Allein, nicht allein, doch allein und überhaupt: RRD cross-platform

Allein zu sein, das ist kein schönes Gefühl. Komischerweise bekomme ich das bei meinen Projekten des öfteren ;)
Nachdem ich nun einen meiner SheevaPlugs zum primären Hausautomatisationsknoten gemacht habe und FHEM darauf auch schön läuft, war der nächste logische Schritt, auch die Langzeitdatenaufzeichnung mittels RRD zu aktivieren, um den betagten, energiehungrigeren FSC Scenic xS entsorgen und einmotten zu können.
Und wenn man die Daten erst mal hat, das Auswerten kann ja auch von anderen System erfolgen, NFS und ähnliches macht’s möglich … ja, aber nicht bei plattformabhängigen Datenbasen, wie sie RRD nun einmal leider erzeugt:

wusel@server-1:~$ rrdtool info /mounts/plug-2/rrd-fhem/Parkplatz_TH/temperature.rrd
ERROR: This RRD was created on another architecture

Schön, daß wir drüber gesprochen haben … Ich hatte das in der Tat vergessen, aber für optimale Performance schreibt RRD nuneinmal die lokale Speicherabbildung des Daten in die Datei. Und die Darstellung unterscheidet sich leider zwischen Ubuntu auf armel und Ubuntu auf x86 — die Ausgabe ist keine rauspatchbare Schikane, denn rrdtool testet nach dem Einlesen einen »magischen Wert«, und der differiert, leider, obwohl beide Plattformen nach »little-endian«-Notation laufen.
Ich fühlte mich erst einmal allein gelassen, nachdem ich googelte und mehr so nichts deutlich neueres als eine Frage aus 2002 bzw. vage Diskussionen zu dem Thema fand:

 
Aber, niemals die Hoffnung aufgeben — und siehe, Überlegungen gibt es schon und ein Projekt für die Übergangszeit, welches mir helfen könnte — also doch nicht alleine!
Gelesen, gezogen, geinstalliert; geht nicht:

wusel@server-1:~$ tird-rrdtool -arch arm dump /mounts/plug-2/rrd-fhem/Huette_TH/temperature.rrd
ERROR: This RRD was created on other architecture

Und wieder zu früh gefreut und auch wieder allein; armel wird augenscheinlich nicht unterstützt; klar, das Gros der bisherigen Router auf einer Embedded-Plattform waren vom Typ mips.
Tcha. Da habe ich also nun meine Daten auf einem kleinen, energiesparenden – aber eben FPU-schwachen – »Plug«, nur weiterverarbeiten unter x86 kann ich sie derzeit nur, wenn ich sie periodisch auf dem Plug ex- und dann auf x86 wieder importierte. Das hätte ich gerne *nur* auf x86 gemacht, aber dazu jetzt ein static binary unter qemu für meine arm5el-Systeme zu bauen, sprengt doch etwas den Rahmen; da wird das kleine Kistchen halt die eine oder andere CPU-Überstunde schieben müssen, bis rrdtool 1.5 cross-platform-Unterstützung mitbgringt … (Oder ich versuche mich an einem “repacking” der Daten beim Einlesen, aber wahrscheinlich ist’s es soo einfach nicht, wenn man die Datenrepräsentation sich ansieht.)

Das letzte Aufbäumen des Winters

(Blogged via flickr)

Tja, es schneit schön, es könnte noch mal richtig Schneehöhe zusammenkommen, wenn .. ja, wenn die Temperaturen nicht mit 1 Grad viel zu hoch für die weiße Pracht wären.

Kamera: Motorola Milestone (f/2.8)

Flash considered harmful

Hihihi, an dieser Stelle muß ich Apple mal Respekt zollen und mich in die Reihe der Flash-Kritiker auch offiziell einreihen.
Wie Golem richtig hintergrundberichtet, ist Flash sicherlich aus vielen aktuellen Webseiten kaum wegzudenken, andererseits beobachte ich seit Jahren zunehmend den Trend im eigenen Browser – ich nutze nahezu ausschließlich Firefox, unter Linux und auch unter Windows –, daß mit vielen geöffneten Webseiten zunehmend Firefox die magischen 101% CPU-Leistung zu verbraten beginnt; dies ist augenscheinlich bedingt durch viele Ad-Elemente, die nach Hause telefonieren oder was nachladen, denn kaum habe ich mittels NoScript Flash komplett blockiert, hat sich das Problem in ein Logikwölckchen aufgelöst :(
Das mag bei 2, 3 Fenstern/Tabs nicht auffallen, 5 Fenster á 5-10 Tabs stapeln sich bei mir am Tag aber schon mal. Da geht dann auch Netbooks trotzt 2 GB RAM schnell gar nix mehr, da der einzige Core nur für den Flash-Dreck in nicht im Vordergrund befindlichen Fenstern Energie in Wärme verwandelt. This really sucks!
Insofern, ja, ich vermisse Flash auf meinen Android-Geräten — aber solange man Flash nicht so im Griff hat, daß es passiv wird, sobald es keinen input focus mehr hat, solange darf es gerne woanders Energie verschwenden, im Mobilgerät ist ein derartiger sinnloser Resourcenfresser mehr als flüssig. Und derlei durchzusetzen, dazu ist derzeit – leider – primär nur Apple fähig. Ich hoffe, Adobe kapiert, daß sie da eine Baustelle haben und arbeiten daran, und nicht nur an eigenen Blogeinträgen …