Jessie? Geh’ doch wo du wohnst.

*soifz* Ich fahre seit rd. einem Jahr auf meinen Systemen bevorzugt Debian Jessie, den Kandidaten für das nächste stabile Release. Doch jetzt habe ich aus $Gründen die Nase voll.

Das jüngste System war ein nicht mehr taufrischer, aber, anders als mein FSC RX300 immerhin noch nicht nach Verwesung riechender, HP DL 360 G5. Debian Jessie zu installieren war relativ simpel — auch dank der zusätzlichen e1000-Karte, denn die bnx2-basierten internen Ports konnte Debian mangels freier Firmware/Treiber nicht nutzen. (Wahrscheinlich geht das, irgendwie. Aber von USB in ein System ohne Ethernet zu booten, das ist schon jenseits ›witzig‹.)

update-initramfs: Generating /boot/initrd.img-3.2.0-4-amd64
W: Possible missing firmware /lib/firmware/bnx2/bnx2-rv2p-09ax-6.0.17.fw for module bnx2
W: Possible missing firmware /lib/firmware/bnx2/bnx2-rv2p-09-6.0.17.fw for module bnx2
W: Possible missing firmware /lib/firmware/bnx2/bnx2-mips-09-6.2.1a.fw for module bnx2
W: Possible missing firmware /lib/firmware/bnx2/bnx2-rv2p-06-6.0.15.fw for module bnx2
W: Possible missing firmware /lib/firmware/bnx2/bnx2-mips-06-6.2.1.fw for module bnx2

Hachja, der Glaube, daß alles ›frei‹ würde, wenn man nur lange genug dies fordern würde; in mancher Hinsicht ist Debian ja auch irgendwie zum knuddeln, so aus der Zeit gefallen, wie es sich manchmal gibt …

Nachdem ich mit TheForeman und Archipel aber außer wirren Fehlern nichts gerissen bekam, stand die Klärung der Frage an, wie die Jessie-Installation im entfernten Standort auf wheezy bringen, und das möglichst ohne vor Ort sein zu müssen — insbesondere nicht, um Scherben zusammenzufegen? KVM (Keyboard-Video-Mouse in diesem Falle) war über’s Netz prinzipiell zugänglich, aber ich kenne meinen Murphy …

Ein richtig geiler Blogpost hat mich zwar wieder in Debian bestärkt, denn – bis auf das zweimalige reinfallen auf das Fehlen von bridge-utils im neu debootstrappten Wheezy, ohne das die aus Jessie kopierte interfaces-Datei mit br0 natürlich nix tut – war es über 2x debootstrap (1. in die Swap-Partition, hernach auf die ehemalige Jessie-Heimat) möglich, komplett remote auf ein anderes Debian downzugraden. Naja, wäre es gewesen, hätte ich an bridge-utils jeweils gedacht — insofern war es gut, den KVM-Zugang vorher zu testen ;)

Aber zurück zu Jessie: nachdem das Faß wieder aufgemacht wird – systemd, ja oder doch nicht? –, harre ich der Dinge nimmer und bleibe bei Wheezy. Zumal nicht einmal Sicherheitspatches zeitnah nach Jessie fließen (wohl aber nach Sid, aka unstable), wie ich jüngst lernte. Ich fürchte, ich werde wohl mittelfristig den Rat u. a. auch Ralfs befolgen, und für Server auf Ubuntu LTS schwenken. Debians Releasezyklen sind weiterhin zu lang und insbesondere zu unvorhersagbar :-(

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