1&1-VDSL gestört, Tag 41

Zwischenupdate: 1&1 sagt, mal wieder, die Störung sei behoben. Allein, es besteht kein [V]DSL-Link.

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Zum zweiten Mal wurde die Störung als behoben geschlossen, ohne daß die FB sich einwählen könnte. Absicht?

1&1-Anschlüsse verfügen über magische, leider nur virtuelle, Selbstheilung nach Zeitablauf — den Eindruck gewinne ich jedenfalls langsam.

Erneut wurde meine Störung als behoben geschlossen, obwohl diesmal weder die Rufnummern registriert sind noch eine DSL-Einwahl stattfand. Das schmeckt leider so, als ob nach einer Zeit X eine offene Störung einfach mal prophylaktisch geschlossen wird — ist ja besser für die Statistik und vielleicht merkt’s ja keiner?

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So sieht eine 1&1-FritzBox die »behobene« DSL-Störung.

Fakt ist: die 1&1-Fritz!Box 7362SL erkennt kein VDSL-Signal. Seit nunmehr 40+ Tagen nicht und auch nach einem Neustart gestern nicht. (Dank des Telekom-VDSL50-Anschlusses kann ich ja die 1&1-FB fernwarten.) Mehr als einen Neustart auszulösen kann ich nicht machen aus der Ferne – meine tele­ki­ne­tischen Fähig­keiten sind in etwa so ausgeprägt wie der Ser­vice­ge­danke bei 1&1 –, und daß ich erst einmal nicht in Berlin sein werde, habe ich 1&1 klar und rechtzeitig kommuniziert. Entsprechend läuft mein Zähler weiter, entsprechend habe ich die Störung gestern als nach wie vor bestehend gemeldet.

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Trotz Reset der FB: Tote Hose Leitung,

Randnotiz: 1&1 hat bislang weder für die Zeit vom 02.06.16 bis 11.06.16 (Mai-Rechnung) noch vom 11.06.16 bis 11.07.16 (Juni-Rechnung) Gutschriften ausgewiesen. Nicht nur wird also die Störung nur sehr schleppend und, anders kann ich es nicht beschreiben, lustlos bearbeitet, nein, auch die nicht erbrachte Leistung wird kaufmännisch nicht bearbeitet. Die Aussage der Hotline, welche anrufend aktiv wurde, als ich Rückbuchung in Aussicht stellte, kann ich mittlerweile nicht mehr nachvollziehen: warum muß die Störung als Ganzes behoben sein, bevor 1&1 unberechtigte Forderungen ausbucht?

Kurzum: heute wird die Lastschrift für Juni »zurückgegeben«, da im Juni keine Leistung aus dem zugrundeliegenden Vertrag erbracht wurde und irgendwann das Zeitfenster für eine Lastschriftrückgabe sich schließt. Vielleicht fördert das ja auch die Bereitschaft von 1&1, die eigene schwache Leistung einzugestehen und von sich aus die Vertragsauflösung anzubieten. Nach 40+ Tagen eigentlich ein Selbstläufer. Denn im Grunde müßte 1&1 den Vertrag für die Restlaufzeit von ca. 18 Monaten grund­ge­bühren­frei stellen, um meine materiel­len Schäden aus­zu­glei­chen (alleine der vergeudete Urlaubstag ist schon teuer, von den ganzen Mobilfunk-GB, wo 1&1 auch 25 EUR verdient hat, ganz zu schweigen); einen Vor­schlag von einem oder zwei Mo­na­ten Gut­schrift würde ich als Kriegs­er­klär­ung auf­fas­sen — nach all’ dem, was gelaufen ist.

Fazit: Es hätte anders laufen müssen; aber hey, sowas kann passieren. Was ich nur erwartet hätte, wäre ein aktives Zugehen seites 1&1 auf mich. Das ist leider nicht geschehen. Z. B. hätten sie die alte Schnellstart-SIM reaktivieren können. Oder beim Festellen, daß ich 3 Notebook-Flats gebucht habe, – anstatt mir einen Mobil­te­le­fonie­ver­trag auf­schwatzen zu wollen (obwohl ich ja schon bei 1&1 mit meiner Haupt­num­mer bin) – anzubieten, einen davon auf un­end­liches Volumen bis zur Lösung des DSL-Problems zu buchen. 1&1-D2 ist zwar in meinem Berliner Appartment grausig (1-2 MBit/sec down, teils bis zu 4 MBit/sec up, Jitter ohne Ende, sodaß für VoIP unbrauchbar), aber irgendwas ist ja immer. Es wäre jedenfalls eine Geste gewesen zu zeigen, »wir, 1&1, lassen unsere Kunden nicht im Regen stehen«. Leider tut 1&1 aber genau das, haben sie einen erstmal in den Laufzeitvertrag gezwängt.