#Chromecast, die Zweite.

Mein erster Chromecast hat sich ins Knie geschossen, aber der erfahrene Geek kauft ja im Doppelpack :-) In Berlin habe ich dann mal etwas mehr Streaming über Drittanbieter zum Chromecast ausprobiert.

MediaThekCast immerhin tut …

MediaThekCast immerhin tut …

Das Positive vorab: den verpaßten (und nicht auf­ge­nom­me­nen) Wilsberg vom Samstag streamt die, von Holger empfohlene App MediaThekCast angenehm problemlos, während ich dies schreibe …

Etwas, was mir hingegen generell aufgefallen ist — was aber auf meinen Nutzungsfall mit einem »echten« 20″ FullHD-HDMI-Monitor (und keinem TV als HDMI-Monitor) in Berlin zurückzuführen sein mag —: kaum eine App erlaubt eine Lautstärkeeinstellung oder -beeinflussung. Bei einem normalen Fernseher ist das eher kein Problem, da man da per Fernbedienung jene kontrolliert; bei meinem Monitor geht das nur umständlich über Tasten am Gerät, und z. T. bleibt die Lautstärke dennoch eher im Flüsterbereich. Wie gesagt, wohl eher ein Einzelschicksal …

Watchever auf dem Chromecast, 1/4 …

Watchever auf dem Chromecast, 1/4 …

Nun aber zu den weniger komischen Erlebnissen: Watchever ist mal so ein Totalausfall auf dem Chromecast :( Die Watchever-App bietet die Wiedergabe auf dem Chromecast an. Soweit, so gut.

Watchever auf dem Chromecast, 2/4 — Trailer gibt's schon mal nicht …

Watchever auf dem Chromecast, 2/4 — Trailer gibt’s schon mal nicht …

Allerdings ist die Funktion eher eingeschränkt. So wird zum Beispiel das Streamen von Trailern nicht unterstützt. Das steht allerdings nirgends; selbst wenn man schon mit seinem Chromecast verbunden ist, bietet die Watchever-App Trailer an — um dann mit einer obskuren Fehlermeldung darauf hinzuweisen, daß das Streamen von Trailern nicht mög­lich sei. (Warum, das verrät Watchever natürlich nicht. Apps aus Vollhonkhausen …)
Watchever auf dem Chromecast, 3/4 — beim Abspielen von Inhalten bekomme ich nur Fehlermeldungen …

Watchever auf dem Chromecast, 3/4 — beim Abspielen von Inhalten bekomme ich nur Fehlermeldungen …

Aber gut, Trailer sind ja nicht so wichtig; kommen wir zum Streaming des Hauptfilms: der nächste Satz mit X.

Jeder Versuch, etwas per Watchever-App auf meinen Chromecast — der, wie das Nexus 7 LTE, im gleichen 2,4 GHz-WLAN einer 7490 hing — zu streamen, wurde mit einer Fehlermeldung quittiert. Lokales abspielen funk­tio­niert, streaming zum Chromecast funktioniert nicht.

Watchever auf dem Chromecast, 4/4 — Fehlermeldungen auch auf dem TV …

Watchever auf dem Chromecast, 4/4 — Fehlermeldungen auch auf dem TV …

Sonderlich aussagekräftig sind die Fehlermeldungen weder auf dem Androiden noch auch dem Chromecast. Was genau also das Problem sein soll, bleibt unklar — al­les, was ich sagen kann ist: geht nicht.

Um es gerade heraus zu sagen: ich bin ziemlich enttäuscht. Chromecast #1 hängt sich terminal nach ein paar Stunden auf, hat keine offenen Ports mehr (Chromecast #2 hat 8008 und 8009 offen).

Der Support durch Apps läßt ziemlich zu wünschen übrig. YouTube, Google Play Music — aber nur für bei Google gekauften Content.

Plex spielt keine lokalen Daten ab; habe ich wohl mißverstanden, trotzdem ärgerlich.

BubbleUPnP … kann ohne Server-based transcoding nur wenige Medienformate zum Chromecast senden.

BubbleUPnP … kann ohne ser­ver­based trans­co­ding nur wenige Me­dien­for­ma­te zum Chro­me­cast sen­den.

Immerhin, Chro­me­cast #2 taucht als DLNA-Renderer auf (Chrome­cast #1 war, als ich das probieren wollte, ja schon tot).

BubbleUPnP (aus dem Play Store) macht hier (als DNLA-Client) einen guten Eindruck, ein paar der lokalen MP4-Videos habe ich testweise erfolgreich abgespielt, allerdings brach gelegentlich das Abspielen auch kommentarlos ab. MPEG1-Videos oder AVIs gehen nicht ohne Trans­coding, was BubbleUPnP nur ser­ver­ba­siert anbietet. Aber immerhin kann man bei BubbleUPnP die Wiedergabelautstärke auf dem Chromecast durch die Laut­stär­ke­tasten des Nexus beeinflussen — es ginge also prinzipiell, QED.

Und auch meine selbst gerippte oder bei Amazon käuflich erworbene Musik spielt BubbleUPnP schick über den Chromecast ab — immerhin, Google Play Music patzt da ja.

Was die Abbrüche angeht: auch die 1LIVE-App oder Squeezeplayer brechen hier in Berlin sporadisch ab, ein Verhalten, das ich erst seit dem Einsatz der Fritz!Box 7490 als AP und Router beobachte. Insofern laste ich das derzeit nicht dem Chromecast an …

Fazit? Schwierig. Der autistisch gewordene Chromecast in Gütersloh läßt mich an der generellen Qualität der Chromecast-Software zweifeln. Natives Chromecasting steckt noch in den Kinderschuhen, und warum z. B. Watchever eben nur an Chromecast, nicht aber DLNA-Renderer streamt, können wohl nur Anwälte richtig klingend begründen.

maxdome? Nicht für Normalsterbliche.

maxdome? Nicht für Normalsterbliche.

»What for?« also, wozu braucht man einen Chromecast oder braucht man ihn überhaupt? Für mich ist es der günstigste WiFi-auf-HDMI-DLNA-Player, ob er zu mehr taugt, wird die Zukunft zeigen müssen.

Bei mir zumindest ist Chromecast & Watchever ein Totalausfall, maxdome läßt mich ohne gekauftes Zusatzpaket nicht einmal rein — auch eine Art zu sagen, »laß Deinen popeligen Einmalumsatz gefälligst woanders«. Und YouTube ist kein wirklich abendfüllendes Programm, schon gar nicht mit den »GEMA-Sperren« … Nativ taugt Chromecast derzeit wenig, die eine oder andere App wird man im Play Store käuflich erwerben müssen, um ihn auszureizen.

One thought on “#Chromecast, die Zweite.

Comments are closed.