Digitales Quartett und Schule …

Im dieswöchigen Digitalen Quartett zum Thema »Eltern & das Internet« kam ab 51:54 die Sprache auf digitalie Medien und das derzeit noch fast unweigerliche Hersteller-Lock-In (leider klappt das Abspielen ab 51:54 nicht, daher bitte ggf. manuell skippen):

Klare Aussage von mir — als Vater, als Im-Internet-Schaffendem und als Bürger –: Lock-In in gleich welche Infrastruktur ist ein no-go. Es ist schlimm genug, daß meine Kinder mit »PowerPoint« indoktriniert werden, obwohl »Impress« faktisch das Gleiche in nicht einmal einer anderen Farbe bietet — nur ohne Zahlungen an einen US-Konzern. Es ist mir seit langer Zeit ein Dorn im Auge, daß deutsche Lehrer, aus purer Faulheit, statt eines freien Office-Paketes das eines zum OS-Lock-In zwingenden eines US-Konzerns greifen. Es ist nämlich eben nicht wichtiger Lehrinhalt, wie man in MS Office 2002 Win-/Loss-Präsentationen erstellt, sondern wie man dies generell tut, und genau dafür reichen die Möglichkeiten freier Software locker. Es ist wichtig, daß die Schüler lernen, sich generell in einer »Business-Software« zurechtzufinden, nicht aber, auf genau einem kommerziellen Produkt zum Fachidioten zu werden.

Aber ich schweife ab, also weiter im Stream …

Daß Johnny Häusler die — für mich epochale — Änderung von Android 4.2, nämlich den (ja, deutlich spürbar aufgesetzten) Multi-User-Modus (für Tablets), erst jetzt per Tweet erfahren haben will (53:00), finde ich bemerkenswert und bedauerlich zugleich — offensichtlich ist sein Haushalt schon so Fallobst-infiltriert, daß er die Optionen gar nicht mehr wahrnimmt :-(

Die um 53:44 gestellte Frage allerdings, ist genau die, die sich imho heute stellt: die Antwort von Christoph Salzig, daß Format- und Gerätewahl von den Vereinbarungen der Schule mit den Verlagen abhinge, darf nicht so akzeptiert werden. So, wie es »nicht sein kann«, daß das Internet ein rechtsfreier Raum sei, kann es ebenso nicht sein, daß Eltern faktisch gezwungen werden, die Hardware eines bestimmten (US-) Konzerns zu kaufen, damit ihre Kinder in der Schule mitarbeiten können.

Alles in allem, von Fienes Tonproblemen abgesehen, eine gelungene Sendung mit thematisch bewanderten Teilnehmern, leider kam das spannende Thema ‘Neue Medien in der Schule’ etwas kurz, vielleicht kann daß Quartett diesem ja mal eine eigene Stunde widmen ..