ODROID U3 — potenter Zwerg

So, wie geplant habe ich am Wochenende mein ownCloud-Setup von einem Dockstar/GoFlex Net (armv5tel, 1,2 GHz, 128 MB) auf einen ODROID U3 (armv7l, Quad-Core 1,7 GHz, 2 GB) umgezogen — inkl. MySQL läuft jetzt alles auf dem ODROID. Und, anders als zuvor, läuft es jetzt und tröpfelt nicht mehr …

Augenscheinlich habe ich vergessen, darüber zu bloogen, oder ich finde den Post jedenfalls nicht mehr: vor ein paar Wochen habe ich auf einem Seagate GoFlex Net, einem abgespeckten Sheeva-Plug (+ 2x SATA, – 384 MB RAM) ähnlich dem Seagate Dockstar, mal ownCloud 5 installiert. Und die Durchsatzraten waren unter aller Sau, wie ich am Windows-Client feststellen mußte: Die Daten tröpfelten mit signifikant unter 1 MByte/sec in die eigene Wolke, es sah nach um und bei 200 kByte/sec aus — im lokalen Netz wohlgemerkt, wo mindestens mit 802.11n transferiert wird.

Mangelnder Hauptspeicher machte die GoFlex Net-Kisten leider schon als DVB-S-VDR-Systeme unbrauchbar (mit den geringeren Bitraten von DVB-T tun sie hingegen recht gut in Berlin), insofern hatte ich einen ODROID als ownCloud-Host für Gütersloh vorgesehen.

Screenshot

ownCloud auf dem Odroid — jetzt auch in schnell ;-)

Und in der Tat, weder die MySQL noch der HTTPS-Datenverkehr bringt den ODROID aus dem Tritt; ich denke mal, einerseits die multiplen Kerne, andererseits die »hard-float«-Architektur bringen bei diesem Einsatzszenario deutliche Vorteile: Der Upload beschäftigt einen Kern zu rd. 50% mit »apache2«, das wegspeichern übernimmt ggf. ein zweiter Kern und alles rennt flüssig — ganz anders als beim GoFlex Net.

Der ODROID speichert seine Daten sogar auf der gleichen, umgezogenen, USB-HDD, insofern liegen sämtliche Geschwindigkeitsgewinne imho klar an der veränderten Serverhardware.

Richtig schnuckelig wäre jetzt ein System, welches Exynos-Quad-Core und SATA-Anschlüsse böte; für meine OpenVPN-Router werde ich mir als nächstes den Cubietruck ansehen. Auch ARMv7 (Cortex-A7 statt Cortex-A9), aber »nur« 1.0-GHz-Dual-Core, dafür mit 1 GBit/sec-Interface; leider deutlich teurer als ein ODROID U3, dafür problemlos schon in Europa zu bekommen …

Den Kauf des ODROID habe ich jedenfalls nicht bereut; für Video ist er in Europa imho eher untauglich (FulHD nur in 60 Hertz), aber als Rechenknecht durchaus interessant. Etwas bereue ich, daß ich kein eMMC-Modul mitbestellte, damit soll das Kistchen ja noch flotter booten/arbeiten — da ich aber /var/log usw. eh’ auf die USB-HDD umlege, ist das wohl nebensächlich.

2 thoughts on “ODROID U3 — potenter Zwerg

  1. h
    Hast du VDR schon darauf getestet? auch nutze derzeit TVheadend auf einer iomega iConnect mit DVB-C. Leider hängt sich tvheadend immer auf weil zu wenig Speicher zur Verfügung steht.

    Da wäre ODROID eine gute alternative.

    Womit wurde es geliefert? Würde es gerne in eine Postfiliale liefern lassen.

    • VDR habe ich dadrauf noch nicht probiert. Da VDR (als Server) mit DVB-S/DVB-S2 bei mir auf einem SheevaPlug/PogoPlug (512 MB RAM) aber tut, sehe ich keine direkte Hürde …

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