Autozug?

Nach einem neunstündigen Trip (inkl. Besuch des »Haus steht Kopf« und div. Pinkel- und Eßpausen) aus Österreich heimgekehrt und wieder ausgeschlafen, fiel mir ein, daß es zum Auto fahren in den Urlaub ja auch den Autozug als Alternative gibt.

Autozug-Angebot

Ein vielleicht nicht unmoralisches, jedenfalls nicht wirtschaftliches Angebot …

Um’s vorwegzunehmen — wirtschaftlich ist der Autozug keine offensichtliche Option. Als Bahncard-50-Inhaber bekomme ich augenscheinlich nur einen Rabatt von 9,– ingesamt pro Strecke — was 1,– EUR weniger ist als das, was mir als ADAC-Mitglied als Rabatt gewährt wird (nein, natürlich kann man nur einen Rabatt in Anspruch nehmen). Ja, richtig: der Preis für die 4 Reisenden (2 Erwachsene mit jeweils BC50, 2 Kinder, die eigentlich kostenlos mitreisen) wird nicht rabattiert, von den lächerlichen 9,– einmal abgesehen, welche aber wiederum nicht pro BC-Inhaber (zwei in diesem Falle) gelten, sondern pro Buchung. Und nein, eine Buchung des selben Zuges ohne Auto ist konsequenterweise nicht möglich.

Betrachten wir also die billigste Option, Düsseldorf nach Inssbruck und wieder zurück, im Autozug Spezial-Angebot: 99,– plus 60,– pro Mitreisendem (abzüglich 9,– EUR für meine BC50), in Summe also 270,– EUR ruft die Bahn damit — von Düsseldorf, mithin 2 Autostunden von unserem Wohnort entfernt, aus — auf. An reinen Ausgaben für die gleiche (naja, nicht ganz — ich fahre ja direkt von Gütersloh und nicht über Düsseldorf) Strecke stehen bei üppig gerechneten 10 l Diesel auf 100 km (Vschnell mit Dachkoffer), rd. 770 Straßenkilometern Entfernung und hoch angesetzten 1,60 EUR/l keine 125,– EUR, weniger als die Hälfte.

Selbst bei Anrechnung der 0,30 EUR/km Kilometerpauschale, die ja auch Verschleiß, Versicherung usw. beinhaltet, ist das Auto hier noch rd. 15% günstiger. Schade …