Gedanken zur Zi8 (#floatingcast)

Dienstag habe ich den Datenwust vom FloatingCast-Event mal etwas sortiert, teils zu flickr hochgeladen (gut, daß bald ein neuer Monat anfängt, dank der Aktion heute bin ich bei 90+ Prozent meines Volumenlimits ;)) — und insbesondere mir das Material mal auf der heimischen 47″-Glotze (LG 47G7000) als auch meinem noch experimentellen HD-VDR-System mit u. a. auch XBMC drauf angesehen. Wohltuend finde ich, daß Kodak, anders als Panasonic bei der TZ7, der Zi8 ein passendes HDMI-Kabel beilegt (Mini-HDMI (Kamera) an HDMI (so ziemlich jedes andere Gerät); nicht nur, daß mich das seinerzeit wegen der TZ7 angeschaffte ca. zwanzig Euro extra kostete, es dauerte dadurch auch, bis ich mir die TZ7-Filme auf dem HDTV ansehen konnte …
Enttäuscht war ich allerdings von der Darstellung der Zi8-Fotos und -Videos auf meinem LG; während die 1080i-Filme passabel aussahen (wenngleich teils mit deutlisch sichtbaren MPEG-Artefakten?), litten sowohl 720p60 als auch 720p30-Aufnahmen unter deutlich sichtbaren Skalierungseffekten — der LG 47G7000 ist ein FullHD-Gerät. Nun habe ich nicht viele Filme parallel mit TZ7 und Zi8 gedreht, aber bei denen, wo ich einen direkten Vergleich hatte, traten diese Effekte bei den 720p25-Filmen der TZ7 weniger in Erscheinung als bei denen der Zi8; dies mag aber auch an der anderen Optik der TZ7 liegen. Hier war ich jedenfalls arg enttäuscht; ich kann aber nicht ausschließen, daß es sich um Einstellungsthemen des LGs handelt, denn beide HDMI-Eingänge (1 und 4) habe ich vorher nicht in Benutzung gehabt und somit auch noch keine der teils aberwitzigen LG-Defaults abgemildert … Zur Ehrenrettung sei vielleicht gesagt, daß diese Effekte sich bei der Darstellung der reinen Datenfiles via XBMC mit VDPAU auf einem liyama 24″-FullHD-LCD nicht zeigen, oder zumindest nicht in dem Maße. Ich wäre daher mal an Bewertungen Anderer gespannt, meiner einer hat kaum HDTV-taugliches Equipment geschweige denn eine sinnvolle Möglichkeit, (Full-) HD-Material zu schneiden (/me no Windows und ich lasse auch Fallobst links liegen) oder dessen Qualität zu begutachten — außer dem FullHD-LCD im Wohnzimmer und dem FullHD-Display im Arbeitszimmer ist kaum ein Display jenseits der 1280er Horizontalauflösung vorhanden. BTW, Fotos zeigt die Zi8 via HDMI als 720p an — ist das dem Umstand geschuldet, daß dies die minimale HD-Auflösung ist und man sich so unterschiedliche Skalierungen je nach Display sparen konnte?
Im Vergleich mit der TZ7 – die ich mir Anfang des Jahres nach Tip von @ifranz bestellt habe, um meine treue aber betagte Sony DSC-P10 abzulösen, insbesondere, da deren MPEG2-Videos in VGA-Auflösung für HD-Fernseher nicht mehr ansehlich waren – sprechen für die Zi8 aus meiner Sicht die FullHD-Option, natürlich der Preis sowie die simple Bedienung. Nachteilig finde ich den fehlenden Lagesensor – Bilder händisch auf Hochkantformat drehen zu müssen ist irgendwie ziemlich retro im Jahre 2009 –, den fehlenden Blitz (mag man bei einer »Pocket Video Camera« verschmerzen) und die Fixfokus-Optik. Letztere bedingt doch einen relativ großen Abstand zum Motiv der Wahl, was auch bei den Videos vom #floatingcast schön sichtbar ist — man achte im Folgenden auf @jeffreyhayzlett zumindest im Orginal ist er leicht unscharf (abgebildet), noch deutlicher wird es beim Blick auf die Displays der anderen Zi8 im Vordergrund:

Quelle: Kodak Zi8, heruntergerechnet von 1920×1080 mit ffmpeg

Andererseits, wer wirklich Video-Podcasts macht, für den wird die Anschlußmöglichkeit eines externen (Stereo-) Mikrofons ein Killerfeature sein und vermittels eines solchen Mikros (mit ausreichend langer Schnur ;)) und eines Stativs stellt sich die Entfernungsfrage Objektiv <> Objekt auch nicht mehr wirklich.
Deutlicher Pluspunkt in meinen Augen ist die Wahl des .MOV-Dateiformates anstelle des eher arg exotischen .MTS (MPEG-Transport-Stream) bei der Panasonic TZ7; zumindest unter Linux ist das Abspielen von .MTS nicht trivial, augenscheinlich gibt es auch Probleme bei der nativen Darstellung via VDPAU (für Nicht-Linuxer: Nutzung der HW-Beschleunigung moderner nVIDIA-Grafikkarten bei der Dekodierung und Anzeige von HD-Inhalten).
Während @ifranz (ja, ich habe meiner Blogsoftware eben schnell twitter-Namen beigebracht ;)) sein Interview mit Jeffrey führte, experimentierte ich mit den weiteren Aufnahmemodi der Zi8 — wobei man nach der Konvertierung nach Flash 480×270 kaum Unterschiede zwischen FullHD (1920×1080), HD (1280×720) und WVGA (848×480; für uns Europäer aus dem PAL-/SECAM-Reich wäre natürlich ein passender 576er Modus noch schön gewesen) erkennen dürfte:

Quelle: Kodak Zi8, heruntergerechnet von 1280×720 mit ffmpeg

Quelle: Kodak Zi8, heruntergerechnet von 848×480 mit ffmpeg

Letztlich bringt mich genau dies – die Un-Unterscheidbarkeit nach Konvertierung in webtaugliche Formate/Größen – zu der Frage des »warum eigentlich FullHD?« Wahrscheinlich liegt es man wieder an meiner Affinität zu OpenSource, daß ich keine gescheite Wandlung nach .FLV hinbekomme unterhalb exorbitanter Bitraten (8 MBit/sec für 848×480, satte 14 MBit/sec für 1280×720; die 1280er-Datei ist als -FLV damit größer als das .MOV-Orginal — und qualitativ schlechter) und ebenso stellt sich außer mir, der seine Streamings gerne selber hostet, kaum einer diese Frage, da Vimeo und YouTube HD-Content tapfer annehmen und munter konvertieren. Der Vorteil der Aufnahme in (Full-) HD dürfte in erster Linie darin liegen, daß man diese Aufnahmen nicht nur im Web nutzen kann (wie bei herkömmlichen VGA-Aufnahmen), sondern auch auf DVD oder im (HD-) TV verwenden — liege ich da richtig?
Nunja, mal sehen, was die Zukunft bringt. Die Zi8 ist ein schnuckeliges, handliches Gerät mit weitgehend intuitiver Benutzerführung (mangels »Exit«-Option schaltete ich anfangs die Zi8 einfach aus, um aus dem Einstellungsmenü wieder herauszukommen …) und durchaus bemerkenswerten technischen Leistungen — um »the Kodak moment« festzuhalten sicherlich recht cool (»kool, with a k«, wie Jeffrey betonte). Als always-on-Evangelist fehlen mir für ein »YouTube-Gadget« rudimentäre Schnittfunktionen (während des Ansehens Start- und Stopp-Markierungen setzen, Schnitt starten, neues Video wird abgelegt — analog der Bedienung z. B. bei VDR) und insbesondere die Möglichkeit, Kontakt zur Außenwelt jenseits der Welt des Full-Size-USB-Steckers aufzunehmen (lies: wenigstens Bluetooth). Derzeit brauche ich, um mit der Zi8 einen Clip online zu stellen neben der Zi8 einen Rechner, der eine Verbindung ins Internet bereitstellt, ich muß das Video von der per USB verbundenen Zi8 (die über USB scheinbar nicht geladen wird?) bzw. deren Speicherkarte über ein Webfrontend/ein spezielles Tool zum Dienst der Wahl hochladen. Klar, in Zeiten der Netbooks alles machbar und bei den Datenmengen erscheint USB 2.0 der logische Weg (weder BT noch WLAN können diese Bandbreite bieten); so ganz warm werde ich mit dem »YouTube«-Logo auf der Zi8 aufgrund der auf USB-Storage/SD-Card-beschränkten »Schnittstellen« derzeit nicht.
Ergo: ich bin gespannt auf die anderen ~19 Rezensionen ;)

Disclaimer: Ich war auf einem von Kodak Deutschland organisierten und finanzierten Event (FloatingCast; Anreise/ggf. Unterkunft auf eigene Kosten, Teilnahme kostenlos), bei dem ich die Zi8 nicht nur ausprobieren, sondern am Ende, samt SDHC-Karte, auch behalten durfte.

#floatingcast – first impressions

Es war ein kurzweiliger Abend, dieser #floatingcast-Event, organisiert von @Kodak_de (hmm, muß ich meinem Blog jetzt beibringen, # & @ in twitter-Links zu übersetzen, oder darf ich darauf vertrauen, daß die geneigte Leserschaft diese Transferleistung eigenständig hinbekommt?) und gepusht von @ifranz … Wenngleich ich zumindest derzeit kein Videoblogger bin: andere Blogger mal in freier Wildbahn zu treffen ist schon nett — Grüße insofern u. a. an Jens Matheuszik (und allen anderen, denen nach dem Aufruf von blogdoch.net ein »”jetzt wird zurückgeblogt”, das sagt mir was« einfällt ;)).
Zum Thema des Abends, der Zi8, fallen mir als mehr-Foto-denn-Video-Blogger doch schon mal zwei Dinge ein: Erstens – siehe Zi8-Post – fehlt der Zi8 ein GPS-Modul; wenngleich für Videos ggf. eher belanglos, böte dieses die Möglichkeit, Fotos mit GPS-Daten zu taggen als auch Uhrzeit/Datum der Zi8 automatisch mit hoher Genauigkeit zu stellen. Zweitens fehlt der Zi8 imho ein Funkinterface (lies: Bluetooth), um ohne einen PC die filmischen oder fotografischen Werke hochladen zu können (mein Android-Telefon schluckt anstandslos die JPGs von N95 oder auch Zi8 und schiebt sie tapfer zu den einschlägigen Diensten hoch … wenn man die Bilder erstmal zum Androiden bekommen hat, was derzeit einen PC als Relay voraussetzt).
Ein Freund von Fixfokus-Objektiven bin ich denn auch eher nicht, aber die Cam schlägt sich erstaunlich gut, für Fixfokus.

Disclaimer: Ich war auf einem von Kodak Deutschland organisierten und finanzierten Event (Anreise/ggf. Unterkunft auf eigene Kosten, Teilnahme kostenlos), bei dem ich die Zi8 nicht nur ausprobieren, sondern am Ende, samt SDHC-Karte, auch behalten durfte.

#floatingcast: Kodak Zi8 vs. Panasonic TZ7

Jajaja, ich vergleiche Äpfel mit Birnen, ein 170-Euro-FulHD-Videogerät mit einer 280-Euro-10-MP-Kamera mit HD-Videofunktion (720p), aber dennoch — ich war nunmal auf dem #floatingcast-Event und hatte neben der TZ7 auch mein treues Nokia N95 und mein »videofähiges« HTC Magic dabei …

Quelle: Kodak Zi8

Quelle: Panasonic TZ7

Die Videos wurden mit ffmpeg aus den nativen (Breitbild-) Formaten der Kameras auf blogdoch.net-taugliche 480×270 und nach .flv konvertiert (Zi8 speichert .MOV (hier, lt. mplayer: VIDEO: [avc1] 1920×1080 24bpp 29.970 fps, Selected audio codec: [faad] afm: faad (FAAD AAC (MPEG-2/MPEG-4 Audio) decoder)), TZ7 .MTS (hier, lt. mplayer: TS file format detected. VIDEO H264(pid=4113) AUDIO A52(pid=4352) NO SUBS (yet)! PROGRAM N. 1, Selected audio codec: [a52] afm: liba52 (AC3-liba52)).

Disclaimer: Ich war auf einem von Kodak Deutschland organisierten und finanzierten Event (Anreise/ggf. Unterkunft auf eigene Kosten, Teilnahme kostenlos), bei dem ich die Zi8 nicht nur ausprobieren, sondern am Ende, samt SDHC-Karte, auch behalten durfte.

Yeah Baby, TZ7 als Bootdevice :)

(Blogged via flickr)

Irgendwas hat meinem Laptop grade einfrieren lassen, als ich die versammelte Cam-Equipe vom #floatingcast-Event anstöpselte (HTC Magic, Panasonic TZ7 und natürlich die freundliche Sachspende von Kodak, die ZI8). Shit happens, immerhin braucht keines der Geräte unter Linux spezielle Treiber – imho klarer Vorteil gegenüber Windows IMHO … Wie auch immer, lustig fand ich nur, daß als einziges USB-Laufwerk die TZ7 als alternatives Bootdevice angezeigt wurde vom BIOS :) (Ok, wenn ich so drüber nachdenke: den Speicher des Magic hatte ich noch gar nicht freigegeben.) Linux von einer Digicam booten – klingt etwas schräg, oder? :)

Kamera: HTC HTC Magic