1&1 Zombie-VDSL

Am Montag, zwei Tage nach Vertragsauflösung, meldete sich 1&1 noch mal per SMS …

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Placebo-SMS von 1&1 — der Vertrag war schon seit 2 Tagen aufgelöst.

Und das, was 1&1 da schreibt, läßt den Laden nicht gerade in einem guten Licht erscheinen: zwei Tage nach der Vertragsauflösung sendet 1&1 eine SMS, daß ihre »Qualitätssicherung« ergeben habe, daß ich meinen (mittlerweile, wegen 30+ Tagen durch 1&1 zu vertretener Nichtnutzbarkeit, vertragsaufgelösten) 1&1-VDSL-Zugang wieder »in vollem Umfang nutzen« könne.

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So sieht ein »qualitätsgesicherter 1&1 DSL-Anschluß« aus.

Tja, äh, püh. Wie sage ich das jetzt, ohne ausfallend zu werden?! Der [censored] VDSL-Anschluß funktioniert seit Anfang Juni(!) nicht mehr, und was immer die Honks da in Karlsruhe oder Montabaur oder wo auch immer geraucht haben, der Zugang funktionierte auch am 01.08.2016, knapp zwei Monate nach meiner ersten Ausfallmeldung, nicht.

Im Umkehrschluß heißt dies aber auch, daß die SMS, die 1&1 bei DSL-Störungen verschickt, mit dem realen Zustand des DSL-Anschlusses nicht die Bohne zu tun haben. Sie sind reine Kundenverarsche, augenscheinlich ausschließlich versandt, um den Kunden milde zu stimmen — während 1&1 anscheinend im Hintergrund Däumchen dreht und auf Besserung der Lage hofft.

Ernsthaft, ein solchermaßen lügender Anbieter ist mir bislang nicht untergekommen, und ich kann aus eigener, leidvoller, Erfahrung nur vor einem Vertragsschluß mit 1&1 warnen — und das auch als 1&1-ProfiSeller …

4 thoughts on “1&1 Zombie-VDSL

  1. Du hast da ja ganz schön was aufgedeckt. Mich würde mal interessieren ob das alles Zufall ist oder ob das bei x Kunden auch so läuft. Hast du bei Recherchen zu dem Thema ähnliches mitbekommen?

    • Guck’ Dir z. B. »Vorsicht, Kunde!« in der c’t an; Probleme bei den Abläufen sind wohl nicht selten, und je automatisierter das ist, desto einfacher kann da auch mal was aus dem Ruder laufen — was schon etwas grotesk ist, denn eigentlich sollte Automatisierung ja gerade davor schützen, daß bestimmte Sachen hinten runterfallen.

      Auch bei congstar hatte ich ja das »Glück«, daß mein per Chat gestelltes Umzugsanliegen zu keinem Ticket führte, ergo passierte (Anschluß blieb aktiv in alter Wohnung, und ich ohne Netz in neuer).

      Allerdings ist das, was 1&1 hier gezeigt hat, schon bemerkenswert. Mehrfach die Leitung mir als funktionsfähig zu melden, wenn dann doch der Hotliner sofort festellen konnte, daß kein Login besteht und die FB nicht zu erreichen ist — das darf eigentlich kein einziges Mal passieren. Ganz offensichtlich sind die Grundlage für diesen SMS-Versand nicht Ergebnisse aktiver Tests (obwohl der Text dies suggeriert), sondern Datenbankfelder, die, gefühlt z. T. nach Fristablauf, einfach auf »tut wieder« gesetzt werden. Sehr schade. Denn daß die 1&1-Hotline meine über Telekom-Equipment geschaltete Leitung direkt testen konnte, das fand ich beeindruckend und gab mir ein gutes Gefühl. Leider der einzige Lichtblick …

      • Aber wer weiß was die von der hotline getestet haben… wenn einfach so sms verschickt werden das alles wieder läuft… kann ich mir vorstellen, dass sie einfach sagen, sie haben die Leitung durchgemessen, damit der Kunde beruhigt ist. Eigentlich haben die Leute an der Hotline es hauptsächlich mit DAU’s zu tun.

        • Naja, bei der Meldung der Störung am 2.6.2016 konnte mir der Hotliner a) sagen, daß die Leitung um kurz nach 10 Uhr morgens runterfiel und b) bei der Messung, daß die FB nicht erreicht werden konnte.

          Um telefonieren zu können, hatte ich z. T. die 1&1 Rufnummern per SIP über o2-Mobilfunkstick an der FritzBox angebunden — was dann die Hotliner irritierte, denn sie sahen angeblich, daß DSL down, die SIP-Nummern aber online wären. Daraus schließe ich, daß die 1&1 Hotline durchaus in der Lage ist, aktuelle Daten einzusehen.

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