Grün werden leicht gemacht …

… zumindest im Gesicht geht das bei diesem Thema bei mir schnell …
Heute geht’s um Optionen, den Energieverbrauch einer Wohnung, eines Haushalts zu messen und, wichtig, aufzuzeichnen. Denn bei aller technischer Spielerei mit automatisiertem An- oder auch Ausschalten: eigentlich müßte ich erst einmal wissen, was denn so verbraucht wird —- möglichst zumindest stromkreisgenau und insbesondere ohne jeden Tag den Zählerstand vom Stadtwerke-Stromzähler im Keller aufzuschreiben. Ich erwähnte das ja schon.
Und dann möchte ich natürlich auch die Relation sehen: Verbrauch vorher, Verbrauch nachher; Differenz == Ersparnis, also grob (minderverbrauchte kWh/5) Euro (bei 0,20 Cent/kWh). Und da hänge ich noch immer. Zwar habe ich mittlerweile drei (von vier möglichen) ELV-Energiemeßzwischensteckern am Start und auch zwei Plugwise-Zwischenstecker »Circle«, aber das gibt nur eine sehr punktuelle Sicht. Toll für Messungen zwischendurch oder, bei Plugwise, gerne auch für das Messen und Schalten von bestimmten Verbrauchern; mit rd. 35,– EUR pro Zwischenstecker wird aber die »schlaue Stecken« irgendwie ökonomisch auch mehr so eine »Langzeitinvestition« … (Sicherlich günstiger als das technologisch Plugwise sehr verwandte »Plogg«-System, für welches jüngst das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik ‘ne App rausbrachte; mit UKP 97,00 vor Steuern ist das Plogg-System, von den noch unförmigeren Zwischensteckern als bei ELV angesehen – obwohl das schon an sich eine Leistung darstellt –, dann doch mal schnell Faktor 3 so teuer wie Plugwise.)
Den Gesamtverbrauch bekomme ich jedenfalls derzeit nicht ermittelt, da das IR-System mit meinem stylischen Schlumberger-Zähler in Rauchglasoptik grau nicht mehr von rotgrau unterscheiden kann und die Hutschienenlösung bei 12 Stromkreisen (und 4 möglichenen Geräte-IDs) einerseits richtig teuer wird und andererseits (funk-) technisch nicht funktioniert.
Funktionieren hingegen müßte eine Lösung mit einem Plugwise Stealth je (16A-) Stromkreis; mit 12 x ca. 40,– EUR auch ein kleines Einstiegshinderniss, zumal Kosten für den E-ticker ja noch hinzukommen. Hier wäre eine Preisreduktion mal richtig willkommen ;)
Tja, und schaue ich mal ins europäische Ausland, dann stellen sich Dinge wie …

Sensor clip
When you purchase Wattson 01 you will be provided with a single sensor clip. Most houses in the UK use single phase electricity and only require one clip to measure.

 
… als durchaus interessante Hürde heraus – grade bei der Energieversorgung scheinen sich nicht nur die Steckerformen quer durch Europa zu unterscheiden, auch die Technik unten drunter ist, bis auf die rd. 230 Volt Nennspannung, durchaus unterschiedlich. Das Wattson-System an sich ist ja nett – nur an meine 3 Phasen komme ich nicht wirklich ran, ohne den Sicherungskasten mindestens teilzudemontieren.
Das ist irgendwie alles in Deutschland schon anders, verdeckter, gelöst als offensichtlich z. B. UK. Aber so ein Gadget, welches die Farbe anhand des Energieverbrauchs ändert, das hätte schon einen sehr hohen WAF und auch die Kids könnten vielleicht leichter lernen, daß man Energie auch sparen kann – z. B. durch das Nichtvergessen des Lichtausschaltens im Bad *sigh*.
Nur was die Genauigkeit der Messung mit dieser komischen Klemme angeht, da habe ich doch so meine Bedenken; eine Auflösug von 1 W ist ja ausreichend, sofern es denn wirklich hinreichend genau (+/- 1%?) wäre. Naja, und dann wäre da noch ein anderes Problem:

LINUX
We are very sorry that we can not provide a linux version. We support all Linux users out there but our resources are too limited. In case any Linux developers are interested in taking action themselves then please get in touch! We can provide the API and tell you about our experiences with holmes and wattson users.

 
Vielleicht melde ich mich da wirklich mal; das Gadget an sich ist nett, wenngleich ich bei 433,92 MHz natürlich so meine Bedenken habe; aber gut, Funk ist Funk und wenn man das bei der Aussendung berücksichtigt, d. h. eher öfter als selten sendet, sollte das einigermaßen funktionieren.
Mittlerweile bin ich soweit, einen ollen traditionellen Drehstromzähler in die Wohungsverteilung bauen zu lassen und dort dann das EMWZ-System von ELV draufzukleben. Vielleicht einen Zähler mit S0-Ausgang, um sich zukünftige Alternativen nicht zu verbauen … Die Hutschienensysteme sind dann gleich wieder deutlich teurer, bringen auf Basis der S0-Schnittstelle aber keinen Mehrwert (S0 ist ein Impulsausgang; die kleinen Zählwerke können auf ihrem LCD aber z. B. auch Spanung, Strom, Frequenz und Leistung wiedergeben — nur möchte ich das auch geloggt wissen); mal abgesehen davon, daß ein S0-Interface (nein, daß ist was anderes als S0 bei ISDN …) nochmal deutlich ins Geld geht …