Fritz!Box, SIP und UPN (CLIP ns)

Meine Umleitung auf Asterisk zur Abwehr nerviger Anrufer klappt eigentlich ganz gut; allerdings sind heute zwei Anrufer durchgeschlüpft, und einer davon vermeidbar.

Mein Problem ist nämlich, daß die Fritz!Boxen, die bei mir als »Telefonie-Abschluß-Gerät« arbeiten, zwar erkennen können, wenn Anrufe per »CLIP &mdash no screening« eine »User Provided Number« setzen, dieses aber per SIP meinem Asterisk nicht kund tun.

So listet meine 7270v3 zwar den Anruf mit UPN, …

04.04.14 13:59 	040547530369846 (040547530) 	ISDN Gerät

… dem Asterisk wird diese Info allerdings vorenthalten. Dieses Detail hat zur Folge, daß nur die Nummer 040547530369846 durch’s Screening mußte — und für diese konkrete Nummer gab es (noch?) keine Einträge. Nun aber ist die ›echte‹ Anschlußnummer, 040547530 wohlbekannt — und das sieht das Tellow-Asterisk-Setup ja auch vor; es werden im Zweifel beide Nummern überprüft und der höchste Wert zurückgegeben.

Eigentlich sollte sich diese Info im SIP-Header »P-Asserted-Identity« finden, aber bei Anrufen an Fritz!OS-Geräte habe ich sie nur im Namensfeld der Caller-ID gefunden, bei An­rufen an die 7570 mit Firmware 4 wird offen­sicht­lich nur die UPN über­tra­gen, die ei­gent­liche Ab­sen­der­nummer steht nirgends:

7490, ISDN

    -- Executing [100@fbb_isdn:1] NoOp("SIP/192.168.176.1-00000cf1", "Eingehender Anruf auf 7490 von "03060123456" <04000123456>") in new stack
    -- Executing [100@fbb_isdn:2] NoOp("SIP/192.168.176.1-00000cf1", "Caller-ID: "03060123456" <04000123456>") in new stack
    -- Executing [100@fbb_isdn:3] NoOp("SIP/192.168.176.1-00000cf1", "SIP From: "03060123456" <sip:04000123456@fritz.fonwlan.box>;tag=1A1A7C952982E92C") in new stack
    -- Executing [100@fbb_isdn:4] NoOp("SIP/192.168.176.1-00000cf1", "SIP To  : <sip:100@203.0.113.2:5060>") in new stack
    -- Executing [100@fbb_isdn:5] NoOp("SIP/192.168.176.1-00000cf1", "SIP PAI : ") in new stack
    -- Executing [100@fbb_isdn:6] NoOp("SIP/192.168.176.1-00000cf1", "SIP RPI : ") in new stack
7570, ISDN

    -- Executing [200@fbgt_isdn:1] NoOp("SIP/192.168.177.4-00000d0f", "Eingehender Anruf auf 7570 von "" <04000123456>") in new stack
    -- Executing [200@fbgt_isdn:2] NoOp("SIP/192.168.177.4-00000d0f", "Caller-ID: "" <04000123456>") in new stack
    -- Executing [200@fbgt_isdn:3] NoOp("SIP/192.168.177.4-00000d0f", "SIP From: <sip:04000123456@gt7570.local>;tag=FBAACF1497B7C4E2") in new stack
    -- Executing [200@fbgt_isdn:4] NoOp("SIP/192.168.177.4-00000d0f", "SIP To  : <sip:200@203.0.113.2:5060>") in new stack
    -- Executing [200@fbgt_isdn:5] NoOp("SIP/192.168.177.4-00000d0f", "SIP PAI : ") in new stack
    -- Executing [200@fbgt_isdn:6] NoOp("SIP/192.168.177.4-00000d0f", "SIP RPI : ") in new stack

Heißt also: entweder brate ich mir eine neue 7570-Firmware mit Freetz und Asterisk und pflege einen weiteren Asterisk, der nur als Gateway CAPI-zu-SIP dient — oder aber ich ersetze die 7570 durch eine 7270 bzw. das Gespann 7360 & 7570 durch eine ISDN-taugliche VDSL-Fritz!Box (lies: 7490). Oder ich lasse den ganzen Kladderadatsch über die Telefonie-7270v3 im Wohnzimmer laufen und motte die Telefonie-7570 im Keller ein.

Klingt jedenfalls nach einem konfigurationsreichen Wochenende …