Fehler 5: Zugriff verweigert (DHCP #Windows7)

Hachja. Was hatte ich Spaß (not!) am Samstag. Der Windows-PC meiner Frau mochte nicht mehr ins Internet; was der Erzählung nach nach einem Hardwareschaden klang, entpuppte sich als ziemliche nervige »nein, DHCP spreche ich nicht mehr!«-Orgie …

Beginn einer Begegnung der unschönen Art ...

Beginn einer Begegnung der unschönen Art …

Zum Frühstück guckte ich mir das Schätzchen an, und der Login vom Nexus 4 auf den DHCP-Server machte schnell klar, daß es ein Problem dieser Windows-Möhre ist, denn die Windows-Laptops von K1 wie K2 als auch alle Telefone und Tablets hatten keinerlei Probleme mit »dem Internet«.

Gar nicht lustig ...

Gar nicht lustig …

Ganz so selten scheint das Problem auch nicht aufzutreten, wie eine Recherche bei Google ergab. So richtig hilfreich war aber leider keiner der Beiträge. Aus dem Eventlog konnte ich sehen, daß gegen Ende Januar sich Probleme häuften; verschiedenste Services jammerten, daß sie nicht mehr starten könnten oder abhängige Services dieses Schicksal erlitten hätten …

Absolut integer?

Absolut integer?

Ich habe also dann »sfc« auf die Windows-7-Installation losgelassen, nur um zu erfahren, daß alles okay sei. Was immer diese Software checkt, sie entdeckt nicht, warum weder der DHCP- noch der Windows-Firewall-Dienst mehr starten. Scheint ein Tool für Weggelaufene zu sein … Die Informationen, die es gibt, sind jedenfalls so hilfreich wie die, die beim Versuch des Startens z. B. des DHCP-Clients kommen (besagtes »Zugriff verweigert«). *sigh*

Der Versuch, »chkdsk /f« auf die Systempartition loszulassen, schlug initial fehl, dem Reboot folgte kein Dateisystemcheck. Also in die Recovery-Console gebootet, dort, von »X:\« aus »chkdsk D: /f« endlich ausgeführt — und eine Handvoll JPGs ins digitale Nirvana entschwinden sehen. Nunja, der Laptop wird eher wie ein Notizbuch betrieben: Deckel zu (Windows geht in den Suspend, der aber weiter am Akku nuckelt), für ein, zwei Tage in die Ecke gelegt bei schon geringer Akkuladung: peng, Akku entleert sich vollends, Speicherinhalt geht über’n Jordan – und Windows beklagt ein unsachgemäßes Herunterfahren.
Der Reboot nach dem chkdsk-Lauf brachte dann … einen weiteren chkdsk-Lauf; offensichtlich hatte Windows jetzt gemerkt, daß ich das gerne mal ausgeführt sähe. Danke für die Bierpause …

Fixed IP -- und Windows ignoriert es. Narf!

Fixed IP — und Windows ignoriert es. Narf!

Gebracht hat das alles nüscht, auch das muntere herumdoktoren in der Registry half nix: DHCP blieb versperrt. Um mit der Kiste wenigstens wieder ins Netz zu kommen, um weitere Tipps cut&pasten zu können, versuchte ich also kühn, den IP-Treiber auf eine feste IP zu konfigurieren. DHCP ist schließlich schön, aber zu Hause brauche ich das nicht zwingend, damit wäre also erst einmal Zeit gewonnen … Aber Microsoft Windows wäre nicht Kleinweichs Fenster, würde es auch da rumzicken: der DNS-Server wurde übernommen, die IP-Adresse aber wurde weiterhin per DHCP (nicht) bezogen und auf 169.254.x.x gesetzt — auf daß das Internet außer Reichweite bliebe. Mäh! An dieser Stelle wäre ich gerne mit einem aktuellen, schußfreudigen Panzer nach Redmond gefahren; Betriebssysteme, die direkte Befehle ignorieren, kann ich nicht wirklich gut leiden, und ich würde dies gerne den Verantwortlichen plastisch darlegen, auch wenn andere das völlig überzogen als Amoklauf darstellen würden …

Die letztendliche Lösung ...

Die letztendliche Lösung …

Da die in-Schutt-und-Asche-Legung des Herstellersitzes mangels bei Sixt mietbarem Panzer ausfallen mußte, habe ich zu fortgeschrittener Stunde diese Winsuxx-Installation mental ad acta gelegt und sinnierte über meinen ersten Aufruf der »Recovery Installation« nach. Wobei: das trat doch erst gegen Ende des letzten Monats auf, und dieses blöde OS schreibt doch immer wieder mal jede Menge Unsinn auf die Platte, die hier ja groß ist — vielleicht habe ich das ja hier nicht abgestellt und so ein »Wieder­her­stellungs­zeitpunkt« ist die Lösung?

Die möglichen Schuldigen?

Die möglichen Schuldigen?

Um es kurz zu machen: ja. Das half. Aus der Recovery-Console den ältesten Wieder­herstellungs­zeit­punkt, kurz vor einem »wichtigen Update« Ende Januar, wieder­her­ge­stellt — und schon tat DHCP wieder wie am ersten Tag.
Zwischenzeitlich hatte ich Aviras Geraffel gelöscht, was zu leichten Inkonsistenzen in der Softwareverwaltung führte.
Anyway, Avira wurde durch MS Security Essentials ersetzt, denn ich denke, seit Windows 7 braucht man keinen zusätzlichen Wächter mehr, Microsoft hat, endlich, verstanden …

Danke HP. K2 hat seinen eigenen Lenovo mit MS-Win7 ...

Danke HP. K2 hat seinen eigenen Lenovo mit MS-Win7 …

… ganz anders als, leider, HP. Denn kurz nachdem der Laptop endlich wieder online war, meldete – neben Oracles verficktem Java-Updater – sich ein »magischer Desktop«, teilte mir mir, daß er gerne aktualisiert würde und von Hewlett-Packard ›freundlicherweise‹ für meine 2-10jährigen Kinder proaktiv installiert wurde.

Töten. Noch mehr Marketingfutzies.

Frühjahrsputz ...

Frühjahrsputz …

Der fragliche Laptop ist das Arbeitsmittel meiner Frau; schon aus Datenschutzgründen tummeln sich da unsere Kinder nicht mehr drauf — in einem vorherigen Setup mit gemeinsam genutzten Laptops schlich sich eine Malware – trotz der ganzen, CPU-Zyklen fressenden Windows-Security – ein, das will man nicht bei dem Ein­satz­szenario. Ergo hat nun jeder seinen eigenen – privaten – Laptop (zumindest K2 wird wohl einen eltern­finan­zierten (Windows-) Schul­lap­top in den nächsten Jahren er­hal­ten …), und das ist auch gut so.

'Protect Disc'? Yeah, sure ... Be gone!

‘Protect Disc’? Yeah, sure … Be gone!

Weil ich sowieso dabei war, habe ich auch noch »Protect Disc« entgelagert im Datennirvana — ich weiß nicht, was das tut, das Setup-Programm bot keinen Anhaltspunkt, und generell muß man, nicht erst seit »HD+«, skeptisch sein, wenn ein Programm auf dem PC einen Mehrwert, wie »Plus« oder »Protect«, anbietet. Wie bei »HD+« ist das in der Regel eine Mogelpackung, die eher Kundenrechte beschneidet, als sie zu forcieren … Also hinfort damit.

Der Windows-7-Laptop meiner Frau funktioniert jedenfalls wieder; nächster Schritt ist das Anlernen auf konsequente Datenspeicherung jenseits des lokalen Windows-Rechners …

2 thoughts on “Fehler 5: Zugriff verweigert (DHCP #Windows7)

  1. Hier läuft cloudstation um die Arbeitsdateien der geschätzten Familie einzusammeln und ausser Reichweite von leeren Akkus zu lagern.

    • Ich hab’ keim Synology-NAS, aber statt händisch auf ‘nen Samba-Share zu speichern (was gerne vergessen wird), habe ich auf einem GoFlex, der eh’ als Fileserver dient, mal ownCloud installiert. Mal gucken, wie das tut, erste Tests mit Android und Linux waren (ohne Speedtest jetzt) ok, nur das Web-UI laggt doch etwas (die Box hat nur 128 MB).

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