Lessons learned mit Sipgate

Gestern gab’s noch ein Aha-Erlebnis mit Sipgate.de; der Versuch, für die bewußte Naturheilpraxis einen Account samt Gütersloher Rufnummer anzulegen (als Basis für eine etwaige Übernahme der von Hansenet ins Aus gestellten alten Rufnummer), scheiterte an recht profanen Dingen:

  • Da Heilpraktiker Freiberufler sind, existiert keine Gewerbeanmeldung.
  • Da Heilpraktiker per se nicht mehrwertsteuerplichtig sind, existiert keine Anmeldung beim Finanzamt.
  • Da die Anmietung der Räume über den privaten Sektor läuft, existiert keine amtliche Bestätigung, daß die Praxis an genannter Adresse existiert.
  • Da noch kein Telefonanschluß auf den Namen der Praxis am genannten Ort existiert, gibt es keine Rechnung eines anderen Telekommunikationsunternehmens, die Sipgate als Adressnachweis bekommen könnte.

Oder, mit anderen Worten: es war nicht möglich, einen Nachweis zu erbringen – entsprechende Zusicherung samt Unterschrift und Firmenstempel reicht Sipgate nicht –, daß besagte Praxis sich an besagtem Ort befindet. Ohne einen solchen Nachweis allerdings, so Sipgate, sei eine Zuteilung regionaler Rufnummern per Vorgabe der BNetzA nicht möglich.
Faktisch heißt das, daß Sipgate für Freiberufler ohne Meldepflichten als alleiniger bzw. initialer Rufnummernlieferant ausfällt, sofern man Räumlichkeiten außerhalb seiner privaten Meldeadresse nutzt. Zum Vergleich: die einzigen an Alice gefaxten(!) Unterschriften waren auf dem Portierungsformular und der Einzugsermächtigung; dafür gab’s gleich 10 Festnetzrufnummer zum NGN-ISDN dazu … (Ok, einen Unterschied gibt es, denn Alice/Hansenet wird ja eine tatsächliche Leitung an besagte Adresse schalten, derlei Bindung fällt für Sipgate ja weg. Trotzdem für mich erstaunlich, wo sich da Fallstricke auftun können …)