Android, oder: von der Unmöglichkeit, den Userspace zu updaten

Jetzt, da ich mich etwas intensiver mit Android beschäftige, beschäftigt mich denn auch gleich mal eine Frage: Was zum Henker ist eigentlich so schwer daran, einen Sack von Java-Krams durchzukompilieren und laufen zu lassen? Ich hatte es erst einmal als gegeben hingenommen, daß die Hersteller das Gesamtpaket – Linux-Kernel und Android-Userspace – anpassen müßten; aber genau das ist doch eigentlich gar nicht nötig? Läuft nicht Android in seiner ganzen Pracht in der Dalvik-VM, also einer Java-Laufzeitumgebung?

Mit Zugriff auf die Hardware über genormte Linux-Treiber (ich tippe mal auf ALSA, V4L2, …)? Was tun sich also die ganzen Hersteller so schwer damit, ein aktuelles Android, also 2.x, rauszubringen?
Mein China-Tablet, pardon, »MID«, zum Beispiel kommt mit Kernel 2.6.29 — dem gleichen Stand, den auch das Android-2.0-Milestone verwendet. Gut, da das »MID« dem ollen 1-Knopf-Design nacheifert, muß man die Anwendung, die Menu, Back, lauter/leiser und andere »Hardware-Tasten« des androiden Referenzdesigns simuliert, auf 2.x adaptieren — ich würde aber erwarten, daß das zunehmend leichter denn schwieriger wird?
Java trat an mit dem Slogan »write once, run anywhere«; letztlich löst u. a. Android dieses Versprechen ein — oder auch nicht, denn irgendwie scheint es verdammt schwierig, Googles Vorlage in Form des Android-Sourcecodes auf bestehende Hardware anzupassen, wie die ewige Warten-auf’s-Update-Orgie zeigt. Und das würde ich gerne mal verstehen — any takers?

Auf dem Android-2.2-Trip …

… und wieder mal ausgebremst von Googles fehlendem Masterplan und der unsäglichen Abhängigkeit von den Hardwareherstellern — Android 2010 is as bad as Windows Mobile 2002 in terms of OS upgradebility :( Ich zitere mal aus Motorolas Übersichtsseite:

Phone Model*
Timeline
DROID by Motorola (USA) Upgrade to Android 2.2 is complete**
DROID X by Motorola (USA) Upgrade to Android 2.2 is rolling out in stages
Canada
MILESTONE (Canada) Initial rollout of upgrade to Android 2.2 planned for Q1 2011
Europe, Middle East and Africa
MILESTONE (EMEA) Initial rollout of upgrade to Android 2.2 planned for Q4
Asia-Pacific
MILESTONE (Greater China) Initial rollout of upgrade to Android 2.2 planned for Q1 2011
MILESTONE (Asia-Pacific) Initial rollout of upgrade to Android 2.2 planned for Q1 2011
Latin America and Mexico
MILESTONE (Latin America)
Initial rollout of upgrade to Android 2.2 planned for Q1 2011

Q4 ist, jedenfalls für das Kalenderjahr 2010, quasi auf der Zielgeraden, und wenn Motorola bzw. die Mobilfunker auch nur einen Hauch von Ahnung von Softwareveröffentlichungen haben, werden sie den Teufel tun und das noch in der mitarbeiterarmen Zeit ab Mitte Dezember raushauen … Jedes dann auftretende Problem schmerzte jedenfalls dann doppelt bis dreifach; und vor massiven Inkompatoibilitäten muß man ja schließlich Angst haben, warum sonst sollten die Milestone-Nutzer seit Mitte Mai 2010 auf dieses Update warten müssen? Ein minor Release, welches >6 Monate benötigt, um für ein aktuelles Telefon freigegeben zu werden, muß bahnbrechende und umwälzenden Änderungen mit sich bringen — oder, dieser Therorie neige ich ja eher zu, diese Verzögerung liegt einfach an schlechtem Management und/oder mangelndem Willen zur Produktpflege …
Was auch immer der Grund, das Ergebnis ist unbefriedigend.

Das Problem der gespaltenen Zunge gewählter Politiker …

… zeigt sich heute mal wieder sehr schön in zwei Kurznachrichten bei heise online. Zu Google Streetview wird FDP-General Lindner wie folgt zitiert:

Nach Ansicht des FDP-Generalsekretärs Lindner braucht es “für den ganzen Onlinebereich einen neuen Regelrahmen”. Jeder User müsse auch bei kommerziellen Anbietern verlangen können, dass seine Daten gelöscht werden. Der Politiker bekräftigte: “Das Internet darf kein Feld sein, wo es anarchische Strukturen gibt.”

 
Jetzt stellen wir uns doch mal ganz doof und fragen laut, wie denn der FDP-General die Situtation in der realen Welt einstuft — zum Beispiel bezogen auf den unersättlichen Datenhunger der US-Behörden:

Angaben über alle Reisenden, die US-Luftraum durchqueren, möchten die Vereinigten Staaten von Amerika ab dem Jahreswechsel geliefert bekommen. […] Bislang werden nur Personen erfasst, deren Flugzeug in den USA landet. Unklar ist, was mit den neuen Daten geschieht. […] Jedenfalls will die Transportation Security Administration (TSA) […] alle Reisenden mit Listen unerwünschter Personen abgleichen […]. Die USA werden Flügen, auf denen unerwünschte Personen befördert werden, die Fluggenehmigung verweigern.

 
Wohl an, Herr Lindner, dann satteln Sie mal ihren reitbaren Untersatz und nichts wie los, ich harre der verbalen Attacke gegen diese Windmühle der Datensammelwut, bei der es keine Löschmöglichkeiten gibt, keinen Einblick in die Weiterverarbeitung dieser personenbeozgen, ja teils sehr persönlichen, Daten und auch keinen direkten Rechtsanspruch des Bundesbürgers gegen die diese Daten verarbeitenden – und möglicherweise entgegen deutschem Datenschutzrecht weitergebenden – Stellen.
Ach so. Ist ja ein souveräner Staat, der Bundesbürger zum Datenstripease nötigt, dann ist’s nicht »anarchisch« und somit in Ordnung. Das nenne ich mal eine liberale Einstellung zum Datenschutz …
(P.S.: Ich bin noch immer der Meinung, daß die EU hier Auge-um-Auge, sprich Datensatz-um-Datensatz, agieren sollte: Ihr bekommt unserer Bürger Daten, wenn wir die Eurer Bürger in gleichem Maßstab zu gleichen Konditionen – also insbesondere unter Aufgabe aller Rechte –, bekommen. Plattenplatz kostet ja nichts mehr, und Anwendungen für die Halden dieser vogelfreien Daten lassen sich schnell finden …)

1,6 VIA-GHz …

(Blogged via flickr)

Ich mag mein HP Mininote 2133 nach wie vor, es ist klein, handlich, hinreichend kommunikativ und mit angenehm hoher Auflösung (1280×768) versehen. Einzig die VIA C7-CPU mit ‘1600 MHz’ … gefühlt kommen oft nur ca. 800 P3-MHz an, sprich das, was mein VAIO Subnotebook (fast) im Jahre 2000 schon lieferte (ok, damals waren’s nur 650 MHz IIRC) :(

Kamera: Motorola Milestone (f/2.8)

Criterion's Need for Speed – #fail after fail :( #nfs

(Blogged via flickr)

Not only that entering my fscking code to play didn’t work on Thursday, playing online with my PS3-Friends only gave unexplained errors. Need for Speed: Hot Pursuit seems to be similar crap like NFS: Shift or that Fuel game, at least in terms of online multiplayer functions :( It’s light years behind the seamless way Criterion provided in Burnout: Paradise City.

Kamera: Motorola Milestone (f/2.8)