Videoschnitt mit Linux – mehr Strafe geht nicht

Ich bin wirklich kurz vor dem Aufgeben. Nachdem ich mir die halbe Nacht um die Ohren geschlagen habe mit dem Versuch, nativ unter Linux auch nur 3 HD-Clips (von Panasonic TZ8 und Kodak Zi8; die produzieren schon sehr unterschiedliche .MOVs; zu meinen audiolosen .MOVs aus einer JPG-Serie bin ich da noch gar nicht gekommen) zusammenzukleistern, ich habe noch nicht einmal lustige Überblendungen vorgesehen, und *jedes* Mal mit einem Absturz auf der Shell landete, möchte ich wirklich mal wissen, ob Schreiberlinge, die sowas absondern vielleicht ihr eigenes Blatt rauchen:

Scheinbar sind nach wie vor die „großen“ Softwarehersteller nicht daran interessiert ihre Schnittlösungen unter Linux zur Verfügung zu stellen. Doch Linux wäre niemals Linux geworden, wenn man immer bereitwillig auf die Unterstützung der etablierten Softwarehäuser gewartet hätte. Im Gegenteil: Seitdem die Videobearbeitung am PC ihren unaufhaltsamen Siegeszug angetreten hat, finden sich immer mehr kostenlose Linux-Programme, die Adobe, Canopus, Corel, Sony oder Ulead vielleicht schon etwas nervös machen sollten. Denn grundsätzlich funktioniert der Videoschnitt unter Linux bereits ziemlich gut.

 
Wenn »Adobe, Canopus, Corel, Sony oder Ulead« beim Thema Videoschnitt unter Linux nervös werden sollten, dann nur aus einem Grund: daß bis auf’s Blut von dem Codedreck in diesem Bereich unter Linux angewiederte User neben den (auch alles andere als fehlerfreien) Softwarepaketen ihnen auch noch einen adäquaten Windowsrechner aus den Händen reißen möchten …
Meine Fresse, was für eine Scheiße an Software da sich tummelt … Cinerella, CV oder die HeroineWarriors-Variante, hat ‘ne krude GUI und einen sehr elaborierten Crash:

signal_entry: lock table size=17
0x9cfffc0 CWindowTool::input_lock CWindowTool::run
0x9dd3df0 TransportQue::output_lock PlaybackEngine::run
0x9dd43a8 MainIndexes::input_lock MainIndexes::run 1
0xaab9f0d8 BC_Repeater::pause_lock BC_Repeater::run
0xaab6fd28 ResourceThread::draw_lock ResourceThread::run
0x9688750 BC_Synchronous::next_command BC_Synchronous::run
0x9b8ec550 AudioDevice::arm_lock AudioDevice::arm_buffer *
0x9b38990 BC_WindowBase::event_condition BC_WindowBase::get_event
0x9c61b80 BC_WindowBase::event_condition BC_WindowBase::get_event
0x9d4d940 BC_WindowBase::event_condition BC_WindowBase::get_event
0xaaba06f0 BC_WindowBase::event_condition BC_WindowBase::get_event
0x9d24f70 BC_WindowBase::event_condition BC_WindowBase::get_event
0x9b8ec590 AudioDevice::arm_lock AudioDevice::arm_buffer *
0xaab01890 BC_WindowBase::event_condition BC_WindowBase::get_event
0x9b8ec530 AudioDevice::play_lock AudioDevice::run 1 *
0x9b957758 OSSThread::write_lock OSSThread::wait_write
0x9b8ec550 AudioDevice::arm_lock AudioDevice::arm_buffer
BC_Signals::dump_buffers: buffer table size=0
BC_Signals::delete_temps: deleting 0 temp files
SigHandler::signal_handler total files=0
Aborted

LiVES ist auch nicht viel besser, das GUI ist noch unintuitiver und nachdem das Hinzufügen des 3. Schnipsels in der angeblichen Anwahl von 0 Audiotracks wurzelte und danach sich LiVES offensichtlich aufhängte, war ein Abbruch über Gnome notwendig. Great stuff.
Zu guter Letzt dann noch openmovieeditor – um es kurz zu machen:

[pcm_s16be @ 0xab64840]buffer smaller than AVCODEC_MAX_AUDIO_FRAME_SIZE
Last message repeated 26 times
[pcm_s16be @ 0xab0ce80]buffer smaller than AVCODEC_MAX_AUDIO_FRAME_SIZE
remove command
Segmentation fault

Ganz großes Kino, Videoschnitt unter Linux …