RPi vs. RPi 2

Mein beiden Raspberry Pi 2 Modell B kamen Donnerstag vor einer Woche an, hier ein erster Eindruck.

Da ein PogpPlug V3, den ich als NAS konfiguriert und mit ArchLinux in Betrieb hatte, den Dienst quittierte, ersetzt diesen schon länger ein Rapsberry Pi Modell B — nicht mit wirklich überwältigenden Resultaten, leider:

top - 12:04:32 up 20 days, 22:24,  2 users,  load average: 4.90, 4.59, 2.31
Tasks: 107 total,   1 running, 106 sleeping,   0 stopped,   0 zombie
%Cpu(s):  5.7 us,  1.0 sy,  0.0 ni, 92.8 id,  0.5 wa,  0.0 hi,  0.0 si,  0.0 st
KiB Mem:    383744 total,   351316 used,    32428 free,    67376 buffers
KiB Swap:   786428 total,      712 used,   785716 free.   180708 cached Mem

root@death:~# mount nas-2:/nfs/data-20130624 /mnt3/
root@death:~# dd if=/dev/zero of=/mnt3/testfile-100M bs=1M count=100
100+0 records in
100+0 records out
104857600 bytes (105 MB) copied, 18.6321 s, 5.6 MB/s
root@death:~# dd if=/dev/zero of=/mnt3/testfile-100M bs=1M count=100
100+0 records in
100+0 records out
104857600 bytes (105 MB) copied, 19.0613 s, 5.5 MB/s
root@death:~# dd if=/dev/zero of=/mnt3/testfile-100M bs=1M count=100
100+0 records in
100+0 records out
104857600 bytes (105 MB) copied, 18.7302 s, 5.6 MB/s
root@death:~# umount nas-2:/nfs/data-20130624

Ein I/O-Wunder ist der RPi vom Konzept her schon nicht: 1 USB-Bus, den sich leider alle Geräte, das 100 MBit/sec-Ethernet-Interface eingeschlossen, teilen müssen, da geht nicht wirklich viel durch. Effektiv aber nur rd. 50 MBit/sec per NFS, das ist schon bitter; da die Platten überwiegend als »Archiv« genutzt werden, grade noch verschmerzbar.

Nun war ich gespannt, wie sich denn der RPi 2 hier schlagen würde; mehrere und schnellere Cores, das könnte ja etwas bringen. Und in der Tat, nachdem ich die Raspian-Installation des RPi 1 aktualisiert und mit rpi-upgrade RPi-2-tauglich gemacht habe (was mit der lahmen 4 MByte-Karte letztes Wochenende fast einen Tag dauerte :(), lief es mit dem RPi 2 auf Anhieb — Respekt. Und flotter geht’s auch:

top - 21:46:58 up 3 days, 15:46,  2 users,  load average: 1.15, 1.83, 1.23
Tasks: 134 total,   1 running, 133 sleeping,   0 stopped,   0 zombie
%Cpu0  :  0.0 us,  8.1 sy,  0.0 ni, 60.5 id, 14.6 wa,  0.0 hi, 16.8 si,  0.0 st
%Cpu1  :  0.5 us, 11.1 sy,  0.0 ni, 70.9 id, 17.6 wa,  0.0 hi,  0.0 si,  0.0 st
%Cpu2  :  0.0 us, 14.6 sy,  0.0 ni, 34.8 id, 50.0 wa,  0.0 hi,  0.5 si,  0.0 st
%Cpu3  :  0.0 us, 11.5 sy,  0.0 ni, 84.2 id,  4.3 wa,  0.0 hi,  0.0 si,  0.0 st
KiB Mem:    884304 total,   878368 used,     5936 free,   115712 buffers
KiB Swap:  1787900 total,        0 used,  1787900 free.   652612 cached Mem

root@death:~# mount nas-2:/nfs/data-20130624 /mnt3/
root@death:~# dd if=/dev/zero of=/mnt3/testfile-100M bs=1M count=100
100+0 records in
100+0 records out
104857600 bytes (105 MB) copied, 12.8565 s, 8.2 MB/s
root@death:~# dd if=/dev/zero of=/mnt3/testfile-100M bs=1M count=100
100+0 records in
100+0 records out
104857600 bytes (105 MB) copied, 11.6483 s, 9.0 MB/s
root@death:~# dd if=/dev/zero of=/mnt3/testfile-500M bs=1M count=500
500+0 records in
500+0 records out
524288000 bytes (524 MB) copied, 52.3787 s, 10.0 MB/s
root@death:~# umount nas-2:/nfs/data-20130624

Hier kommt dann aber wieder das 100 MBit/sec-Interface des RPi (1 wie 2) zum Tragen, das die mögliche Leistung effektiv begrenzt.

Ein I/O-Wunder ist der RPi 2 somit auch nicht, aber man sieht deutlich, daß mehrere Kerne einen positiven Effekt auf einem Multitaskingsystem haben ;)

2 thoughts on “RPi vs. RPi 2

    • Kommt sicher etwas auf den Anwendungsfall an, aber da der BananaPi mit 1x SATA daher kommt (nicht Port-Multiplier-fähig, AFAIK :() und IIRC GBit-Ethernet (wenngleich wohl auf ~400 MBit/sec technisch beschränkt), ist für alles, was nicht RPi-Bastellei (Sensoren, Kamera usw.) IMHO der BananaPi (noch) vorzuziehen.

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