Android (Market), Für und Wider

Ich bin, als Kunde/Anwender, nicht 100%ig zufrieden mit dem, was Google bzgl. Android tut; die Fernkontrolle über Smartphone-Inhalte ist ein Punkt, die nicht-existente OS-Upgradepolitik ein anderer. Grade Letztes ist schon verstörend, so gibt es für mein HTC Magic »with Google« von Vodafone bis heute kein Update auf eine 2.x-Version — und schon vor längerer Zeit wollte z. B. Pixelpipe die Unterstützung für Android 1.5 einstellen …


http://blogdoch.net/images/CAP201006280933-2.png width=180 float=right]So pauschal kann man nicht sagen, daß ausländische Apps mit AMEX nicht bezahlt werden können …

Die Vorwürfe von Jon Lech Johansen bezüglich der Bezahlbarkeit von Anwendungen im Android Market allerdings erscheinen mir zu kurz zu greifen bzw. schlecht recherchiert:

In addition, the price for foreign apps is not displayed in the user’s local currency and developers do not have the option of customizing pricing by country. To make matters worse, you can’t pay for foreign apps using your Amex card or carrier billing. There’s also no support for in-app payments and changelogs (to communicate app changes).

 
Daß man fremde Währungen angezeigt bekommt ist latent vielleicht ärgerlich, ein Problem darin sehe ich als deutscher Europäer, der mit Schweizer Franken, Österreichischem Schilling, Dänischer Krone, Französischen Franc, Spanischer Peseta und nicht zuletzt Englischem Pfund aufgewachsen ist, nicht.

Franc, Schilling und Peseta sind, wie die Deutsche Mark, Euro-Geschichte; mit Franken, Pfund oder auch Krone muß ich aber nach wie vor ggf. umgehen können. In Zeiten eines noch immer relativ stabilen Wechselkurses sehe ich auch und grade für den Endkunden kein Manko darin, mit Frendwährungen konfrontiert zu werden.
Der zweite Vorwurf ist, daß man mit seiner Kreditkarte von American Express – AMEX – »nicht für ausländische Apps zahlen« könne; nun, diese Aussage ist zumindest für eine deutsche AMEX-Karte im deutschen (gibt’s andere?) Android-Market nicht richtig für (manche? Bei mir bislang alle) Apps, die in USD abgerechnet werden. Aber mit AMEX ist man – meiner persönlichen Erfahrung nach nicht nur in Deutschland – generell nicht der beliebteste Kunde, insbesondere Nichtakzeptanzstellen sprechen von deutlich höheren Provisionen und anderen Gründen, die sie von der Akzeptanz der AMEX-Karten abhalten. Und, wie die Screenshots zeigen, ist der Einkauf im Android Market mit einer deutschen MasterCard auch dort möglich, wo die AMEX gesperrt ist (beispielsweise gehen auch Yenn). Das Problem ist mithin mehr eines der verwendeten Kreditkarte denn des Android Markets …
Inwiefern ich »in-app payments« vermisse, weiß ich nicht; vermutlich vermisse ich sie eher nicht, vermutlich fände ich Apps, die kostenlos daher kommen und so kostenlos nur Platz auf meinem Smartphone verbrauchen, jede aktive Dienstleistungs aber extra abrechnen wollen, eher doof. YMMV.