2014: Mein VDR-Fuhrpark

Da ich grade erneut verstärkt in ARM-basierte Kistchen investiere und etwas den Überblovk verliere, was toll und was eher nicht so toll zusammenspielt, eine Übersicht, was ich Mitte März 2014 so für DVB und damit für TV-Empfang einsetze.

Cubietruck, unpacked (nearly, that is).

Cubietruck, unpacked (nearly, that is).

Es ist ja schon eine gefühlte Ewigkeit her, seit ich damals, um das Jahr 2001 herum, mit VDR anfing, auf eine »Bastellösung« für den TV-Konsum zu setzen. Als VDR-User 312 darf ich mich, denke ich, noch als Early-Adopter zählen – auch wenn ich mich eher spät registriert habe (Klaus Schmidinger selbst wird mit Startdatum 2000-02-19 gelistet).
 

Ich habe es eigentlich bis heute nicht bereut ;) Waren die ersten Schritte noch mühsam und, wegen der Notwendigkeit mindestens einer sog. »Full-Featured-Karte« (DVB-S-PCI-Karte mit MPEG2-Decoder und Video-Out) für die Ausgabe auf den Fernseher, kostspielig, habe ich es dennoch nie vermißt, nicht an die Kabel-Content-Mafia zahlen zu müssen und von ihren willkürlichen Einschränkungen betroffen zu sein.

Mit der Zeit änderten sich die Standards, die Grafikkarten konnten neben Sprites irgendwann auch MPEG-X, PCI-e löste PCI ab, und USB3 löst noch immer USB2 ab … Kurzum, brauchte ich 2001 noch einen MPEG-Decoder auf der DVB-Karte, reichte es um 2008 schon, eine nVIDIA-Grafikkarte zu haben, die von VDPAU unterstützt wurde. Von ›irgendwoher‹ kam also der DVB-Datenstrom und per VDPAU zeigte ein Linux-Rechner diesen an — klassisches Client-Server-Setup, und so wandelte sich auch meine Nutzung von VDR.

Mittlerweile tut seit 2010 ein Aspire R3700 (Dual-Core Atom D525 @ 1.80GHz) mit, glaube ich, noch immer yavdr 0.1, im Wohnzimmer seinen Dienst; die Kids haben den T-Entertain-PVR für sich, und meine bessere Hälfte … läßt sich i. d. R. ihre Sendungen von den Kids aufnehmen und abspielen, auch wenn sie vor T-Entertain mit meiner ›etwas‹ größeren IR-FB für den VDR klar kam.

Hier also meine aktuell laufenden VDR-Kistchen. Das Gros sind ARM-Box­en, entweder arm­el-ba­sierte Sheeva-Plug-Ab­kömm­lin­ge oder, neueren Datums, arm­hf-Kis­ten; nur net-pvr1 und yavdr sind noch i386-basiert:

goflex-1 1.7.16
Bus 001 Device 003: ID 07ca:850a AVerMedia Technologies, Inc. AverTV Volar Black HD (A850)
vdr-1.berlin 1.7.28
Bus 001 Device 065: ID 1462:8801 Micro Star International
Bus 001 Device 064: ID 07ca:a835 AVerMedia Technologies, Inc.
net-pvr1 1.7.16
PCI: Hauppauge Nova-SE2 DVB-S
vdr-gf2 1.7.28
Bus 001 Device 007: ID 0b48:3007 TechnoTrend AG TT-connect S2-3600
yavdr 1.7.27
Bus 001 Device 003: ID 0572:6831 Conexant Systems (Rockwell), Inc.
vdr-ct1 1.7.28
Bus 002 Device 002: ID 0b48:3007 TechnoTrend AG TT-connect S2-3600
T-Entertain per IGMP & IPTV-Plugin

vdr-ct1, mein Cubietruck-VDR, hat effektiv nur eine TechnoTrend S2-3600 von vdr–gf2 ›geerbt‹, da mit zweien dieser ›DVB-Karten‹ massive Probleme auftraten — was der Grund war, warum ich überhaupt nach potenterer Hardware für den GoFlex-Net, der die Basis von vdr-gf2 darstellt, Ausschau hielt. Evtl. waren die Störungen bei Aufnahmen bei vdr-gf2 gar nicht durch mangelnde Systemleistung, sondern durch die rottigen Treiber für die TechnoTrend S2-3600 bedingt :-( Nunja, den ursprünglichen Hersteller gibt’s ja auch nicht mehr.

Generell teilt sich meine DVB-Nutzung zwischen Gütersloh und Berlin recht klar auf: In Gütersloh habe ich ein Multi-Feed-DVB-S-Setup, in Berlin ist DVB-C rottig und ich nutze notgedrungen DVB-T; der Upstream aus Gütersloh ist zu schwach für DVB-S-Streaming :(

In Gütersloh wird TV überwiegend über den 47″-LG im Wohnzimmer konsumiert (an dem der Aspire hängt), in Berlin habe ich einen Laptop, der per HDMI einen 20″-FulHD-LCD treibt; vdr-sxfe macht’s möglich. Ein großes Problem hier stellt aber die Versionsabhängigkeit der Clients dar; xineliboutput-sxfe bzw. vdr-sxfe tut mehr so nicht, wenn es nicht die exakt gleichen Versionen auf Quell- und Zielsystem hat.

Was ich bislang von XBMC-PVR gesehen habe, ist vielversprechend; nur leider auf dem Raspberry Pi mir auch zu langsam. Next step wird daher wohl einer der Android-Sticks sein, den ich entweder unter Android oder normalem Linux zum XBMC-Server mache …