Marketing. Bei der GEZ?

Kommt nur mir das spanisch vor? Zitat aus einem Artikel bei heise online:

[…] versichert Adalbert von Cramm, Leiter der Abteilung Gebühreneinzug, Teilnehmerbetreuung und Marketing der GEZ.

 
Marketing? Bei einer Gebühreneinzugszentrale, einem Konstrukt, welches sich zentral gibt, seine Häscher Klinkenputzer aber aus »Beauftragten« der lokalen, öffentlich-rechtlichen, Rundfunkanstalten rekrutiert?

24. Weshalb besucht mich ein Rundfunkgebührenbeauftragter?
Wir möchten Ihnen das Gebührenzahlen so einfach wie möglich machen.
Deswegen sind Rundfunkgebührenbeauftragte im Auftrag der Landesrundfunkanstalten in Deutschland unterwegs und kommen auch direkt auf Sie zu.
Die Beauftragten klären Sie über Ihre Gebührenpflicht auf, nehmen Ihre An- und Änderungsmeldungen entgegen, treffen Feststellungen (im Sinne des § 3 Abs. 2 Rundfunkgebührenstaatsvertrag) – z.B. zu Name, Anschrift, Geburtsdatum und berechnen für bisher nicht angemeldete Geräte die Rundfunkgebühren nach.
Sie erkennen die Rundfunkgebührenbeauftragten immer daran, dass sie einen Dienstausweis der jeweiligen Landesrundfunkanstalt bei sich tragen. Als Rundfunkteilnehmer sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet, dem Beauftragten Auskunft zu erteilen. Rundfunkgebührenbeauftragte nehmen niemals Bargeld oder Schecks entgegen. Die Gebührenzahlung erfolgt per Lastschrift, Überweisung oder Bareinzahlung an die GEZ.

 
Schick; nicht nur, daß generell mal unterstellt wird, man sei »Rundfunkteilnehmer« und mit »dem Gesetz« als Legitimation gewedelt wird: rückwärtsgewand berechnen, das geht – aber tagesaktuell abmelden, das geht natürlich nicht:

3. Kann ich auch rückwirkend abmelden?
Nein. Eine Abmeldung wird zum Ende des Monats wirksam, in dem diese bei der GEZ oder der Landesrundfunkanstalt eingeht. Im Zweifel muss nachgewiesen werden, dass die Abmeldung der GEZ oder der Landesrundfunkanstalt zugegangen ist.

 
(Das fette »Nein« ist schon im Orginal so.) Ein Schelm, wer in der nicht einfachen Abmeldung Methode wittert …
Sicherlich: vieles, was an Spott, Haß und Häme in Richtung GEZ geht, ist dort deplatziert; die Regeln macht nicht die GEZ, sondern noch immer die – vom Volk gewählten – Politiker; jene brachten uns auch so perfide Ideen wie den Zwang zur Abgabe gewerblicher, steuerlicher Anzeigen per Internet und die Zwangsradiogebühr für internetfähige PCs … Dennoch: daß bei der GEZ jemand für »Marketing« bezahlt wird, erscheint mir hochgradig widersinnig. Die GEZ muß niemand lieben, sie hat auch – per Definition – keine neuen Einnahmefelder zu erschließen; und auch Imagekampagnen sind nichts weiter als rausgeworfene, zweckentfremdete Rundfunkgebühren aus meiner Sicht. Damit wird man abGEZockt; mag es auch alles rechtlich in Ordnung sein (IANAL): in meinen Augen ist das, wie auch der Relauch der Website mit lustigen Web-2.0-Elementen, Verschwendung von Rundfunkgebühren. Eine Gebühreneinzugszentrale hat Gebühren so effizient wie möglich einzuziehen – und dann ohne Abzug weiterzuleiten, das ergibt sich schon aus dem Namen der Institution; alles andere ist eine faktische Verschwendung von Rundfunkgebühren. So wie auch die »GEZ-Mitarbeiterblogs« meines Erachtens absolut eine Gebührenverschwendung darstellen; wenn sich ein privatwirtschaftliches Unternehmen Mitarbeiterblogs leistet, dann schmälert die aufgewendete Arbeitszeit entweder die Gewinne des Unternehmens oder die Kunden zahlen diese Aufwände intransparent eben mit. Aber GEZ-Produkte kann man nicht wahlfrei erwerben; das GEZ-Produkt ist die Gebühr, zu deren Entrichtung man gesetzlich verdonnert wird. Da lt. GEZ-Webpräsenz die »Kosten des Gebühreneinzugs […] die Landesrundfunkanstalten, das ZDF, das Deutschlandradio und die Landesmedienanstalten entsprechend ihren Anteilen« tragen, ist jeder nicht direkt für den Gebühreneinzug verrechenbarer Cent ein verschwendeter … Aber, wie immer: wo kein Kläger, da kein Richter; ein Prozeßkostenrisiko tragen ja weder GEZ noch Rundfunkanstalten, denn ihre Finanzierung ist ja gesichert — wieder ein Schelm, …

Ubuntu Kopulierender Koala && grub: #fail

(Blogged via flickr)

Schon toll. Einzige Änderung an diesem 9.10er netinstall war, / vom bösen ext4 auf’s bewährte ext3 zu setzen. LABEL – oder direkte, oldschool, Angabe des Devices – funktioniert … Was für ein Dreck :(

Kamera: Motorola Milestone (f/2.8)