Verpaßte Chancen …

… auf vernetztes Kuscheln beim Glühwein.

Als Bürgerinitiative ist man ja, wie auch als Verein, doch eher auf wohlwollende Spender, vulgo Sponsoren, angewiesen, will man seine Sache voranbringen. Gut, geht auch um das ›was‹, aber mit Sponsoren geht »alles« ziemlich oft besser.

Vor einigen Monden taten sich auch hier zwei Sponsoren auf und Planungen wurden angestoßen, wie man u. a. zwei Weihnachtsmärkte in OWL denn wohl freifunktechnisch bedienen könnte.

Um die Story abzukürzen: die besagten Weihnachtsmärkte stehen vor ihrer Eröffnung; Freifunk werden wir nicht anbieten können. Denn aus vielschichtigen Gründen hat sich die eine Sponsorenschaft gleich ganz verflüchtigt und wirkt die andere derzeit primär als Bremsklotz für den Freifunk-Ausbau. Schade, auch um die Zeit, die hier ineffektiv gebunden und letzlich verbrannt wurde.

Nun bin ich eigentlich nicht ganz unerfahren in diesen Dingen; wahrscheinlich um so mehr nervt es mich, daß ich mich habe mit euphorisieren lassen … Irgendwann, relativ am Anfang meines Englischunterrichts, brachte der damalige Lehrkörper den Spruch »Don’t count your boobies until they are hatched«¹. Die deutsche Entsprechung dürfte was mit ungelegten Eiern sein — und, klar, solche sind Sponsorenzusagen erst einmal. Für den einen Platz ist es auch nur mäßig doof; über die Zeit finden wir hoffentlich Anwohner, die mitmachen. Aber Zeit wurde vertan, die man hätte nutzen können, selbst was auf die Beine zu stellen.
Schwerer wiegt derzeit die Konstellation an anderer Stelle, wo effektiv der Sponsor, der auch schon Knoten gekauft hat, durch seine Unentschlossenheit auch den nach wie vor laufenden weiteren Ausbau des Freifunk-Netzes negativ beeinflußt.

Lessons learnt: Sponsoren dürfen sich einbringen, aber keinesfalls des Heft des Han­delns über­neh­men. Im zweiten Fall haben wir uns offen­sicht­lich über­fahren las­sen, und es kostet nun weitere Zeit, das wieder grade­zu­biegen. Narf.