Die RasPi-Epidemie

2013 war auch das Jahr des Raspberry Pi; sicher, die CPU ist lahm und die Netzanbindung über USB grottig — aber, wie so vieles andere, so findet auch er seine Nische.

Unter anderem in Form des Raspberry Pi Colocation 2.0-Projekts von EDIS in Österreich. Melde Dich an, präpariere Deinen RasPi, schicke ihn nach Österreich — und schon hast Du einen eigenen Server »in da cloud«.

Ich habe mich für das erneuerte Programm angemeldet (für den ersten Lauf kam ich zu spät, aber in 2.0 erlaubt EDIS immerhin 1-2 kurze USB-Sticks), und mein Päckchen ist mittlerweile angekommen. Auf Nachfrage hieß es allerdings:

Derzeit beträgt die Setupzeit ca. 2 Wochen.

Eine Woche nach Ankunft ist rum, mit Chance müßten also meine beiden RPis in gut einer Woche online sein …

Nicht so viel »Glück« habe ich bei meinem »paid housing« von PCextreme. Dort habe ich am 18. September 2013 einen RPi für deren RPi-Housing bestellt. September ist vorbei, und auch 2013 hat das Zeitliche gesegnet. Die Nachfrage Anfang Januar 2014 ergab folgendes:

Due to orders stacking up, we are behind our shedule.
Because of that, we can’t give you an exact time.
But we think your Pi will be online around the end of February.
If we think we can’t make it to the deadline, we will send you a mail.

Nunja. Oktober: 30 Tage. November: 30 Tage. Dezember: 30 Tage. Von grob Mitte September bis jetzt sind es deutlich mehr als die avisierten 90 Tage, bis Ende Februar sind wir bei gut 130 Tagen :(

Es scheint, als haben sowohl EDIS als auch PC Extreme die Nachfrage signifikant unterschätzt. PC Extreme rühmt sich, rd. 2000 RPis schon ans Netz gebracht zu haben – das finde ich schon beachtlich, denn a) muß Otto-Normaluser das Angebot erst einmal finden und b) überhaupt grob einen Use-Case für einen Server im Netz haben … EDIS dürfte ähnliche, wenn nicht größere, RPi-Mengen konnektieren; sicherlich einerseits kein »Impact« bei weltweiter Betrachtung, dennoch schon bemerkenswert, wie ich finde.