Guru Plug – der lebendgebären-und-eierlegende Wollmilchsauschafskuhadler

Daß ich derzeit zwei SheevaPlugs einsetze, dürfte dem geneigten Leser bekannt sein; und mittlerweile habe ich auch den USB-Bereich dank eines 10-Port-USB-Hubs recht gut im Griff, auch wenn es bisweilen etwas abenteuerlich anmutet.
Nun bringt GlobalScale Technologies eine aufpolierte Fassung der Sheeva-Plattform auf den Markt, ähnlich provokant tituliert: GuruPlug. Cool an diesem aufgebohnten SheevaPlug ist, daß weitere Interfaces der Sheeva-Plattform genutzt werden: so gibt es neben der Standardversion mit 1x GBit-Ethernet und nun 2 USB-2.0-Ports noch eine »Plus«-Variante mit zusätzlich: eSATA, SD-Card-Slot sowie einem zweiten GBit-Ethernetport. Allen GuruPlugs scheint gemein, daß sie schon mit einem – per SDIO angebundenen – WLAN- und Bluetoothmodul ausgestattet sind, nutzbar mit Linux Kernel 2.6.32 …
Verfügbar sind diese kleinen Featurewunder noch nicht, allerdings nehmen GlobalScale als auch »mein« Dealer in UK als auch plugcomputer.eu (via duregexpress) schon Vorbestellungen an, Auslieferung soll im April erfolgen. Bestechend dabei: wieder wird die kleine Version – 1,2 GHz-ARM-CPU, 512 MB RAM (800 MHz), 512 MB NAND-Flash, 1x GBit-Ethernet, 2x USB-2.0, WLAN- und BT-Funktion – für schlanke knapp € 100,– angeboten, 2. GBit-Interface, eSATA- sowie SD-Port kosten grade mal € 30,– Aufpreis. (Daß hier mal wieder ein Kurs Dollar zum Euro von 1:1 angesetzte wurde: geschenkt; die aktuell gut € 26, die bei der Umrechnung von 99,00 USD auf 99,95 EUR auf der Strecke bleiben, seien dem Anbieter gegönnt. Auch NewIT rechnet eher großzügig 99 USD in 89 GBP (mit Steuer; 75 Pfund ohne) um, wenngleich xe.com aktuell für 99 USD einen Gegenwert von ca. 65 GBP ausweist. Umgerechnet kosten derzeit die GuruPlugs über NewIT (beim aktuellen Kurs GBP zu EUR) rd. 1 EUR mehr als über den inländischen Anbieter – es mag sich also lohnen, bei Kauf ggf. einen günstigeren Wechselkurs auszunutzen sowie Versandkosten zu vergleichen, sollte der Euro im Vergleich zum Pfund wieder steigen. Ob das allerdings eine wohl kompliziertere Garantieabwicklung via UK wert ist, muß man selbst entscheiden.)

BTW: die USB-Ports im Bild sind im Uhrzeigersinn wie folgt belegt: PL2302-Adapter für 1-Wire-Bus (oben rechts, nicht im Bild), dann PL2303 für RS-232-Anbindung meines LG-LCD-Fernsehers, 1. Silvershield PMS, aktive USB-Verlängerung zu Hub mit FHZ und vormals CUL, unten dann USB-Uplink und links daneben Stromversorgung, es folgt der Anschluß eines weiteren USB-Hubs (Test), aktive USB-Verlängerung zu einer USB-Cam, 2, Silvershield PMS sowie ein Bluetooth-Dongle. Die letzten beiden der 10 Ports befinden sich auf dem Hub und sind mit Plugwise’ »The Stick« sowie ‘nem CUL bestückt …

Mal wieder was technisches …

Bevor Kritik kommt, daß dies Blog hier zu einem twitgoo-Clone verkommen würden, mal wieder »was technisches« ;) Was ich Mittwoch morgen nicht direkt twitterte war, daß ich der Empfehlung der c’t-Redaktion gefolgt bin und mir »K-9« installiert habe, einen IMAP-tauglichen Mailreader für Android, der self-signed Zertifikate ebenso unterstüzt wie IMAP-Ordner und »Pushmail« (via idle-Kommando). Ich habe es mal für meinen privaten Account eingerichtet und siehe, es tut – und bei neuer Mail leuchtet die Milestone-LED nun schweinchenrosa …
Damit habe ich nun auch auf meinem HTC Magic, einem Android-1.5-Gerät (Update auf 1.6 wartet nur darauf, mein gerootetes Telefon wieder zu ent-rooten), die Möglichkeit, meinen eigenen Mailserver zu nutzen; bislang scheiterte das daran, daß die IMAP-Anwendung von Android 1.5 keine self-signed Zertifikate zulies – und ich als CA-CERT-Nutzer werde sicherlich nicht irgendwelchen Kommerzhansels gutes Geld in den Rachen werfen, damit sie mir ein Zertifikat und dem NSA einen Nachschlüssel ausstellen …
Auch sonst lichen sich die Baustellen — langsam. Die finale Umstellung vom Dual-P3- auf einen Athlon-Quadcore-Server ist, wie berichtet, erfolgreich abgeschlossen worden; mit dem netten Nebeneffekt, daß ich auch die Spamassassin-Installation gradegebogen habe und nun Spam auch wieder vom MTA und nicht erst vom MUA erkannt wird — leider noch mit etlichen false positives, 3/4 aller Mails von Google werden als SPAM gebranntmarkt … Aber ich fahre auch einen radikalen Ansatz, ab 5 Punkten ist Ultimo, lies: keine Mailannahme, ab 4 ist es immer SPAM … Da muß ich bei Zeiten noch mal bei.
Meine Frickellösung mit insgesamt 3 USB-Hubs habe ich aufgeräumt durch die Anschaffung eines 10-Port-Hubs — so sieht es jetzt aus:

root@plug-2:~# lsusb
Bus 001 Device 062: ID 0403:e0e8 Future Technology Devices International, Ltd
Bus 001 Device 061: ID 04b4:fd13 Cypress Semiconductor Corp.
Bus 001 Device 060: ID 058f:9254 Alcor Micro Corp. Hub
Bus 001 Device 056: ID 05e3:0608 Genesys Logic, Inc. USB-2.0 4-Port HUB
Bus 001 Device 055: ID 05e3:0608 Genesys Logic, Inc. USB-2.0 4-Port HUB
Bus 001 Device 054: ID 0b7a:07d0 Zeevo, Inc. Bluetooth Dongle
Bus 001 Device 053: ID 03eb:204b Atmel Corp.
Bus 001 Device 049: ID 04b4:fd13 Cypress Semiconductor Corp.
Bus 001 Device 047: ID 0403:6001 Future Technology Devices International, Ltd FT232 USB-Serial (UART) IC
Bus 001 Device 046: ID 067b:2303 Prolific Technology, Inc. PL2303 Serial Port
Bus 001 Device 045: ID 067b:2303 Prolific Technology, Inc. PL2303 Serial Port
Bus 001 Device 044: ID 05e3:0608 Genesys Logic, Inc. USB-2.0 4-Port HUB
Bus 001 Device 043: ID 05e3:0608 Genesys Logic, Inc. USB-2.0 4-Port HUB
Bus 001 Device 042: ID 05e3:0608 Genesys Logic, Inc. USB-2.0 4-Port HUB
Bus 001 Device 005: ID 058f:6362 Alcor Micro Corp. Hi-Speed 21-in-1 Flash Card Reader/Writer (Internal/External)
Bus 001 Device 003: ID 04b4:6830 Cypress Semiconductor Corp. CY7C68300A EZ-USB AT2 USB 2.0 to ATA/ATAPI
Bus 001 Device 002: ID 058f:6254 Alcor Micro Corp.
Bus 001 Device 001: ID 1d6b:0002 Linux Foundation 2.0 root hub

Jetzt muß ich noch via udev die beiden PL2303 sauber auseinander halten … Bislang funktioniert diese Lösung (1x bus-powered Hub, an dem die bus-powered HDD sowie der 10-Port self-powered Hub hängen) stabiler als jene mit mehreren, separat mit Energie versorgten, Hubs …
Nächster Schritt ist die Installation von yaVDR auf dem designierten HDTV-PC, gepaart mit dem Aufbau von mindestens 2 DVB-Karten im Keller sowie Experimenten, in wie fern man T-Entertains öffentlich-rechtlich unverschlüsselte Kanäle con ARD & ZDF für VDR verwenden könne. Hardware steht hier schon, allein’, es fehlt die Zeit ;)