Heiße Nadel 5.0

Es ist so schwer, ein Produkt, welches man eigentlich gut findet, in der Luft zerreißen zu müssen … Heute: Vodafones GigaCube.

Ich schätze mal, jeder, der noch gelegentlich lineares Fernsehen konsumiert, hat sie mittlerweile gesehen: die Werbung für den »Vodafone GigaCube«. Und wer’s verpaßt hat, da für das Verständnis dieses Beitrags relevant, hier die Konserve:

Vorab: als reisender Europäer finde ich es Klasse, daß endlich auch mal in Deutschland familienfreundliche Tarife auf den Markt geworfen werden; u. a. in Österreich ist das ja schon länger der Fall.

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Hut ab, gut getarnt!

Insofern: »Ihr hattet mich bei ›keine Kosten bei Nichtnutzung‹« — lies: ich war mir ziemlich sicher, meine drölfzig Post-, Prepaid- und Auflade-SIMs durch einen GigaCube Flex-Vertrag ersetzen zu wollen. Zitat:

Das bietet Dir GigaCube Flex:

  • Schnelles Internet mit bis zu 150 Mbit/s* in unserem Mobilfunknetz mit 50 GB Datenvolumen
  • WLAN-Router fürs schnelle Surfen mit Smartphone, Tablet oder Notebook
  • Einfach in die Steckdose stecken und sofort lossurfen
  • Du zahlst den monatlichen Grundpreis nur im Rechnungszeitraum, in dem Du Deinen GigaCube auch wirklich nutzt²
  • Jetzt einfach 30 Tage testen³

Dann aber hatte ich, trotz Misinformation durch die Shop-Mitarbeiter (ginge nur mit bestehendem VF-Vertrag (bullshit), Grundgebühr fiele auch bei Flex jeden Monat an (bullshit)), das, rückblickend, eher zweifelhafte Vergnügen, einen GigaCube als Fallback in ein Unternehmensnetz zu integrieren. (Ja, Vodafone bewirbt den GagaCube auch im Firmenumfeld.)

Ich mache es mal kurz:

  • Gigacube-Netz nur aus 192.168.0.0/16 wählbar (“192.168.” ist fest vorgegeben).
  • Mindestens 2 WLANs pro Band nutzbar, aber: SSIDs insgesamt müssen jeweils sich unterscheiden: genau so geht Bandsteering eben nicht :-(

Und das waren nur die ins Auge springenden Unzulänglichkeiten. Daß die Firmware einen auto-aktiven Menüpunkt hat »nach Rebootnotwendigkeit Ausschau zu halten, um ggf. rechtzeitig zu rebooten« — ich würde sagen, das Vertrauen der Programmierer liegt im Nanometer-Bereich.

Aber ja, ich werde mir selbst einen GigaCube holen; der Tarif ist ok, im Grunde. Die Hardware dazu mag ok sein, deren Software ist aber augenscheinlich unterirdisch. Kurzum: der »GigaCube« dürfte hier noch für weitere Beiträge sorgen.

One thought on “Heiße Nadel 5.0

  1. Pingback: Der »GigaCube Flex«-Tarif | blogdoch reloaded

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