Fonera 2 – ei, ei, ei

Jul 8 22:27:32 greebo kernel: [133096.115253] r8169: eth0: link down

Da ging sie hin, die Fonera 2, und ward’ weder im WLAN noch auf dem Ethernet mehr gesehen. Stabilität – zumindest bei Nutzung von UMTS als Uplink – scheint keine herausragende Stärke der Fonera-2-Software zu sein. (Bevor wer meckert: die 2.2.5.0 hat sich binnen zwei Stunden jeweils selbst stranguliert; das es fast einen Tag jetzt gut gegangen ist, ist insofern erfreulich — und ein Armutszeugnis für diese Firmware.)
Nunja, nachdem fon in Deutschland einen Prozeß verloren hat und dabei als »schmarotzend« bezeichnet wurde, darf man gespannt sein, in welche Richtung sich fon und die Fonera-2-Firmware weiterentwickled …

HTC Magic

(Blogged via locr)

Es war ein Notwehrkauf, wirklich, das müßt Ihr mir glauben! Vertrag lief aus, ich habe Grundtarif und Optionen ausgemistet und dann nur 1,00 EUR … Ja, was hätte ich den tun sollen? ;)

Kamera: HTC HTC Magic

Generation Kugelschreiber

Ich habe mir den Lifestream der Vodafone-Pressekonferenz heute angetan. Ich habe den »Generation Upload« gehört, Bullshit-Bingo gewonnen und von »es ist Deine Zeit« Vodafonies reden hören.
Nun, meine Zeit auf der Website war verschwendet, außer einem Teaser des neuen Image-Films gibt’s da nix, den Verweis auf den 11.7. als Termin, wo es weitere Infos gäbe, finde ich unter dem Aspekt, daß Vodafone hier mir meine Zeit stiehlt, schon frech.
Ganz groß allerdings sind nach wie vor die Fußnoten zu Vodafones Tarifen – man be- und umwirbt eine »Generation Upload«, die sich in sog. Social Networks, in Blog und Microblogs tummelt, die dan Internet in alle seinen Facetten nutzt. Und dann klebt man das an seinen Tarif:

Preise in Euro
inkl. MWSt
Vodafone Mobile Connect
L1,2,3 Flat1,2,3
Mtl. Paketpreis
mit Daten-SIM-Karte
ohne vergünstigte Hardware

oder
als Tarifoption8
19,95 34,95
Mtl. Inklusiv-Leistung5,7
Internet-Nutzung im dt. Vodafone-Netz
(über APN web.vodafone.de)
300 MB Unbegrenzt4
Nutzung Vodafone live!-Portal inklusive
Taktung 100 KB
Mindestlaufzeit 24 Monate
Einrichtung kostenlos

[…]

4. Was gilt für die unbegrenzten Inklusiv-Leistungen?
In jedem Abrechnungszeitraum steht Ihnen bis zu einem Datenvolumen von 5 GB die jeweils maximal verfügbare Bandbreite zur Verfügung. Ab 5 GB stehen Ihnen höchstens 64 kBit/s zur Verfügung. Sie dürfen die Vodafone-Karte nur als Endkunde im dafür üblichen Umfang nutzen. Der Weiterverkauf und das unentgeltliche Überlassen des Dienstes an Dritte sind genauso unzulässig wie die Nutzung zum Betrieb kommerzieller Dienste. Sie dürfen die Karte auch nicht für Voice over IP, Instant Messaging und Peer-to-Peer-Verbindungen nutzen. Wir behalten uns vor, nach 24 Stunden die Verbindung automatisch zu trennen.

 
Tarife von alten Männern mit Kugelschreibern; die »Generation Upload« darf bei Vodafone also rund 175% für einen Laufzeitvertrag zahlen für die gleiche Leistung, die sie für 19,95 EUR/Monat monatlich kündbar bei Tchibo im o2-Netz bekommen kann? Und Instant Messaging – zählt nun twitter zu Instant oder Non-Instant Messaging? – darf sie nicht »uploaden«.
Ich verstehe ja, daß der Image-Film (und Sacha Lobo) teuer war, aber, ernsthaft, Vodafone: wollt Ihr mich wirklich mit den Konditionen halten? Inbound lasse ich meine Rufnummer bei Euch; mobiles Internet aber, zu den Konditionen? Neeee…

Fonera 2: Lessons learned

Ich schreibe dies über einen Schlepptop, der per Ethernet mit einer Fonera 2 verbunden ist, an welcher per USB ein Huawei E160-3G-Stick angeschlossen ist mit einer Tchibo-SIM samt 5-GB-Datenflat. Es funktioniert – auf Anhieb mit der Firmwareversion 2.2.0.0.
Neuere Versionen funktionieren mit dieser Kombination nicht; leider hat das Entwicklerteam sich Anfang 2009 gedacht, daß es doch viel nutzerfreundlicher wäre, wenn jener nicht seine, vielleicht gar unbekannten, Daten eingeben müßte sondern einfach seinen Mobilzugang aus einer Liste auswählen könnte. Für Deutschland aber ist diese Liste arg kurz und längst nicht vollständig; für andere Länder taugt die Quelle auch nicht wirklich.
Kleiner Tipp daher für Leute, die diese Kombination – Tchibo-Internet-Flatrate-Tarif mit 3G-Modem an Accesspoint – nutzen wollen: achtet darauf, daß Euer APN korrekt eingestell ist (derzeit »webmobil1«). Denn, anders als zumindest ich es gewohnt bin, nimmt Tchibo bzw. o2 (Germany) auch andere APNs an, die Verbindung wird dann erst vor dem Ausgang ins Internet geblockt – bislang kannte ich nur die Variante des Verbindungsabbruchs bei falschem APN …
Mit APN “webmobil1”:

Selected device eth0, address 192.168.10.225, port 38564 for outgoing packets
Tracing the path to probe-us1.0xdecafbad.net (208.91.129.153) on TCP port 22 (ssh), 30 hops max
1 192.168.10.1 1.803 ms 1.168 ms 1.148 ms
2 82.113.122.185 810.180 ms 735.091 ms 936.821 ms
3 82.113.123.226 600.407 ms 832.806 ms *
4 OSRMUN1-Vl212.net.de.o2.com (82.113.122.53) 796.330 ms 855.301 ms 460.492 ms
5 IARMUN1-Gi0-2-199.net.de.o2.com (82.113.122.2) 740.127 ms 892.438 ms 857.284 ms
6 xmwc-mnch-de01-chan-3.nw.mediaways.net (195.71.164.209) 619.104 ms 1551.962 ms 683.984 ms
[...]
16 hotel.turbovps.com (208.91.129.130) 655.660 ms * 1049.125 ms
17 208.91.129.153 [open] 1382.966 ms 2390.673 ms 1080.543 ms

 
Mit APN “surfo2” (Standard für o2 seit ca. 2008; “internet” ist eine andere viel benutzte Einstellung, IIRC):

Selected device eth0, address 192.168.10.225, port 60577 for outgoing packets
Tracing the path to probe-us1.0xdecafbad.net (213.134.45.154) on TCP port 22 (ssh), 30 hops max
1 192.168.10.1 1.553 ms 1.245 ms 1.196 ms
2 82.113.103.225 620.902 ms 386.762 ms 618.808 ms
3 82.113.107.194 759.432 ms 867.596 ms 601.450 ms
4 82.113.103.26 563.609 ms 884.781 ms 539.424 ms
5 213.134.45.154 [closed] 1182.596 ms 746.681 ms 641.468 ms 

 
Wer also per UMTS/GRPS mit einer Fonera 2 und USB-Stick online gehen will, sollte genau drauf achten, ob auch wirklich die für seinen Tarif benötigten Credentials eintragbar sind — dies ist in neueren Releases derzeit nicht mehr der Fall, für mich funktioniert wie gesagt die Version 2.2.0.0 zufriedenstellend.

Gesinnungstäter

»Und ich bin schließlich für die Politik ungeeignet. Viel zu emotional, viel zu ungeduldig, viel zu oft widersprüchlich, viel zu selten Stratege.«
Selten habe ich etwas gelesen, wo ich mich sofort selbst erkannte. Obige Worte schrieb zwar Johnny Haeusler, aber wenn man mich mal fragen würde, warum ich hier nur so affektiert rumschreibe statt – in einer Partei – aktiv zu werden, so wären das die Richtung meiner Erwiderung.
Nicht erst seit jüngsten Verlusten im privaten Umfeld, aber seitdem mehr denn je, ist mir meine verbleibende Lebenszeit – in der Summe unbekannt – wichtig, ja, kostbar.
Ich sehe nicht, daß ich die Muße habe, diese in Diskussionen über Quoten, Zoten, Listenplätze zu verbringen; ich hege auch keine sonderliche Kompromißbereitschaft oder Diskussionfreudigkeit, was meine Ablehnung der Wiedereinführung stasiähnlicher Methoden (Vorratsdatenspeicherung, heimlichen Onlinedurchsuchung, Einführung einer inhaltsbezogenen Filterinfrastruktur), der Vergewaltigung (um nicht zu sagen: Aufkündigung) des »Generationsvertrages« (gesetzlich verbriefter Verzicht auf Rentenkürzungen, pünktlich noch vor der Bundestagswahl dem Heer der Rentner zum Geschenk gemacht), einer Steuerpolitik, die systembedingt immer die höheren Einkommen relativ wie absolut stärker entlastet, … angeht.
Im Job ist das was anderes; zum einen weiß ich da, was meine Position zu sein hat und auch, wofür ich kämpfen, wann ich schlucken muß im großen Kontext. Ich mag Details nicht mögen, aber es gilt da nun einmal, eine Aufgabe zu erfüllen, eine Position zu besetzten und auszufüllen. Dafür werde ich bezahlt, mehr oder weniger.
Privat aber … Ich habe meinen Vater immer bewundert, wie er jahrelang Stunde um Stunde opferte, um den nahezu bayerischen Verhältnissen in meiner ländlichen niedersächsischen Heimatgemeine Paroli zu bieten, der schwarzen Übermacht eine agile Opposition, die den Namen tatsächlich verdienen mag, entgegen zu setzen. Andere motivierte, ebenfalls politisch aktiv zu werden.
Ich glaube, diese Kraft habe ich nicht; oder, vielleicht ist das sogar schlimmer: ich sehe nicht, wozu ich meine Kraft an Windmühlen verschwenden sollte. Wozu sollte ich mich an erkenntnisresistenten Berufspolitikern abarbeiten, was ist mein Erkenntnisgewinn?

Ein Sprecher der Familienministerin bezeichnete die Recherchen Landaus auf Nachfrage von heise online nun als “sehr interessant”. Allerdings seien die Angaben “nicht wissenschaftlich hinterlegt und daher auch in ihrer Entstehung fachlich nicht nachvollziehbar”. Eine seriöse Bewertung seitens des Ministeriums sei so nicht möglich. […]
Generell räumte der Sprecher des Familienministeriums noch einmal ein, dass die Bundesregierung nach wie vor “über keine rechtsvergleichenden Studien zur Strafbarkeit von Kinderpornographie in anderen Ländern verfügt”. […]
Die Faktenlage, auf die sich das Familienministeirum derzeit stützt, ist allerdings generell unter Experten umstritten. […]

 
Ich will gar nicht auf die Verwandschaftverhältnisse im Hause Albrecht oder Schäuble eingehen; jeder hat in Deutschland das Recht, den Beruf zu ergreifen, den er gerne möchte. Ich aber habe weder Zeit noch Lust (das mit der Zeit ist vorgeschoben), neben dem Bestreiten des Lebensunterhaltes, mir noch politische Grabenkämpfe anzutun — auch bei den Piraten, die ich skeptisch-wohlwollend beäuge, zeichnet sich ab, daß ein Konsens nur auf einem sehr kleinen Nenner zu finden sein wird. Wobei, das ist, denke ich, aber ganz normal für ein Sammelbecken Unzufriedener. So im Kleinen habe ich meine Erfahrungen ja gemacht, in einem Netzwerkverein Ende der Achziger, Anfang der Neunziger; und selbst dort hatten die Wünsche der Mitglieder eine erstaunliche Bandbreite, war die Findung des Kurses nicht immer einfach. Es wird spannend bleiben zu beobachten, wie lange Basisdemokratie bei den Piraten gesetzt bleibt, wann bzw. wie die Emanzipation des Vorstandes, der Aushängeschilder von der Masse geschieht.
Erbost, das muß ich sagen, hat mich aber das Vorgehen der Regierungsparteien, die ein auf allen Ebenen – außer der Beantragunsgebene – kritisch hinterfragtes Gesetz, trotz einer rekordverdächtigen Unterstützung der Petition dagegen, in unreiner parlamentarischer Form beschlossen haben. Unerträglich ist es für mich, daß hier im Wissen um die Problematik und potentielle Grundgesetzwidrigkeit bzw. fehlende Gesetzgebungskompetenz dennoch für das Gesetz gestimmt wurde – mit so dreisten »Erklärungen« wie

Providerverträge existieren&können heimlich erweitert werden.Ist Euch das lieber?Das Gesetz ist def.das geringere Übel&verhindert Ausweitung

4:59 AM Jun 17th from Netvibes

 
oder

Mit dem Gesetz zur Blockierung von Internetseiten mit kinderpornographischen Inhalten wird – anders als von vielen Kritikern dargestellt – keine unmittelbare Zensur geübt (die Seiten sind ja weiterhin erreichbar), […], sondern es wird versucht ein gutes, richtiges Ziel mit falschen, unzureichenden und äußerst fragwürdigen Mitteln zu bekämpfen. Darüber kann ich den Kopf schütteln, mich ärgern, laut sagen, dass das Mist ist, aber es ist eben keine Gewissensfrage, sondern ein Streit über den richtigen Weg. Wäre allerdings die DNS-Sperre mit einer unmittelbaren Einleitung von strafrechtlicher Verfolgung verknüpft worden, hätte ich dem aus den gleichen Gründen wie bei der Datenvorratsspeicherung meine Stimme verweigert. […]
Ich hoffe, dass ich Ihnen meine Kriterien (Ethik und Grundrechte) deutlicher machen konnte und dass dieses Gesetz nach den drei Jahren, auf die es befristet ist, in den großen Parlamentspapierkorb wandert.

 
oder gleich der institionalisierten Variante »gemäß § 31 GO-BT« … Jaja, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Unerträglich ist für mich daran, daß jeder popelige Autofahrer, der ein Rotlicht mißachtet und erwischt wird, persönliche Konsequenzen – Bußgeld, Punkte in Flensburg – erdulden muß; für die Politiker, die reihenweise und nicth selten mindestens fahrlässig Arbeit für Verfassungs-, Finanz- und Verwaltungsgerichte produzieren, winkt nur die ungekürzte Pension, sollten sie dermaleinst nicht wiedergewählt werden …
»Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.«¹