GuruPlugging… delayed until further notice

Hach, nett, grade bekomme ich die Nachricht, daß es wohl noch etwas dauern wird, bis mein bestellter GuruPlug endlich eintrifft:

We have had an update from the shipping company in Hong Kong, Globalscale have only sent half of our order that we are due to receive later this week.
[…] Globalscale have said the reason for the part delivery is due to QA issues with the power supply’s in the units (which I am sure some of you have read about already), therefore they have started to have new power supply’s delivered in and are replacing the power supply’s in the units that have been ordered by customers.
[…] We will be working through the pre orders the fairest way possible, starting with the orders that were placed the earliest, but as mentioned above, we will have to work on what power types we are sent. […]

 
Tja, da ich erst relativ spät mich entschieden hatte, doch vorzubestellen (und das JTAG-Board gratis zu bekommen), werde ich mich jetzt wohl noch länger in Geduld üben müssen — andererseits, was man so liest, sind die ersten GuruPlugs auch mehr so Heißnadel-Geräte, und daß die von Globalscale verbauten Netzteile im SheevaPlug rottig sind, durfte ich ja bei 50% meiner beiden SheevaPlugs schon selbst feststellen.
Also erstmal weiter Valium einwerfen und sediert auf den neuen Plug warten ;) *Soifz*

Wer hat uns verraten?

Holger ist gereizt. Von einem Blogeintrag von Volker Beck, seines Zeichens MdB und »Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen« (steht zumindest so im Impressum). Stein des Anstoßes:

Wer hat uns verraten? Die Piraten! Wer war mit dabei? Die Linkspartei!
Rot-Grün. Der politische Wechsel war in NRW zum Greifen nah. Ein Sitz fehlte uns bei der Verkündung des vorläufigen amtlichen Endergebnisses. Das ist ärgerlich. Sind es doch letztlich die Stimmen für Linkspartei und Piratenpartei, die Rüttgers im schlimmsten Fall den Machterhalt sichern. […] Doch falls es nicht klappt, und sind wir mal ehrlich, liebe PiratInnen und Linke: euch und euren Anhängern wäre eine rot-grüne Mehrheit doch auch lieber als eine große Koalition, Online-Durchsuchung, Vorratsdatenspeicherung und BKA-Gesetz, oder?
Doch darf man das überhaupt sagen oder begibt man sich damit schon auf das Feld der „Wählerbeschimpfung“, wenn man sagt, dass es Stimmen für Linke und Piraten vermasselt haben? Am Wahlabend entfachte ein Tweet dazu eine Debatte, die ich nicht auf 140 Zeichen pro Argument begrenzen möchte.
Das Corpus Delicti:
mehr als verdoppelt. SUPER, zittern fuer rot-gruen. Wenn es nicht klappt haben es linken- und piratenwaehler vermasselt.

 
[…] Trotzdem: Die verschenkten 119.581 Stimmen für die Piratenpartei und zusätzlichen 434.846 Stimmen für die Linke wollten, das unterstelle ich ihnen nun einfach, lieber Rot-Grün als Rüttgers oder große Koalition. Sie haben es aber mit ihrem Votum vermasselt. Und weil bei diesen Sätzen bei einigen der Blutdruck sicher beginnt zu steigen sei gesagt: das ist nun keine Beschimpfung, sondern eine strategische Auswertung des Wahlsonntags. Für mich zählt in der Politik am Ende das Ergebnis. Politik um ihrer Selbstwillen? Dafür bin ich zu sehr ein Idealist. Und da tut es mir leid, liebe Piraten. Aber mit euren 1,5 Prozent werdet ihr in NRW keinen politischen Wechsel einläuten. Ihr habt ihn allenfalls verhindert. […]

 
Holger machte daraus via twitter:

#Grüne kritisieren Demokratie RT @Volker_Beck: Wer hat uns verraten? Die Piraten! Wer war mit dabei? Die Linkspartei!http://j.mp/aVHIuX #NRW

 
Für diesen Vorwurf sehe ich allerdings keine Basis im Beckschen Blogeintrag. Hingegen deutet die Wählerwanderungsstatistik durchaus an, daß, hätten insbesondere ehemalige Grünenwähler nicht die Linke oder »andere« Parteien gewählt, das jetzige Abgeordnetenpatt vermieden hätte werden können. Der Statistik nach haben die Grünen einzig an die Linke und »andere«, vermutlich also auch die Piratenpartei, Wähler verloren, der Grundtenor der Beckschen Aussage, daß rot-grün in NRW an Wählern der Linken und eben auch der Piraten gescheitert sei, ist daher meines Erachtens korrekt.
Und ich finde auch, daß darauf auch hingewiesen werden darf — nach der Wahl ist vor der Wahl, das 5-Parteien-System etabliert sich immer mehr und knappe Entscheidungen werden häufiger. Umso wichtiger ist es meines Erachtens, bei allem berechtigten Frust über die Austauschbarkeit der meisten Parteien, Programmen und Personen, auch mal (wieder?) strategisch zu wählen. (Abgesehen davon halte ich den Schritt, eine Partei zu gründen, im Falle der Piraten für falsch; als feine, gut organisierte und friedliche APO könnte man meines Erachtens weit mehr bewirken und flexibler reagieren, auch müßte man sich keine Gedanken über Afghanistan, Bildungspolitik, Gesundheitswesen oder Rente machen und sich dort hoffnunglos verzetteln. Aber das ist ein anderes Thema.)
Natürlich ist es das verbriefte Recht des Wählers, irgendeine zur Wahl zugelassene Partei zu wählen und, wenn ich das richtig im Kopf habe, eine Stimme für eine »andere« Partei »schmerzt« die Etablierten mehr als gar nicht erst zur Wahl zu gehen. Alles richtig; genauso richtig und berechtigt ist aber der Hinweis darauf, was dann passieren kann, nämlich daß ein lt. Wahlergebnis von der Mehrheit gewünschter Wechsel in der politischen Führung nicht oder nicht so zu Stande kommt, wie »der Wähler« das eigentlich gerne hätte.
Ich sehe darin weder eine Beschimpfung oder Verunglimpfung von Wählern oder schlimmeres, was Holger untestellt:

Müssen sich Wähler, die ihr Bürgerrecht auf FREIE Wahlen in Anspruch nehmen von einem gewählten Volksvertreter als Verräter beschimpfen lassen? Muss ich als Steuerzahler einem solchen Gegner der freien Wahlen das Gehalt bezahlen?

 
Sicher, die Überschrift von Beck ist provokant. Darf das ein Abgeordneter nicht mehr sein, provokant? Was noch nicht, vielleicht keine eigene Meinung mehr haben? Kein Gewissen mehr haben um, wie grade bei der SPD beliebt, einfach mit dem Strom zu stimmen, vielleicht noch mit einem Alibi-Statement hintendran, daß man ja eigentlich dagegen ist, wofür man grade mitgestimmt hat?
Auch das wäre für mich ein seltsames Demokratieverständnis …
Zum versöhnlichen Abschluß noch ein Evergreen zur provokanten Überschrift:

Ein Nachmittag im »Zoo am Meer«

Hmm. Wenn das so weitergeht, muß ich wohl mal Hardware nachwerfen; das folgende kleine Video bringt doch schon – vor YouTube – stattliche 750 MB auf die Waage, für knapp 7 Minuten doch recht fett. Schlimmer als die Größe – die dann beim Upload auch noch mal weh tut, und ich vermute, ebenfalls noch beim Re-rendering seitens YouTube – ist natürlich die Rechenzeit; ich hab’s nicht genau gestoppt, aber so’n rundes Stündchen hat OpenShot auf dem Intel(R) Pentium(R) Dual T3400 @ 2.16GHz dann doch gerödelt für diese knapp 7 Minuten.
Leider habe ich kein schnelleres Pferd im Stall, abgesehen von einem 2,7 GHz-K10-DualCore, der allerdings als Video-, konkret VDR-, Server Dienst schiebt und bei OpenShot gibt es zumindest derzeit leider kein verteiltes Rendering … H.264 Encoding in Hardware, das wäre mal ein schnuckeliges Feature; aber ich will nicht meckern, immerhin beherrst Linux, passende (nVidia-) Grafikhardware vorausgesetzt, mittlerweile zumindest das Decoding in Hardware — sonst könnte ich von meinen Filmchen mit auch gar keinen ansehen ;)
Wohlan, zum Thema: Ich habe ja noch immer die von @ifranz ausgeliehene Kodak PlaySport hier, und nachdem wir mit der Famillie am Sonntag einen Abstecher in den »Zoo am Meer« in Bremerhaven machten, habe ich neben meiner TZ7 und Zi8 auch die PlaySport wieder eingepackt, alle Gadgets wurden nachts zuvor natürlich ordnungsgemäß geladen und die Sticks gesäubert ;)
Da das Wetter beim »Tag am Meer« letzten Donnerstag nicht so mitspielte, habe ich in Bremerhaven einige der Dinge nachgeholt, die ich mal vergleichend ausprobieren wollte bzw. die mir als Unterschiede zwischen PlaySport und Zi8 aufgefallen sind.

Kodak

An dieser Stelle ist wohl ein Dankeswort an meine Famillie angebracht, die meine Geek-Ausbrüche toleriert und sich auch nicht mehr groß wundert, warum es diesmal 3 statt »nur« 2 Kameras waren, die ich immer mal wieder zückte und stehenblieb: Danke! ;-)
Ich bin jemand, der der Meinung ist, daß ein angepriesenes Feature auch benutzbar sein sollte, daher schaue ich mir auch bei Videogeräten die Fotooption an, sofern vorhanden. Beim Testfoto am Donnerstag bemängelte ich die Qualität des von der Kodak PlaySport gemachten Fotos, welches im direkten Vergleich zu dem der Zi8 matschig aussah. Und um dieses Mal mehr Vergleichsoptionen zu haben, habe ich auch meine Paansonic TZ7 und mein bzgl. seiner Fotoleistung haßgeliebtes Android-Telefon, ein Motorola Milestone, antreten lassen.

Motorola

Eines gleich vorweg: dieses Mal fiel es mir nicht so leicht, einen »Sieger« zu küren; vielleicht half die helle Sonne den vier Kandidaten, vielleicht lag es auch am Motiv. Der 150×150-Pixel-Ausschnitt aus dem vom jeweiligen Gerät gemachten Foto ist hier zu sehen, per Klick auf das Bild kommt man zur Großfassung des Bildes.
Was die Detailtiefe angeht als auch die Schärfe, vermag ich diesmal zwischen PlaySport und Zi8 mich nicht zu entscheiden; zwar sieht auch diesmal das Zi8-Foto bei der 1:1-Betrachtung schärfer aus, aber beim konkreten Motiv dieses Mal nicht so deutlich besser, als daß ich die PlaySport negativ bewerten würde. Erstaunlicherweise allerdings scheint das Milestone, trotz geringerer nomineller Aufflösung, höher aufzulösen als die beiden Kodak-Geräte — wobei das Bild des Milestones mit Farbartefakten gespickt ist, feine Strukturen sind dort wie bei der TZ7 auszumachen, wo bei den Kodaks scheinbar »Staub« oder »Fehler« weggerechnet wurden.
Aber gut; momentan würde ich sagen, PlaySport wie Zi8 reichen »für ‘nen Schnappschuß zwischendurch« aus, Kernfunktion ist HD-Video und das machen sie durchaus unterschiedlich gut. Mit ‘nem »Telefon« für rd. den drei- bis vierfachen Kaufpreis sind die Kodak-Geräte schwer zu vergleichen (das Milestone macht leider bei Video auch »nur« WVGA), mit ‘ner Fotokamera mit 12fachem optischem Zoom – die »zufällig« auch 720p25 AVCHD-Aufnahmen machen kann – für ebenfalls ein Vielfaches des PlaySport-/Zi8-Preises sie zu vergleichen wäre eher unfair. (In der Liga wäre eher die Kodak Slice mal interessant zu sehen, sie hat zwar nur, IIRC, 4x optischen Zoom, aber sofern sie auch ähnlich wie die PlaySport den digitalen Zoom nutzen kann … Der digitale Zoom insbesondere der PlaySport ist nämlich dabei, meine abgrundtiefe Aversion gegen Digi-Zoom zu kippen; war der Digi-Zoom meiner DSC-P10 noch ein besserer Zufallsgenerator, bringt der Zoom bei Kodaks Zi8 und PlaySport doch tatsächlichen Mehrwert. Und, anders als initial vermutet, nutzt auch die Zi8 am Ende des Zoombereichs wohl irgendein Feature des Sensors, denn auch dort wird »kurz vor knapp« das Bild noch mal wieder schärfer — der Effekt ist aber einerseits nicht so stark und fällt andererseits ob der höheren Geschwindigkeit des Zooms auch nicht so stark auf wie der Ruckelschritt zumindest bei »meiner« PlaySport mit Firmware 1.01.)
Aber genug der schnöden Worte, ein Film sagt mehr als … whatever ;)

Und wer in der Gegend von Bremerhaven ist: neben dem »Zoo am Meer«, dessen Mix von Zoo- und Spiel-/Kletterlandschaft unsere Kids toll finden – und mit 18,– € für die Familienkarte ist das noch ein recht günstiges Vergnügen –, gibt’s da z. B. auch noch das Klimahaus …