtet, ist zumindest das amerikanische G1-Modell nichts für Normalverdiener auf Reisen:

Verborgene Automatikfunktionen machen das erste Android-Mobiltelefon schnell zu einer unberechenbaren Kostenfalle. […] Denn ganz gleich, was der Nutzer einstellt: T-Mobiles G1 baut immer wieder Datenverbindungen ins Internet auf. Dadurch entstehen bei einem Auslandsaufenthalt aufgrund der Roaminggebühren besonders hohe Kosten für die mobile Datennutzung.
Ein T-Mobile-Mitarbeiter hat dem Kunden bestätigt, dass das G1 keine Option bietet, derartige Internetverbindungen zu verhindern. Dem Kunden wurde empfohlen, das G1 auf Auslandsreisen zu Hause zu lassen, wenn er diese Kosten nicht tragen wolle. Eine andere Lösung gebe es nicht.
[…] Das australische Magazin APC fand heraus, dass ein aus den USA stammendes G1 beständig Kurzmitteilungen versendet, wenn es mit einer SIM-Karte eines Netzbetreibers außerhalb der USA betrieben wird. Das Mobiltelefon sendet munter Kurzmitteilungen an eine US-Rufnummer von T-Mobile, […]
Nach den Erkenntnissen von APC ist die von T-Mobile auf dem G1 installierte MyFaves-Applikation für den ungewollten SMS-Versand verantwortlich. In MyFaves kann dies nicht deaktiviert werden und es ist auch nicht ohne weiteres möglich, MyFaves einfach zu deinstallieren. […]

 
Wenn man sich jetzt erinnert, daß Google mit die treibende Kraft hinter der Android-Geschichte ist und Google immer wieder mit dem Slogan »don’t be evil« in Zusammenhang gebracht wird, dann wird klar, daß Android nicht wirklich eine Alternative zum vernagelten iPhone und der unheiligen Allianz T-Mobile-Apple (in Deutschland) ist. Es ist nur eine andere Seite des selben Problems: Netzbetreiber wollen keine offenen Systeme, sie könnten dadurch Opfer von Innovationen werden, die ihre Abzocke üppigen Margen bei technologischen Abfalldiensten wie z. B. SMS gefährdeten. Siehe die lustigen Dienstausschlüsse bei insbesondere den Marktführern in D, T-Mobile und Vodafone — kein Chat, kein Sprachdienst-über-IP, …
Krass – mir fällt wirklich kein anderes Wording hierfür ein – finde ich allerdings die kolportiere Aussage von T-Mobile USA:

Dem Kunden wurde empfohlen, das G1 auf Auslandsreisen zu Hause zu lassen, wenn er diese Kosten nicht tragen wolle.

 
Beim US-amerikanischen Rechtssystem würde mich ja brennend interessieren, ob auch mindestens in DIN-A3-äquivalenter Größe beim Verkauf des G1 auf das Detail »nur im Inland zu nutzen, sonst droht Ihnen der Bankrott durch das T-Mobile-Branding« hingewiesen wird?
G1 — mindestens in den USA »more than evil«.