Abgehängt bei DSL :-(

Wie dokumentiert befindet sich mein VDSL2-Link auf dem Weg in den Geschwindigkeitskeller.

Nachdem die Störungsmeldung bei der Telekom nur eine Behebung einer »verhaspelten« Portkonfiguration sowie die Aussage, daß lt. Datenbasis nur 21 MBit/sec verfügbar wären, aber nicht wirklich eine nenenswerte Verbesserung der Situation, brachte, habe ich mich nun mal bzgl. Annex-J schlau gemacht …

Wer viel mißt, …

Leitungskapazität & Sync: Telekom VDSL in GT

Zunächsteinmal habe ich aber das gute alte Monitoring wieder aktiviert und für die Fritzbox angepaßt (derzeit rennt ja eine 7570, trotzdem von AVM schmählich im Stich gelassen, als All-in-One-Lösung an meinem VDSL-Anschluß; für den Fall der Fälle steht aber auch noch ein 300 HS-Modem parat). Nun grabbe ich mir alle 5 Minuten die aktuellen Leitungsdaten von der Fritzbox und schmeiße sie, neben in ein Textfile, in RRD. SNR und Dämpfung werden auch weggeschrieben, derzeit aber nicht geplottet — aber Daten die man hat, kann man ja auch später bei Bedarf visualisieren :-)

Leitungskapazität & Sync: Alice ADSL in Berlin

Natürlich habe ich dies auch gleich für meine DSL-Leitung von Alice in Berlin aktiviert, gepollt wird b. a. w. allerdings von Gütersloh aus — sollte es zu vielel Ausreißer durch Netzprobleme geben, werde ich die Datensammlung lokal nach Berlin verlagern.

Aber genug der Statistiken — ich werde das nun laufen lassen und z. B. Ende des nächsten Monats wieder einmal schauen, wie sich die Situation in Gütersloh entwickelt hat. Eigentlich beiße ich mir derzeit in den Allerwertesten, daß ich das nicht schon im März reaktiviert habe — wobei, die Daten aus der Fritzbox per Web rauszupuhlen war auch eine Geschichte voller Mißverständnisse, so mächtig AVMs Router sind, so undokumentiert sind z. T. die Möglichkeiten (viele Beispiele stammen aus der Zeit, als noch das Password in der URL übermittelt werden konnte; und dann sind da subtile Änderungen in Modulen, wo statt varN nunr var[N] erwartet wird). Egal. Einmalaufwand, der mit den aktuellen 4er (7270 V1 und kleiner sowie 7570) und 5er Firmwares (7270 v2/v3, 73er) tut.

ADSL2 keine Alternative

Was hingegen gar nicht tut, ist, auf ADSL2 zurückzugehen. Ich hatte ja schon die vage Befürchtung, daß, wenn schon VDSL hier nicht mehr dolle ist (zum Einzug 2003 bis zur (kurzen) Verfügbarkeit von VDSL 2007 hatte ich hier ADSL2 mit 16 MBit/sec), vielleicht ich bei Rückzug auf ADSL2 nicht nur rd. 4 MBit/sec verlieren könnte sondern noch mehr — bietet mir Alice O2 doch auch nur Randgruppen-DSL an: »Sie können voraussichtlich eine Übertragungsgeschwindigkeit von 6001 kbit/s bis 12000 kbit/s erreichen.«

ADSL2 mit Annex-J: nur 12.000er DSL-Profil :(

Und siehe, keinen Kilometer von der Vermittlungsstelle weg bekomme ich auch bei Telekom-ADSL2 mit Annex-J nur noch »12000er-Profil (brutto 13.984), msan16000ram8j2aresult« — zumindest, wenn die Angaben im Onlinekosten-Thread stimmen. Die testweise halb durchgeführte Bestellung zeigt genau den befürchteten 12-MBit-Code an, und nicht den erhofften 16er.

Das müßte auch bedeuten, daß ich Probleme bekommen könnte, Entertain per ADSL2 zu ordern (das berüchtigte »DSL 16+«) — lt einer inoffiziellen Annex-J-Profilliste würde ich das Profil »dsl16tv« mit max. Brutto 17.696/2.800 kBit/sec bekommen, wobei das Minimum bei 12.096/832 kbit/sec läge. Nicht nur, daß ich ggf. nicht vom erhöhten Upstream profitierte, der Downstream wäre mit deutlich unter 16 MBit/sec signifikant schlechter als meine heutigen 21 MBit/sec.

WTF happened?!

VDSL2 (Speedport 300HS) am 11.05.2009 vor »Dolchstoß«

Sackgasse. Aber vollends :( Aber mal Butter bei die Fische, wieso ist seit 2009 denn meine Leitung so massiv schlechter geworden? Zunehmende Anzahl an DSL-Kunden im Kabelbündel? 2009, siehe Grafik links, waren noch 32 MBit/sec im Down- und gut 3 MBit/sec im Upstream erreichbar — jetzt krebse ich mit 21 und 2,3 MBit/sec satte 11 MBit/sec im Down- und rd. 1 MBit/sec im Upstream unter damaligen Werten, und das trotz zwischenzeitlich erneuerter Hardware. Altern die Kabel so stark (2007 bis 2009 ist ja keine Verschlechterung aufgefallen)? Und wieso nennt die Telekom intern 21 MBit/sec als erreichbares Maximum, wenn. empirisch bewiesen, 25 MBit/sec mal drin waren? Ich habe ja nichts gegen Kundengewinnung; außer, es geht zu Lasten meiner Bandbreite …
 

Alternativen?

Unity Media, der lokale Kabelanbieter … plakatiert zwar aggressiv und bietet rund herum bis zu 150/5 MBit/sec (down/up; wobei ich ja gerne mehr 5-15 MBit/sec Upstream hätte als 50 MBit/sec mehr Downstream) an, just in unserem Neubaugebiet (nunja, 2002 bebaut — nach einer Dekade noch immer kein Kabel-TV hier, das spricht Bände) aber gibt’s nix (die Verfügbarkeitsprüfung gibt Hausnummer vor; die des neu erschlossenen Gebietes fehlen sämtlichst).

Gut, bei 21/2 MBit/sec ist das zwar Jammern auf hohem Niveau, aber der Upstream wird mir halt zu klein, und mit Teenagern und Entertain gehen schon mal 3 parallele Aufnahmen durch den VDSL-Draht, der ja nicht dicker wird, sondern die Datenröhre wird dünner …

Hauptstädter

FTR, für Berlin habe ich mir bei Congstar nun zu Ende Oktober VDSL bestellt (lt. Telekom sollten bis zu 50 MBit/sec drin sein), zum Jahresende werde ich dann wohl Alice den Rücken kehren, denn VDSL bietet man mir dort nicht an und der Wechsel auf einen aktuellen Vertrag mit Vorteilen wie kostenlosen Anrufen ins O2-Netz käme genauso teuer — bei bestenfalls halber Leistung (16 MBit/sec). Schade, aber wer nicht mit dem Markt geht und sein Portfolio aufbrezelt, wird auf der Strecke bleiben. Mal schauen, wie sich mein zweiter 7570 da schlägt, 150,– für den krüppeligen 7390 schien mir dann doch zu teuer (ich habe monatliche Kündigung gewählt, da ich ja eigentlich noch immer umziehen will innerhalb Berlins mit meiner Unter-der-Woche-Wohnung …). Oder?