Der »GigaCube Flex«-Tarif

Alea iacta est. Zwei 1&1-SIMs (D- und E-Netz), mit in der Summe 30 EUR für 6 GB, springen über die Klippe, um durch den GigaCube-Flex-Tarif ersetzt zu werden.

35,– im Monat für 50 GB, das klingt schon besser als 30,– für 6 GB. Wenn die ganze Familie unterwegs ist, kommen schon mal 20+ GB/Woche zusammen; ›man‹ streamt heute halt seine Musik (Google Play Music, Familienflatrate), guckt seine Sendungen (Amazon FireTV), wo man sich halt gerade aufhält. Klar, man ›kann‹ auf das Trafficthema hinweisen — aber da ich selber nichts davon halte, unter­wegs sich als Daten-Asket zu geben, ist das eine eher abstrakte Diskussion.

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GigaCube Flex-SIM in LTE-Stick an Fritz!Box

Insofern sprach mich die Vodafone-Werbung (s. älteren Artikel zu dem Thema) zum GigaCube durchaus an. Langer Rede kurzer Sinn: ich habe mir eine GigaCube-Flex-SIM geholt, und diese stumpf per USB-LTE-Stick der 7362 gegeben. Und einen GigaCube, weil 50 EUR statt über 200 EUR für die Kiste sind OK-ish, und ich wollte auch keine schlafenden Hunde wecken: »Nur die SIM bitte, ich nutze den Tarif dann per FritzBox« wäre sicher ein Garant für lange, blutige Diskussionen ;-)
Denn wenngleich nirgends im Vertragswerk eine zwingende Ver­bindung zwischen der (PIN-losen) SIM und dem Hua­wei B528 aka »Voda­fone Giga­Cube« (wobei das Ding eines eher nicht hat: physische Kanten; »Voda­fone Giga­Cy­lin­der« träfe es eher) auch nur ansatzweise skizziert wird, Vodafone tut so, als wäre es so. Also einfach die 50 EUR des Giga­Cubes zu den 40 EUR An­schluß­ge­bühr rechnen und gut ;-)
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Ein kleines Stück von den »bis zu« 150/50 entfernt, aber nunja.

Daß der GigaCube im Gütersloher Stadtgebiet weit unter seinen Möglichkeiten festhängt, wußte ich ja — in der Firma hakte jüngst der UnityMedia-Anschluß und es wurde ein GigaCube organisiert, den ich als Notnagel-Internetzugang dann ins Firmennetz bringen »durfte«.

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Okay, D2-Empfang ist auch nicht gerade üppig …

Und in dem Zusammenhang mußte ich dann auch feststellen, daß der GigaCube wirklich simpelst in Betrieb zu nehmen ist (SIM unten rein, Netzteil in die Steckdose, fertig) – und dann macht auch das Bundling Hua­wei B528 + SIM als »GigaCube«-Angebot Sinn –, aber leider auch nur genau für den Einsatz konzeptioniert: die jeweils zwei möglichen SSIDs auf den zwei Bändern müssen alle unterschiedliche Namen haben, es können nur Adressen aus 192.168.0.0/16 verwendet werden (wenn man also z. B. sein lokales Netz auf 10.11.12.0/24 laufen hat, braucht man doppeltes NAT, will man den GigaCube als Ersatzverbindung nutzen; und da es im GigaCube-Tarif eh’ nur eine CGN-IPv4-IP gibt, …), sowas wie ein Gastnetz gibt es auch nicht (warum dann aber mehrere SSIDs?); auch sonst sind die Einstellmöglichkeiten eher spartanisch. Und genau deshalb möchte ich den Tarif flexibel, mal per USB-Stick und mal per mobilem Huawei-Hotspot und vielleicht auch mal mit dem GigaCube, nutzen.

Und, wie man sieht, es tut ;) (Dieser Betrag wurden über die abgebildete Konstruktion verfaßt und publiziert.) Und dank der Fritz-VPN-Funktion habe ich direkten Zugang in mein Heimnetz:

wusel@ysabell:~$ sudo tcptraceroute 192.168.177.11
traceroute to 192.168.177.11 (192.168.177.11), 30 hops max, 60 byte packets
 1  192.168.188.254 (192.168.188.254)  0.738 ms  0.712 ms  0.709 ms
 2  192.168.177.11 (192.168.177.11)  72.112 ms  72.152 ms  72.151 ms
 3  192.168.177.11 (192.168.177.11)  84.024 ms  84.057 ms  84.040 ms
 4  192.168.177.11 (192.168.177.11) <syn ,ack>  84.035 ms  84.066 ms  84.076 ms

14 thoughts on “Der »GigaCube Flex«-Tarif

  1. Wie funktioniert denn das FritzBox VPN über die GigaCube Sim? Man bekommt doch im mobilen Netz immer nur doch private IP Adressen, oder ist es dort anders?

    • FB-Mobil baut Verbindung zu FB-VDSL über DynDNS-Namen auf, feddich. Damit das automagisch klappt (zumal, da es andersrum ja nicht geht), habe ich die FB-Mobil per SIP hinter die FB-VDSL gehängt. Somit immer Traffic von FB-Mobil zu FB-VDSL vorhanden, ergo VPN oben.

  2. Mit dem VPN würde mich dann doch interessieren.
    Habe die GigaCube Sim im LTE Surfstick III der Telekom in Verbindung mit der Fritzbox 7270 und die APN geändert auf home.vodafone.de und es funktioniert.
    Surfen über die FB 7270 kein Problem.
    Aber VPN Verbindung von extern zur FB bekomme ich nicht hin.
    Ping der Dyndns Adresse klappt nicht, obwohl Dyndns erfolgreich angemeldet (lt. WebInterface der FB)… Bräuchte dringend eine Verbindung von extern zum GigaCube oder Alternativ zur Fritzbox (egal welche Hardware, Hauptsache ich kann von ferne auf das Netzwerk zugreifen). Gibt es da eine Lösung?!

    • Nope. Im GigaCube-Tarif bist Du im CGN, Carrier-Grade NAT: Deine IP ist 100.64.x.y oder sowas, das ist von außen genauso unerreichbar wie 10er oder 192.168er Adressen. Was geht: von der GC-FB zu einer DSL-FB das VPN aufbauen; andersrum geht’s technisch einfach nicht.

  3. Ja das würde mir reichen. Meine andere Fritzbox ist eine Fritzbox am Kabelmodem und hier hat VPN schon immer funktioniert.
    Habe jetzt der Kabelmodem FB einen Benutzer eingerichtet und diese meldet sich ja auch bei DynDns an alles gut und kann auch ohne Problem von überall extern erreicht werden (Ping ok). Bei der GigaCube FB habe ich folgendes angewählt in den VPN Einstellungen: “Diese FRITZ!Box mit einem Firmen-VPN verbinden” -> dann habe ich bei “VPN-Benutzername(Key-ID)” den freigegebenen BN aus der Kabel FB eingegeben und den erzeugten PreShared Key… aber funktioniert noch nicht? Muss das aktiviert werden “XAUTH verwenden”

    Eine Frage noch, wenn man es schafft die VPN Verbindung von GigaCube FB zu Kabel FB (da über DynDns erreichbar wg. der IP) aufzubauen, kann ich dann trotzdem in beide Richtungen das Netzwerk nutzen? D.h. ich könnte dann aber auch Drucker im Netzwerk erreichen, welche an der GigaCube FB hängen (also wäre die Richtung wie das VPN zustande kommt egal?)

    Sorry für so viele Fragen

    • Zur VPN-Config der FB muß ich passen; ich konfiguriere die Datei im Editor und lade sie auf die beiden FBs entsprechend hoch, alte Schule halt.

      Hat Dein Mobilfunk-DynDNS-Hostname denn auch die korrekte IP drin? Im Grunde muß der DynDNS-Anbieter die IP des Requests einsetzen, denn die Mobilfunk-FB hat nur 100.64.x.y, also eine private Adresse, bekommen und kann nur diese einsetzen. Und IPSec mag es ggf. nicht, wenn die IPs nicht stimmen, so’n blödes Sicherheitsfeature ;)

      Wenn die VPN-Verbindung steht (und damit sie oben bleibt, verbindet sich meine mobile FB mit der stationären per SIP über den Tunnel — damit geht immer etwas Traffic drüber, sie ist also nie »idle«), können natürlich beide Seiten IP-Verbindungen initiieren.

      • Also könnte ich doch mit dem Fritz Fernzugang Assistenten die geforderten Daten für eine Fritz zu Fritz VPN Verbindung eingeben. Darauf hi. werden ja die VPN Konfigdateien für beide Fritzboxen erzeugt und hier müsste man vor dem einspielen die Konfigdateien mit einem Editor anpassen (nur welche Einträge) Evtl das er auf der einen Fritzbox nicht die Dyndns abfragt weil ja nicht erreichbar. Welches Tool nutzt Du? Oder alles komplett selber erstellt?!.

  4. Pingback: Fritzbox-VPN | blogdoch reloaded

  5. Hallo zusammen, habe auch einen GigaCube und würde die SIM lieber in einer LTE Fritzbox nutzen. Daher meine Frage: braucht man beim APN home.vodafone.de denn kein Benutzername und Passwort? Ich habe in meinen vf-Unterlagen nix gefunden außer die zur Karte gehörige Mobilnummer.
    Vorab Danke für eine Antwort und viele Grüße

    • Nur die APN eingeben und fertig. Benutzername und Kennwort werden nicht benötigt ;)

    • Benötigt wird wohl nix, in einigen Geräten ist aber “” (leere Angabe) scheinbar nicht vorgesehen; mit “ppp” als User und PW begann die SIM dann auch dort für mich zu laufen.

  6. Pingback: 1&1 mit Fußangeln :-( | blogdoch reloaded

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